B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 2 (2.1924)
- Date
- 1924-02-01
- Page
- Seite 60 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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60 Er nahm die Einführung "zweier Kandidaten und die Installierung der Beamten vor. Bei diesem doppelten Anlaß hielt er gedankenreiche Ansprachen voll wertvoller Anregungen. In Anwesenheit der Frauen und Angehörigen der Brüder wurden 5 Vorträge gehalten. Es sprachen: Br. Dr. Ismar Freund aus Berlin über „Die Psychologie des Judenhasses". Br. Felix Saiten Schriftsteller in Wien über „Richard Wagner und das deutsche Schicksal". Arno Nadel, Schriftsteller in Berlin über: „Chinesische und laot5isch2 Philosophie". Br. Expräs. Ing. Rudolf Teltscher: „Aus dem alten und neuen Rom". Schwester Frau Hedwig Schulhof über: „Heinrich Heine als Mensch und Bekenner". Ein reges verheissungsvolles Leben herrschte im Kreise der Brüder in Trautenau und Umgebung, die sich zusammenschlössen und in monatlichen Zusammenkünften Beratungen pflogen. Um den Kontakt mit der Loge noch inniger zu gestalten, erscheinen in dere Regel 1—2 Delegierte der dortigen Brüder in der Sitzung. Auch erhalten sie die Abschrift der Protokolle. Im Frühjahr hielt Br. Präs. Prof. Dr. Emil H o f m a n n in Trautenau einen Vortrag über „Ziele und Zwecke des Bundes". Zum Brudermahle wurden auch die Frauen zugezogen. Bei diesem Anlaß las der Berliner Schriftsteller Arno Nadel aus seinen eigenen Dichtungen vor. Wir hegen die berechtigte Hoffnung, daß das begeisterte Interesse der Brüder in Trautenau nicht nachlassen, sondern sich vertiefen wird. Ein Beschluß, der in Anlehnung des Antrages von Br. Walter Ostheim über Antrag des Br. Dr. Peres gefaßt wurde, verdient besondere Erwähnung, weil er wichtig und auch über unseren engen Kreis hinaus von Interesse ist. Es ist der Beschluß, eine freiwillige Selbstbesteuerung zu Gunsten des Witwen- und Waisenreservefonds nicht nur bei den Kandidaten, sondern auch bei allen Mitgliedern der Loge durchzuführen. Wir dürfen von dieser Aktion, die bereits im Gange ist, eine wesentliche Stärkung dieses wichtigen Fondes erwarten. Die Frage des Vereinslokales hat uns manche Sorge bereitet. Dank der umsichtigen Bemühung des Br. Expräs. Ing. Rudolf Teltscher können wir in unserem schönen bisherigen Lokal verbleiben. Auch der Arbeit des zur Lösung dieser Frage bestellten Komitees, sowie der Intervention der Br. Expräs. Dr. Wilhelm Schnürmacher und Leo Levitus beim Abschluß des neuen Mietsvertrages sei dankbar gedacht. Was die Übung der Wohltätigkeit anlangt, so wurden für Unterstützungen und Subventionen an Außenstehende Kc 32.572 verausgabt. Darunter ist auch die bisherige Deutschlandsspende im Betrage von Kc 21.000, sowie eine Jubiläumsspende für das Prager Knabenwaisenhaus im Betrage von Kc 2000.— enthalten. Diesem flössen außerdem anläßlich seines 25jährigen Bestandes von den Brüdern Jubiläumsgaben zu. Zur Förderung des Waisenhauses sowohl, wie des israel. Genesungsheimes