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Jüdische Auswanderung · 1938-07-01 · Juli 1938 · p. Seite 24

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Journal
Jüdische Auswanderung
Volume
1938. Bestand LBI
Issue
Juli 1938
Date
1938-07-01
Page
Seite 24 (sequence 28)
Language
German
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Unterschiede zwischen dem Höhengebiet und den tieferen Gegenden sind beträchtlich. Die Winter sind kalt und lang, die Sommer warm, aber nur an wenigen Tagen heiß. 4. Massachusetts hat zumal im Osten veränderliches Klima. Im Frühling herrschen gefährliche Ostwinde. Die Winter sind schwer, an der See milder. Im Sommer kommen bedrückende Hitze- und Trockenperioden vor. Boston hat eine Durchschnittstemperatur im Jahr von 9,7° C, im Januar — 2,3° C, im Juli 22° C, etwa 118 klare Tage. 5. Connecticut hat eine Durchschnittstemperatur von 9,1° C im Jahr, — 3,5° C im Januar, 22° C im Juli. Die Regenmenge ist ziemlich erheblich, bei ebenfalls 118 klaren Tagen. 6. Rhode Island hat ein milderes Klima als die übrigen Neu-England-Staaten; die Niederschläge fallen gleichmäßiger. Die Durchschnittstemperatur beträgt 9,9° C im Jahr, — 2,6° C im Januar, 22,9° C im Juli; die Zahl der klaren Tage ist 135. B. Die mittelatlantischen Staaten 1. Der Staat New York hat kontinentales Klima, nur Manhattan, Long Island, Staten Island stehen unter ausgesprochen ozeanischem Einfluß. Die Winter sind sehr kalt, vor allem im Adirondack-Gebirge im Norden. Minima von — 30° C sind nicht selten. Die Sommer sind heiß und oft durch hohe Luftfeuchtigkeit unerträglich. Sie werden mitunter aber auch im Juni und August von Frösten unterbrochen. Für den Winter sind Glatteis (sleet) und Eisüberzug über Bäume usw. (silver thaw) charakteristisch. Nebel treten besonders im Februar und März auf, Gewitter von Mai bis September. Auch der „Indian Summer" ist häufig ein milder, warmer Herbst nach ersten Frösten, der die Luft mit Höhenrauch füllt und der Landschaft besonders ausgeprägte Farben verleiht. New York City hat eine Durchschnittstemperatur von 11,3° C im Jahr, — 0,6° C im Januar, 23,1° C im Juli. Die Sonnenstrahlung ist fast so stark wie in den Südstaaten, bei 104 klaren Tagen. B u f f a 1 o hat eine Durchschnittstemperatur im Jahr von 8,3° C, im Januar — 4,2° C, im Juli 21° C. Die Schneemenge ist auffallend hoch, mehr als doppelt so stark wie in New York City; 74 klare Tage. 2. New Jersey, der „Gartenstaat", hat ein nach Westen entsprechend der Höhenlage kühler werdendes Klima. Atlantic City hat eine Durchschnittstemperatur von 11,3° C im Jahr, 0,3° C im Januar, 22,2° C im Juli. Kräftige Sonnenstrahlung bei 124 klaren Tagen. 3. Pennsylvanien hat im Südosten mildes Klima. Die Alleghanies schützen das Land vor den nordwestlichen Kälteeinbrüchen, doch ist der Delaware in seinem Unterlauf oft vereist. Die Sommer sind warm und sehr feucht, so daß die Hitze als bedrückend empfunden wird. Im Zentrum des Staates und in der nördlichen Gebirgsgegend sind die Winter hart, aber die Sommer sind trockener und kühler. Pittsburgh hat eine Durchschnittstemperatur von 11,5° C im Jahr, — 0,7° C im Januar, 23,3° C im Juli. Nur 86 klare Tage. C. Die nordöstlichen Zentralstaaten 1. Michigan hat außerordentlich wechselndes Klima. Der Feuchtigkeitsgrad entspricht dem der atlantischen Seestaaten, aber es gibt mehr Sonnentage. Ständige Westwinde sind charakteristisch. Im Westen gehen sehr starke Schneefälle nieder. Von Norden nach Süden des Landes sind starke Temperatursteigerungen festzustellen. Detroit hat eine Durchschnittstemperatur von 9,2° C im Jahr, — 4,2° C im Januar, 22,3° C im Juli und 100 klare Tage. 2. Wisconsin ist wie alle Staaten dieser Gruppe durch starke Temperaturschwankungen — zwischen — 9° C im Januar und 21° C im Juli - und Temperaturstürze gekennzeichnet. Die Sommer sind gleichfalls heiß und feucht, Schwüle und Insektenplage sind die Folge. 3. Ohio hat ein zwar gemäßigtes, aber wechselhaftes Klima. Extreme Kälte wie Hitze kommen vor, doch beide nicht von langer Dauer. Im Norden sind die Winter länger und kälter als im Süden, aber nirgends allzu streng. In der Nähe des Eriesees ereignen sich besonders im Sommer plötzliche Temperaturstürze. Die WTinde, die sie hervorrufen, bewirken aber eine Reinigung der Atmosphäre und machen das Klima im allgemeinen sehr gesund. 4. Indiana hat verhältnismäßig mildes Klima; der Süden besonders starken Regenfall. Die früher dort herrschende Malaria gilt als ausgerottet. Indianapolis hat eine Durchschnittstemperatur von 11,4° C im Jahr, — 2° C im Januar, 24,2° C im Juli. Durchschnittlich 103 Tage sind klar. 5. Illinois leidet gleichfalls unter Temperaturextremen. Die Mississippiwinde bringen Hitze, die arktischen Winde aus dem offenen Norden extreme Kälte. Der Norden (Chicago) ist besonderen Temperaturschwankungen ausgesetzt, die Extreme schwanken hier zwischen 35° C und — 26° C. Chicago hat eine Durchschnittstemperatur von 9,5° C im Jahr, —4,6° C im Januar, 22,5° C im Juli. Die Sonnenstrahlung ist ziemlich kräftig bei 117 klaren Tagen. D. Die nordwestlichen Zentralstaaten 1. Minnesota rechnet zu den gesundesten Ländern der Welt. Im Südosten ist die Temperatur um über 5° C höher als im Norden. Heftige Stürme dauern meist nur einen Tag. Das Klima ist trocken. Minneapolis hat eine Durchschnittstemperatur von 6,9° C im Jahr, — 10,7° C im Januar, 22,4° C im Juli; 108 klare Tage. 2. North Dakota weist große Sommer- und Winterextreme auf, ist aber durch Trockenheit gesund. Bismarck (Seehöhe 512 m) hat eine Durchschnittstemperatur von 4,7° C im Jahr, — 13,2° C im Januar, 21° C im Juli. Die Sonnenstrahlung 58 o/o bei 150 klaren Tagen. 3. South Dakota, der „Sonnenscheinstaat", zeichnet sich durch trockene, kalte, angenehme Winter aus. Von Westen wehen Chinooks überraschend warme pazifische Luft heran. H u r o n hat eine Durchschnittstemperatur von 6,4° C im Jahr, —11,5° C im Januar, 22,1° C im Juli. Die Sonnenstrahlung ist erheblich; 138 klare Tage. 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