B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 4 (4.1925)
- Date
- 1925-04-01
- Page
- Seite 90 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Kc 1.000.— geringer war als im Vorjahre, von Kc 86.563.43 a Kc 102.043.56 gestiegen, hauptsächlich infolge der bei der letzten Großlogentagung bewilligten Erhöhung des Katastrophenfondsbeitrages. Die Höhe der Spenden für unsere Zwecke hält sich noch immer in bescheidenen Grenzen. Die effektiven Ausgaben haben sich von Kc 77.149-49 auf Kc 99.374*63 erhöht; diese Erhöhung ist namentlich durch die Subvention an die neugegründeten Logen (Kc 50.000 gegen Kc 25.000) und durch die erhöhten Repräsentationsauslagen (Kc 18.912-70 gegen Kc 7.861) begründet. Demgegenüber ist es gelungen, die Kanzler spesen trotz der stetig wachsenden Agenda von Kc 30.824-— auf Kc 22.417-— herabzudrücken. Ebenso ist die Bilanz für unsere Zeitschrift eine günstigere, insbesondere durch die Erhöhung der Einnahmen an Bezugs- und Inseratengebühren. Von den sozialen Institutionen, welche die Großloge unter ihren besonderen Schutz genommen hat, seien hier nur zwei hervorgehoben, das Asyl für mittellose kranke Israeliten in Meran und die Jüdische Fürsorgezentrale für den cechoslovakischen Staat. Das Asyl für mittellose kranke Israeliten in Meran hat durch das Hinscheiden des Br. Sigmund Knina, des begeisterten und unermüdlichen Förderers dieser Institution, einen schwer ersetzlichen Verlust erlitten. Br. Knina hat einerseits in allen Kreisen für dieses sein Lieblingskind geworben, andererseits durch Unterbringung im Asyl manches bedrohte Menschenleben gerettet. Wieviel Zeit und Arbeit Br. Knina hierauf verwendet hat, geht am besten daraus hervor, daß ich, von dem Bestreben geleitet, die Verbindung zwischen unserer Großloge und dem Asyl aufrechtzuerhalten, zwei Brüder, u. zw. den Br. Expr. Langendorf (Praga) und den Br. Lion (Bohemia) mit den bisher durch Br. Knina versehenen Funktionen betrauen mußte. Meine Anregung auf Förderung dieser aus dem Schöße unseres Distriktes hervorgegangenen segensreichen Wohlfahrtseinrichtung hat bei allen Logen des Distriktes das nötige Verständnis gefunden und die Beitragsleistung unserer Logenbrüder hat gegenüber dem Vorjahre eine weitere wesentliche Erhöhung erfahren. Überdies ist es mir gelungen, auch die deutsche Großloge zu einer intensiven Agitation für das Meraner Asyl zu veranlassen; die Großloge selbst hat einen Beitrag von 500 Mark gewidmet. Die Jüdische Fürsorgezentrale für den cechoslovakischen^ Staat konzentriert nunmehr ihre Arbeit auf jene Gebiete, welche insbesondere unsererseits als das eigentliche Arbeitsfeld derselben in Aussicht genommen waren, auf die Organisierung und Zentralisierung der jüdisch-sozialen Arbeit. Nach wie vor hat sie hiebei mit einem passiven Widerstande der Organisationen und mit einem mangelnden Verständnisse zahlreicher Kreise zu kämpfen, die lediglich, bemängeln, ohne positive Vorschläge zu erstatten. Der Beschluß der letzten Großlogentagung auf Förderung der Jüdischen Fürsorgezentrale hat in den Logen nicht das erhoffte Echo gefunden. Seitens keiner der Distriktslogen ist irgend eine Anregung nach dieser Richtung hin erfolgt; in materieller Beziehung haben neben den Prager Logen, bei denen das Interesse allerdings