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B'nai B'rith · 1924-05-01 · 5 (5.1924) · p. Seite 131

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
5 (5.1924)
Date
1924-05-01
Page
Seite 131 (sequence 15)
Language
German
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131 gegründet, zu welchem jeder Bruder im Jahre 1924 einen Beitrag von Kc 10.— monadich zu leisten hat; nebstdem schlössen sich viele Brüder der Aktion für das Meraner Asyl an. Vorbereitet wird das 30jährige Stiftungsfest und ein allgemeiner Brudertag, der für Juni 1925 geplant ist. Die w. „P h i 1 a n t h r o p i a" hat sich eingehend mit der Frage der Einführung von Absenzgebühren und der Selbstbesteuerung der Kandidaten und Brüder zu Gunsten des Witwen- und Waisen-Reservefondes befaßt. Die Brüder in Trautenau und Umgebung, welche zu überwiegendem Teile der Loge „Philanthropia" angehören, halten regelmäßige Zusammenkünfte ab, beteiligen sich aber auch an Logensitzungen in Reichenberg. Auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge wurde der Studentenfürsorge besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Tätigkeit der w. „M o r a v i a" war einigermaßen durch die ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse Mährens behindert. Neben den normalen Sitzungen wurden an sitzungsfreien Tagen Teeabende, überdies auch eine Logensitzung in Znaim abgehalten. Die w. „S i 1 e s i a" hat im Laufe des verflossenen Jahres ihr 25jähriges Jubiläum gefeiert und aus diesem Anlasse, soweit es möglich war, dieselben Beamten gewählt, die bei der Gründung der Loge fungierten. Das Jubiläum selbst wurde am 14. Oktober in Anwesenheit des gesamten Generalkomitees und einer großen Anzahl auswärtiger Gäste begangen. Die Loge hat verschiedene neue Fonde gegründet, unter anderen einen „Dr. Theodor Sonnenschein-Fond" anläßlich des siebzigsten Geburtstages ihres mittierweile verstorbenen Führers, einen „Max Löwy-Fond'c und einen „Jubiläum -Fond" zur Unterstützung notleidender Brüder und deren Witwen und Waisen, im Betrage von Kc 36.000. Zur Verteilung gelangten 5 Stipendien im Betrage von je Kc 500.—. Anläßlich des Jubiläums wurde eine Festschrift ausgegeben und an alle Distriktslogen versandt. Die w. „A11 i a n z" hat den Versuch unternommen, eine Jugendgruppe zu gründen, welcher neben Töchtern und Söhnen von Brüdern, im Alter von 15 und 18 Jahren, auch gleichaltrige Kinder von Nichtbrüdern angehören, die unter Leitung eines besonderen Komitees ihre Tätigkeit bereits begonnen haben. Die w. „Freundschaft" hat für die Ergänzung des Witwen- und Waisenfondes einen Betrag von Kc 85.000.— gesammelt; überdies wurde die Gründung eines Spar- oder Darlehensfondes in der Loge in Erwägung gezogen. Die Frauenvereinigung der w. „Freundschaft" umfaßt alle Frauen der Logenbrüder. Die Frauenvereinigung hat im Berichtsjahre regelmäßige Zusammenkünfte abgehalten, bei denen Vorträge teils von Brüdern, teils von den Frauen selbst gehalten wurden. In charitativer Hinsicht hat die Frauenvereinigung sich überaus bewährt und insbesondere beim Ferienheim und beim Hospital werktätig mitgeholfen. Obmännin ist Schw. Mella Polacek, deren Stellvertreterin Schw. Reichel. Unter der Patronanz der Frauenvereinigung steht der Brautausstattungsverein, welcher im Berichtsjahre mehreren armen jüdischen Bräuten Geldzuwendungen zur Aussteuer gewährt hat.

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