B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 9 (11.1924)
- Date
- 1924-11-01
- Page
- Seite 226 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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An Deinen Ufern blüh'n und ranken Der Blüten köstlichste empor. Befruchtet vom B. B. Gedanken Erstrahlt der blumenreichste Flor. Sie nähren sich vom Sonnenlichte Und streben auf zur Himmelshöh', Gar wunderherrlich sind die Früchte, Drei Arten sind's: W. B. u. E. Wohlwollen, Eintracht, Bruderliebe, Wie habet Ihr Euch treu gesellt Und neue, immergrüne Triebe Getragen in die große Welt, In eine Welt der bittren Tränen, Voll Tücke und voll Hinterlist, Wo man vor lauter Liebessehnen Die Nächstenliebe selbst vergißt. Wo man des Geistes edle Schätze, Statt sie dem Liebeswerk zu weih'n, Vergeudet nur zur Judenhetze: Der Rassenhaß soll Losung sein. Doch wenn auch spotten ihre Lieder, Aus hohler Brust kommt hohler Sang. Wir stehen mitten drin als Brüder, Der Haßgesang macht uns nicht bang. Wir sind B'nai B'rith, ein sturmerprobter, ein mächtig stolzer Ozean! An unseren Ufern brüllt und tobt er, Der Feinde mächtiger Orkan. Er peitscht uns auf zum Wellenschlage Mit immer neuem Argument, Doch wächst in uns von Tag zu Tage Das ungebrochene Element. So seh'n wir bei der heut'gen Feier, Die unsere ., Karlsbad" begeht, So manches Bächlein, das in treuer Gemeinschaft zu dem Vater steht. Seit dreißig Jahren schafft und waltet Die ,.Karlsbad" zu Ehr und Ruhm, Sie hat stets ihre Kraft entfaltet Für Bruderlieb und Menschentum. Im Zeichen dieser Ideale Schuf sie so manche gute Tat, Wozu sie stets aus ihrem Grabe