Ha- Meʾasef
- Journal
- Ha- Meʾasef
- Volume
- תקמה (1784-1785) (1785)
- Issue
- Zweyte Zugabe des Zweyten Jahrganges zu der hebräischen Monatsschrift (המאסף) dem Sammler. (October 1785)
- Date
- 1785-10-01
- Page
- Seite 37 (sequence 37)
- Language
- Hebrew, German
- Belongs to
- journal issue
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Ein hiesiger armer Israelit, der eine kleine Geldes-Summe bey einem Offizier zu fordern hatte, konnte durch alles Mahnen nichts ausrichlen, und sähe sich genökhigt über denselben beym Herzoge zu klagen. Der Herzog hörte die Klage an, versicherte ihn, daß er sein Geld bald bekommen sollte, und frug ferner , wie es mit dem Handel gienge? — Sehr schlecht, Ihre Durchlaucht! war des Juden Antwort, wenn man nichts in Händen hak, kann man nichts gewinnen; ich habe viele Kinder die leben wollen, u. s. f. klagte er Ihm ganz offenherzig seine Noch, wobey Spuren der Ambition und Redlichkeit zu merken waren. Während dem der Prinz die Stube auf und niedecgieng und immer schien als sann Er auf etwas. Als der Mann sicy empfahl um weg zu gehen, begleitete ihn der Prinz bis zu einem Tische, welcher ohnweit der Thüre stand, worauf zwey. Friedrichsd'or lagen. Was ist das, rief der Prinz, meynt er etwa mich mit diesem Golde zu bestechen? —- Der arme Mann erschrack und versicherte zitternd , daß er schon ß'it vielen Monaten nicht eine solche Geldssumme auf einmal beysammen gehabt. Wie käme eö denn sonst hieher? versetzte der Prinz, mein ist es nicht, und ausser uns Beyden war sonst niemand hier, nehm er es nur zu sich, und suche was damit zu gewinnen , ich habe ietzt nicht länger Zeit, ich