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B'nai B'rith · 1925-03-01 · 3 (3.1925) · p. Seite 74

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
4 (1925)
Issue
3 (3.1925)
Date
1925-03-01
Page
Seite 74 (sequence 18)
Language
German
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74 In geselliger Hinsieht fanden außer den bereits oben erwähnten Veranstaltungen besondere Brudermahle unter Zuziehung der Angehörigen nach allen Logensitzungen statt, bei denen neue Mitglieder eingeführt oder Gastvorträge gehalten wurden. Allein auch sonst kamen die Brüder nach den Logenabenden zwanglos zusammen. Die in Aussig, Brüx und Tetschen-Bodenbach wohnenden Brüder kamen regelmäßig zusammen, um im engeren Kreise Logenangelegenheiten zu besprechen. Jahresbericht der Frauenvereinigung der Prager Logen. Das neue Vereinsjahr begann offiziell mit der Mitgliederversammlung am 31. Jänner, die den Vortrag des Herrn 'Prof. Golinsky: „Das Judentum an der Wende unserer Zeitrechnung" brachte. Dieser Mitgliederversammlung waren zwei Ausschußsitzungen vorausgegangen. Am 10. April folgte die zweite Mitgliederversammlung mit dem Referate des Herrn Prof. Dr. Starkenstein: „Das Verhältnis der Frauenvereinigung zu den Logen". In diesem Referate wurde nicht nur unsere Arbeit, sondern auch die Art unserer Mitgliedschaft einer strengen Kritik unterzogen. Wer bei dieser Versammlung anwesend war. wird sich erinnern, welches Für und Wider, welche verschiedenartigen Ansichten das Referat hervorgerufen hatte. An jenem 10. April wurde trotz lebhafter Debatte keine Entscheidung getroffen, vielmehr in einer nächsten Vollversammlung — wenn dieser Name auf unsere Mitgliederversammlung angewendet werden darf — beschlossen, über die Art der Rekonstruktion zu entscheiden. Diese Versammlung fand auch am 21. Oktober statt: verlief in (1er Debatte — ebenfalls ziemlich erregt — und endete mit dem Beschlüsse, daß hinsichtlich der automatischen Zugehörigkeit unserer Mitglieder zur Vereinigung nichts geändert werde. Schließlich versandten wir eine Reihe Zirkulare, die als Erfolg die Anmeldung mehrerer bis jetzt an unserer Tätigkeit w7enig oder gar nicht interessierter Schwestern zur Folge hatte. Die Arbeit des Geschäftsausschusses war fast ausschließlich soziale Arbeit und wird es auch weiterhin sein. Es bleibt wohl auch im neuen Vereins jähre bei den bestehenden Komitees, das sind das soziale, das. Bazar-, das Geselligkeits- und das Toynbeehalle-Komitee. Ich möchte bei dieser Gelegenheit den Schwestern danken, die unseren Toynbeehalleabenden ihre Zeit — unaufgefordert — regelmäßig geopfert und uns mit allem versehen haben, was uns die Bewirtung von durchschnittlich 200 bis 250 Personen pro Abend ermöglicht hat. Gleichzeitig bitten wir alle anderen Damen um ihre Beteiligung. Wenn es schon nicht durch, den Dienst an den Vortragsabenden geschehen kann, so wenigstens durch Zusendung der zur Bewirtung notwendigen Materialien. Diese Veranstaltung ist für gewisse Kreise ein dringendes Bedürfnis geworden: dafür spricht der jedesmal bis aufs letzte Plätzchen gefüllte Saal. Prof. Flusser, der Obmann des Komitees, berichtete in einer Sitzung von Briefen aus den Kreisen der Besucher, die voll Dank und Anerkennung sind und gleichzeitig die Freude ausdrücken, die ihnen jeder einzelne Abend schafft. . Es besteht der Plan, Kindernachmittage zu veranstalten. Diese Heimnachmittage, die vorläufig als Probeeinführung gedacht sind, sollen einmal in vier Wochen Kindern aus den Kreisen der Toynbeehallebesucher durch belehrende und unterhaltende, ihrem Alter entsprechende Vorträge Freude, Anregung und Abwechslung schaffen. Die Vortragenden sollen aus den Kreisen der jugendlichen Intelligenz stammen, die Vorträge sollen einfach und für Kinder leicht verständlich sein und sollen auch nicht ganz des jüdischen Hintergrundes entbehren, weil jetzt dem jüdischen Religionsunterrichte von Seiten der Schule und mancher Eltern herzlich wenig Beachtung geschenkt wird. Das Komitee denkt sich die Veranstaltung so, daß es keine Scheidung der Klassen geben

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