Ha- Meʾasef
- Journal
- Ha- Meʾasef
- Volume
- (1809-1810) תקע (1809)
- Issue
- Deutsche Zugabe zu dem dritten Heft des zweiten Jahrgangs der Hebräischen Zeitschrift: המאסף (der Sammler)
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9582265-9596590-9596874--3823-9596879- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
r § i Wahne, als wäre die talmudistische Gelehrsamkeit allein zur intellektuellen Vollkommenheit hinlänglich, gänzlich befreiet war. Von ihm heißt es vielmehr (im UasseolieOi SoplirimAbschN. 16.), daß derselbe keine Wissenschaft stehen ließ, um die er sich nicht eifrigst bewarb, keine Sprache, die er nicht studirte; er kannte die Beschaffenheit der Berge, der Hügel, der Thäler (überhaupt was wir zur physikalischen Erdbeschreibung rechnen)» die Naturbeschreibung der Gewächse (Botanik)» der Thiere (Zoologie) u. s. w., u. s. w. Denn er wußte wohl, setzt der Talmud hinzu, daß alle diese Wissenschaften Mittel sind, desto besser und sicherer in den Geist der göttlichen Gesetze eindringen zu können. Dasselbe berichtet der Talmud auf andern Stellen (in KrttKra, Snoea) von seinen Schülern. Sein Grundsatz war: We_r seine Kenntnisse nicht vermeh r f» d e r vermindert sie; wer aber roh und unwissend bleibt, verdient nicht zu leben; je mehr Schulen, je mehr Weisheit; je mehr Kenntnisse, je glücklicher leben; wer den Geist mit Wissenschaften bereichert, erwirbt sich Glückseligkeit in dem künftigen Leben.