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B'nai B'rith · 1925-04-01 · 4 (4.1925) · p. Seite 93

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
4 (1925)
Issue
4 (4.1925)
Date
1925-04-01
Page
Seite 93 (sequence 13)
Language
German
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93 Die Reihenfolge hat nur unwesentliche Verschiebungen erfahren, wie im Vorjahre hat die Loge „Moravia" die Führung und steht die Loge „Karlsbad" an letzter Stelle. Außer der Loge „Moravia" weisen sämtliche Logen eine Vermögenssteigerimg auf. Aus den Tätigkeitsberichten der einzelnen Logen, welche in unseren Monatsblättern ausführlich zur Darstellung gelangt sind, sei hervorgehoben: Die Loge „U n i o n" geht daran, sich ein eigenes Heim zu schaffen. Seitens der Brüder wurden bereits Anteilscheine im Betrage von Ke 300.000.— gezeichnet, sodaß nicht nur der Kaufpreis sondern auch ein Teil des Adaptierungsaufwandes gedeckt sind. Die Loge hat eine Reihe von Vereinen durch Beiträge unterstützt; dem Orts verbände der jüdischen Fürsorgezentrale ist sie selbst als Mitglied beigetreten und hat alle Brüder verpflichtet, Mitglieder der Zentrale zu werden. Die Marienbader Logenbrüder haben 42 reichsdeutschen Kindern einen unentgeltlichen Ferienaufenthalt ermöglicht. Die Marienbader Zusammenkünfte in der Kursaison erfreuen sich regen Zuspruches. Die Loge „B o h e m i a" hat ihre Vortragsordnung nach einem Vorschlage ihres Präsidenten unter dem Obertitel „Vorurteil und Intoleranz" planmäßig eingerichtet. Zur Ehrung ihres verstorbenen Bruders Siegmund Knina hat sie gemeinsam mit der Loge „Praga" eine Stiftung für das Meraner Asyl errichtet und zum Andenken an den verstorbenen Br. Ing. Siegmund Edelstein der Loge „Praga" einen dreijährigen Freiplatz an der jüdischen Gewerbeschule in Mähr. Ostrau gestiftet, Die Loge „Prag a" hat in ihren Referaten insbesondere auf jene Bestrebungen hingewiesen, welche der Völkerversöhnung dienen. In sozialer Hinsicht wurde vornehmlich auf Grund eines Elaborates des verstorbenen Bruders Ing. Edelstein die Berufsumschichtung beraten und ein Freiplatz an der Fachschule in Mähr.-Ostrau errichtet, welcher den Namen „Ing. Edelstein-Stiftung" tragen soll. Die Frauenvereinigung der Prager Logen hat sich auch im Vorjahre auf kulturellem und sozialem Gebiete intensiv betätigt. In ersterer Richtung fanden eine Reihe von Vorträgen statt, in letzterer Beziehung wäre die Betätigung der Frauen bei der Toynbeehalle, die abermalige erfolgreiche Veranstaltung eines Bazars zum Verkaufe der von den Frauen von Brüdern und deren Witwen und Waisen geführten Artikel sowie die Teilnahme an verschiedenen Wohlfahrtsaktionen anzuführen. Die Loge „Karlsbad" beging am 26. Oktober in Anwesenheit zahlreicher Gäste die Feier des 30jährigen Bestandes und gab bei diesem Anlasse eine Festschrift heraus, welche das geistige Leben der Loge seit ihrer Gründung widerspiegelt. Anläßlich dieses Jubiläums wurden 10 Freiplätze für Brüder im jüdischen Hospital gestiftet, 4 für Brüder des VIII. und je 2 für den X., XII. und XIII. Distrikt. Der Witwen- und Waisenfonds wurde um Kc 42.000.— erhöht. Die sommerlichen Zusammenkünfte, welche allwöchentlich vom 27. Mai bis zum 23. August stattfanden, erfreuten sich einer stetig steigenden Teilnahme, insbesondere seitens der Brüder des deutschen Distriktes.

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