B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 4 (4.1925)
- Date
- 1925-04-01
- Page
- Seite 110 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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110 macht werden, die auswärtigen schriftlich, und daß bei Punkt 10 der Tagesordnung die Namen der Spender mit der Endsumme der eingelaufenen Spenden verlesen werden sollen. 5. In der Sitzung am 11. Oktober wurde folgender Beschluß gefaßt: Anläßlich des Ordenstages sollen wir auch unserer verstorbenen Brüder gedenken. Am Tage vor dem Ordenstage sollen die Brüder des Beamtenrates, denen sich auch andere Brüder anschließen sollen, die Gräber der verstorbenen Brüder besuchen und am Festabend selbst, soll darüber berichtet werden. Der Großloge soll dieser Beschluß mitgeteilt und zur Nachahmung in anderen Logen empfohlen werden. Wir waren auch heuer bestrebt, unsere Fonde wieder aufzufüllen, um unseren Pflichten in humanitärer und kultureller Beziehung nachkommen zu können. Durch Spenden der Brüder aus freudigen und -traurigen Anlässen, Sammelbüchse, usw haben wir den Betrag von Kc 10.367 aufgebracht, und die heuer wieder eingeleitete Sammlung zur Stärkung unserer Fände hat bis jetzt die Summe von Kc 30.900 ergeben. Wir haben wie jedes Jahr an eine Reihe von hilfsbedürftigen Einzelpersonen, die außerhalb unserer Loge stehen, Unterstützungen verteilt, deren Gesamtsumme Kc 4600 beträgt. Für Unterstützung von Brüdern unserer eigenen Loge und von Witwen und Waisen nach unseren Brüdern haben wir den Betrag von Kc 7390 aufgewendet. Unter Patronanz unserer Loge stehen die Wohlfahrtsinstitute: Der Israel. Freitisjhversm, der Chanukah-Verein in Budweis und die von uns begründete Biindenkolonie. Für diese Institute, sowie für das „Heim für jüdische Handwerkslehrlinge", ,das „Israel. Knabenwaisenliaus in Prag", den „Jüdischen Schulverein" in Prag, den „Freitischverein" in Prag, den „Verein Seehoispiz" in Wien und „Pension.sverein israel. Lehrer" in Prag haben wir insgesamt Kc 1370 verwendet, so daß sich die Gesamtsumme der von uns erteilten Unterstützungen auf Kc 13.360 beläuft. Für kulturelle Zwecke haben wir den Betrag von Kc 1312 aufgewendet. Die Summe verteilt sich auf zwei Vorträge, darunter einen von uns veranstalteten öffentlichen Vortrag .des Herrn Erich Töplitz aus Frankfurt, über „Jüdische Kunstd'enkmäler", weiter auf Bücheranschaffungen und Zeitschriften-Abonnements. Ein Mißerfolg soll nicht verschwiegen werden. Wir haben im vorigen Jahre in engster Anlehnung an unsere Loge eine Jugendgruppe zu organisieren versucht, welcher die Aufgabe zufallen sollte, unsere Jugend mit dem Wesen, den Zielen und den Grundlagen unseres Bundes vertraut zu machen. Wir wollten dadurch eine Jugend erziehen, die dann später brauchbares Material für unseren Bund bilden könnte. Der vorjährige Jahresbericht glaubte diesen Versuch schon als gelungen beizeichnen und ihn den übrigen Logen zur .Nachahmung empfehlen zu können. Heute. müssen wir zugeben, daß diese Gründung mißlungen ist. Der kommende Beamtenrat wird zu erwägen haben, ob diese Gründung endgültig aufzugeben oder mit Vermeidung der vorjährigen Fehler zu wiederholen ist. An jedem sitzu'ngsfreien Samstag kamen die Brüder im Logenrauni zu geselligen Zusammenkünften zusammen und wir können mit Befriedigung konstatieren, daß diese inoffiziellen Zusammenkünfte im Gegensatz zu früheren Jahren in der Regel gut besucht waren. In diesen Sitzungen wurden laufende Tagesfragen besprochen. Wiederholt nahmen daran auch die Frauen teil, wobei zweimal Referate gehalten wurden. Am 29. Feber sprach der w. Präsident über die „Frage der Frauenlogen" und am 27. September Br. Expr. Dir. König über das Thema „Sollen die Frauen als gleichberechtigte Mitglieder in die Logen aufgenommen werden?" An beide Referate schloß sich eine lebhafte Diskussion an. Um unseren Zusammenhang mit den auswärtigen Brüdern zu stärken, veranstalteten wir am 1. Juni eine Logensitzung in Neubau», die sehr eindrucksvoll verlief und an die sich ein Brudermahl anschloß- Ebenso veranstalteten wir ein Brudermahl anläßlich der Beamteninstal-