B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 3 (3.1924)
- Date
- 1924-03-01
- Page
- Seite 77 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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77 Br. Mentor Dr. Ha im: Einige Bemerkungen über den Antisemitismus (inoff. Sitzung). Br. Expr. Dr. Schneider: Bericht über die Sitzung des s. w. G. K. in Troppau am 14. Oktober 1923. Br. Dr. Grün fei d: Zide v ceske literatufe. Br. Expr. Dir. König: Ist der Palästinaaufbau durchführbar? Die Loge hat auch den im vergangenen Jahre ergangenen Ruf von verschiedenen Wohltätigkeitsvereinen, Kranken- und Waisenhäusern, sowie von privaten Personen, soweit es nur irgendwie möglich war, nicht unberücksichtigt gelassen und auf diese Weise an Außenstehende Unterstützungsbeiträge im Gesamtbetrage von über 6000 Kc gewährt. Für die Unterstützung nach innen, d. h. an notdürftige Brüder und an Witwen und Waisen nach verstorbenen Brüdern wurde ein Betrag von 6400 Kc verwendet. In diesem Betrage ist die für die notleidenden Brüder des VIII. Distriktes zum Teile aus den Mitteln der Loge, zum Teile durch eine Sammlung unter den Brüdern aufgebrachte und in zwei Raten im Wege der s. w. Großloge ihrem Zwecke zugeführte Summe von 13.000 Kc nicht inbegriffen. Den unter der Patronanz der Loge stehenden Wohlfahrtsinstituten, dem israel. Freitisch verein und dem Chanukkah-Verein in B. Budweis, lassen wir in ungeminderter Weise, wie in den Vorjahren unsere werktätige Unterstützung angedeihen. Der israel. Kultusgemeinde in B. Budweis haben wir unseren inoffiziellen Sitzungssaal, dem jüdischen Wanderbund Blau-Weiss unser Beamtenzimmer zwecks Unterbringung seiner Bibliothek zur Verfügung gestellt. Für die Werke der kulturellen Tätigkeit haben wir durch Eintritt unserer Loge oder einzelner Brüder als Mitglieder, sowie Gewährung von außerordentlichen Spenden und Beihilfen nahezu 2000 Kc aus den Mitteln der Loge gewidmet. Ferner haben wir für die eigene Bibliothek und Zeitschriftenabonnement einen Betrag von etwa 1000 Kc verwendet. Gemeinsam mit unserer Schwestervereinigung setzen wir die Obhut über die in unserer Gemeinde ansässigen drei erblindeten Glaubensgenossen polnischer Staatsbürgerschaft fort und es ist unseren Bemühungen gelungen, für diese Leute, für die eine Ausweisung aus dem Gebiete der Republik katastrophale Folgen zeitigen würde, die Zusicherung der Stadtgemeinde Budweis zu erlangen, sie in den Heimatverband dieser Gemeinde für den Fall der Erwirkung der tschechosl. Staatsbürgerschaft aufzunehmen und es sind auch bei der zuständigen Behörde von uns entsprechende Schritte eingeleitet worden, damit ihnen die Einbürgerungsurkunde verliehen werde. Die Loge hat schließlich den Versuch unternommen, eine Jugendgruppe zu gründen, der nicht bloß Söhne und Töchter im Alter zwischen L5 und 18 Jahren von Brüdern, sondern auch von Nichtbrüdern angehören und die unter Leitung eines besonderen Komitees ihre Tätigkeit bereits begonnen hat. Die Loge hat an allen freudigen und traurigen Ereignissen, welche die Bruderlogen oder die einzelnen Brüder betrafen, regsten Anteil ge-