B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 3 (3.1925)
- Date
- 1925-03-01
- Page
- Seite 71 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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71 c) Das Technikerheim hat über 40 Technikern Aufnahme geboten- Diese Erweiterung der Tätigkeit war dadurch möglich, daß der Freitischverein dem Technikerheime einen seiner Säle zur Verfügung gestellt hat. d) Der israel. Mädchen-Freitisch- und Fürsorgeverein arbeitete im Anschlüsse an den Verein „Jüdische Waisenheime", indem er die Mittel aufgebracht hat, um einige Mädchen, welche dem für die Unterbringung im Waisenheime maßgebenden Höchstalter bereits entwachsen sind, unterzubringen. Zu bemerken ist, daß im Vorstande der Vereine „Jüdische» Waisenheime" und des israel. Freitischvereines in überwiegender Zahl Brüder unserer Loge tätig sind, desgleichen haben im Kuratorium des Technikerheimes Brüder unserer Loge Einfluß auf die Führung des Vereines. Der Mädchen-Freitischverein wird von Frauen, darunter zum Teile auch von Schwestern unserer Loge, geleitet, wobei die Brüder nötigenfalls mit Rat und Tat behilflich sind. Was die Betätigung der Frauen anbetrifft, wurde bereits auf den Vorträg der Schwester Sinaiberger hingewiesen. Abgesehen hievon haben unsere Schwestern sich intensiv an den Vorbereitungsarbeiten für die geplante Aktion zu Gunsten der deutschen Kinder beteiligt, leider kam es bekanntlich nicht zur Ausführung des Projektes. Von der Betätigung eines Teiles der Schwestern im israel. Mädchen-Freitischverein und Fürsorgeverein war bereits die Rede. An den sitzungsfreien Samstagen fanden Teeabende statt, welche durchwegs nicht minder anregend waren, als die Sitzungsabende und an welchen auch die 1. Schwestern teilnahmen. Wie alljährlich fand auch heuer ein repräsentativer Damenabend statt, welcher einen vollen gesellschaftlichen und künstlerischen Erfolg brachte. Von wichtigen prinzipiellen Beschlüssen seien folgende hervorgehoben: In der Frage der Witwen- und Waisenversorgung wurde der Beschluß eines Pilegerkomitees gefaßt, dessen Obmann jährlich vom Präsidenten in gleicher Wieise wie die übrigen zu ernennenden Funktionäre der Loge ernannt wird, weiters wurde das seinerzeitige Komitee zur Behandlung der Witwen- und Waisenversorgungsfrage wieder ins Leben gerufen. Ein weiterer Beschluß hatte die Anregung der Einberufung eines Weltbrudertages zum Gegenstand. Es wurde der Beschluß gefaßt, von den geplanten Sonntag-Nachmittagssitzungen Abstand zu nehmen: mit diesem Beschlüsse im Zusammenhange stehen die Beschlüsse der Znaimer und Proßnitzer Brüder auf regelmäßige Delegierung von Brüdern zur Logensitzung. Einer der wichtigsten Beschlüsse unserer Loge war der, einen Empfang zu Ehren des Br. Präs. Dr. W ei z mann zu veranstalten, welcher Beschluß auch zu Beginn des Jahres 1925 in überaus glänzender Weise zur Ausführung gelangte. Nicht unerwähnt soll auch die Wirksamkeit der Loge zu Gunsten der Jerusalemer Universitätsbibliothek bleiben. Ein Bruder unserer Loge, Br. Dr. Oskar Donath, steht an der Spitze der allgemeinen in Brünn geschaffenen Organisation zur Förderung dieser Bibliothek. Was schließlich die Mitgliederbewegung anbetrifft, seien folgende Daten angeführt: Wir sind in das Jahr 1924 mit einem Mitgliederstande von 177 Brüdern eingetreten. Hievon wurden uns 4 liebe Brüder durch den Tod entrissen, u. zw. die Br. Alfred Pollak, Siegmund Hofmann, Alexander Weiß und Gustav Eisner. Drei Br., nämlich die Br. Josef Müller, Dr. Alexander Weiß und Rudolf Münch, sind mit Abgangskarte aus der Loge ausgetreten, drei andere Herren ohne Abgangskarte. Diesem Ausfalle von zehn Brüdern steht die Neuaufnahme von 17 Brüdern gegenüber. Der Mitgliederstand beträgt somit derzeit 184 Brüder. »Freundschaft« <Teplitz>. Der Termin wurde am 5. Jänner 1924 mit der Installierung der neugewählten Beamten durch Br. Expr. Dr. Gintz der w. „Bohemia" eröffnet. Zu Beginn des Termines zählte die Loge 120 Brüder. Neuein-