B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 2 (2.1925)
- Date
- 1925-02-01
- Page
- Seite 51 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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51 Umschau. Zur Beachtung! Alle, die Redaktion und Verwaltung der „B'nai B'rith"-Monat8hefte betreffenden Zuschriften und Reklamationen sind an die Großloge Prag richten. IL, Rüzova 5, zu Musikalsch - deklamatorischer Abend. Mit einem musikalisch-deklamatorischen Programm wurde die erste künstlerische Veranstaltung der beiden Prager Logen „Bohemia" und „Praga" im heurigen Jahre bestritten. Zur Mitwirkung wurden zwei Künstler herangezogen, deren Namen allein schon einen Erfolg verbürgten. Mirjam S c h n a b e 1 - H ö f 1 i c h, die bekannte Vortragskünstlerin aus Wien, und Stefan C h o d o u. n Si k y, Heldenbariton des tschechischen Nationaltheaters in Prag. In drei Abteilungen trug Mirjam Schnabel antike, klassische und moderne Dichtungen in blendender, fein durchgearbeiteter Form vor, die Begeisterung der Anwesenden von Abteilung zu Abteilung steigernd. Mit der ihr eigenen persönlichen Wärme nahm sich Frau Schnabel ihres umfangreichen Programme« an und schöpfte durchgeistigt den Gehalt der Dichtungen bis zur Neige aus. Mit großem Beilfall und erst nach Gewährung einer Zugabe wurde die Künstlerin vom Vortrags tisch© entlassen. Eüne Überraschung brachte der musikalische Teil des Abendes. in dessen Mittelpunkt drei Lieder standen, die von unserem 1. Bruder Julius B u n z e 1 - F e d e r n gedichtet, und vertont und vor etlichen Jahren sclioh bei Em. Wetzler, Prag, erschienen sind. Bunzels Lieder zeichnen sich durchwegs durch eine gesunde Melodik aus, die sich willig ins Ohr legt. Die Begleitung untermalt ungekünstelt den Stimmungsgehalt der wirkungsvollen Gedichte. Das Lied „Frühling" atmet kräftige Naturstimmung, die Ballade „Studentenlied", nach einer Erzählung aus dem Revolutionsjabre 1848, hält den epischen Ton wirksam fest und findet für den vaterländischen Aufschwung der Seele packende Töne. Das Lied „Laßt brausen die Räder" ist ein Stück sozialer Lyrik und hat schon weite Verbreitung gefunden. Es ist bemerkenswert,'daß Br. Bunzel-Federn schon vor Jahren sich zu einem solchen Stoffe hingezogen gefühlt hat, der gerade in den Jahren nach dem Umstürze eine ganze Reihe hervorragender Komponisten inspiriert hat. Stefan Chodounsky— ein ehemaliger Schüler Br. Prof. Wallersteins — hat den Kompositionen .nicht nur seine schöne, wohlklingende Stimme geliehen, sondern sich in der anerkennenswertesten Weise in den textlichen und musikalischen Teil der Lieder vertieft. Außer diesen Liedern .sang Chodounsky noch die Arie des Pfemysl aus der Oper „Libuse" und Wotans Abschied aus der „Walküre". Der Sänger wurde mit reichem Beifall bedankt. Am Klavier waltete Br. Prof. Wallerstein seines Amtes mit bewährter Anpassungsfähigkeit an verschiedene musikalische Stile und hatte kein geringes Verdienst an dem künstlerisch einwandfreien Verlauf des Abends. th. ry. Proßnitz. Die regelmäßigen Sitzungen der Proßnitzer Brüder finden an jedem Mittwoch in der Lesehalle des Deutschen Hauses statt. Personalnadiriditen. Neueinführunsen. Bei der w. „Allianz" (11. Jänner 1925): Ludwig Beinkoles, Kaufmann, Neuhaus, Otto Fantl, Kaufmann, Neuhaus, Dr. Gustav F r e u n d, Kinderarzt, Budweis, Jakob Gans, Kaufmann. Budweis, Adolf K a u d e r, Kaufmann, Jindf. Hradec, Leopold Ken de, Kaufmann, Budweis, Siegfried Ken de, Kaufmann, Budweis, Rudolf L ederer, Kaufmann, Budweis^ Dr. Stanislaus Velden, Arzt, Ceske Velenice. Bei der w. „S i 1 e s i a" (18. Jänner): Siegfried Lustig, Kaufmann, Troppau. Dr. Sigmund Langsc.hu r. Professor, Jägerndorf. Dr. Sie gm und Bimst ein, Oberlandesgerichtsrat, Neu titsch ein.