B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 1 (1.1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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6 für jedes Kind ein Pfleger bestellt wurde, von denen ein einziger Nichtbruder sei, und daß die Höhe der Monatsbeiträge mit Ausnahme der in Waisenhäusern untergebrachten Kinder in der allerjtingsten Zeit auf 300 K herabgesetzt werden mußte. Auf der letzten Großlogentagung sei bekanntlich beschlossen worden, daß das h. w. Exekutivkomitee gebeten werden solle, die Fürsorge für unsere Kriegswaisenkinder in Fällen, wo dies für die Kinder dringend notwendig erscheine, insbesondere aber bei den Kindern, die bei ihrer Aufnahme in die Aktion das 12. Lebensjahr bereits erreicht oder überschritten hätten, bis zum vollendeten 15. Lebensjahre zu erstrecken. Tatsächlich sei uns über unser diesbezügliches Einschreiten umgehend die Mitteilung geworden, daß dieseErStreckung füi die in Frage kommenden Kinder (4 Knaben und 3 Mädchen) bewilligt wurde. Von den auf der Pflegerversammlung aufgestellten Grundgedanken und gegebenen Anlegungen wiederhole er: 1. daß das Geld nicht engherzig bloß für das betreffende Kind verwendet zu werden brauche, 2. daß der Pflegei oder eine dazu bestimmte Schwester von Zeit zu Zeit die Familie des Kindes besuchen solle, um sich von den Verhältnissen persönlich zu überzeugen, 3. daß speziell Knaben, wenn Geld dazu übrig bleibe, Englisch lernen sollen, and 4. daß die Pfleger, ehe sie im Sommer verreisen, rechtzeitig für eine Vertretung oder eine entsprechende V01 kehrung (Anweisung des doppelten Betrages) Vorsorgen sollen. Was die schwebenden Fragen der Großloge selbst angehe, so erwähne er zunächst die Frage des Kontaktes mit dem deutschen und dem östeireichischenDistrikte. Auf der letzten Großlogentagung sei bekanntlich beschlossen worden, einstweilen dem Vorschlage des deutschen Distriktes zuzustimmen, wonach die G.-K.-Sitzungen der 3 Distrikte abwechselnd alljährlich von Delegierten der 2 anderen Distrikte zu besuchen wären, so zwar, daß jeder Distrikt darnach in drei Jahren emmal die Vertreter der beiden anderen bei sich sehen würde. Auch der Wienei Distrikt habe sich diesem Vorschlage angeschlossen und seinerseits angeregt, daß, wenn es zum Zusammentritte der geplanten gemeinsamen Delegation käme, die erste Zusammenkunft in Prag stattfinden solle. Die deutsche Großloge habe auch dieser Anregung zugestimmt, unter der Voraussetzung, daß die Einladung nebst Tagesordnung mindestens 4 Wochen früher eingeschickt würde. Dies sei nun diesmal leider nicht möglich gewesen. Überdies hätte auch das mehr interne Programm und die Rücksicht auf die Valutaveihältnisse dazu bewogen, für diesmal von einer solchen Einladung abzusehen. Er wolle noch hervorheben, daß bei dem letzten Besuche des Br. Großsekretärs und der BBr. Expräsidenten Dr. Feith und Dr. Sonnenschein inWien der Wunsch nach einem engeren Kontakte zwischen den beiden Großlogen von beiden Seiten zu lebhaftem Ausdrucke gekommen ist. In der Frage der Mischehen könne er die Mitteilung machen, daß die diesfalls von der Hauptversammlung der Großloge vom