Jüdische Auswanderung
- Journal
- Jüdische Auswanderung
- Volume
- 1938. Bestand LBI
- Issue
- Juli 1938
- Date
- 1938-07-01
- Page
- Seite 21 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Stadt Staat Bevölkerung Juden Stadt Staat 363.134 12.000 Uniontown Pennsylvania 76.659 2.200 Utica New York 79.031 3.150 Waco Texas 103.604 2.000 Washing-ton District of Columbia 103.694 2.500 Waterbury Connecticut 13.729 1.000 Waukegan Illinois 115.514 1.350 West Hoboken New Jersey 149.861 12.000 West New York New Jersey 46.346 5.600 White Plains New York 47.690 1.150 Wichita Kansas 207.007 14.000 Wilkes-Barre Pennsylvania 106.837 1.000 Wilmington Delaware 101.161 . 2.000 Winthrop Massachusetts 62.543 1.000 Woodbine New Jersey 290.787 12.000 Woonsocket Rhode Island 122.610 11.000 Worcester Massachusetts 72.350 2.100 Yonkers New York 141.281 2.000 Youngstown Ohio 58.659 4.000 Bevölkerung Seattle Shreveport Sioux City Somerville South Bend South Orange Spokane Springfield Stamford Stockton Syracuse Tacoma Tampa Terre Haute Toledo Trenton Troy Tulsa Union Washington Louisiana Iowa Massachusetts Indiana New Jersey Washington Massachusetts Connecticut California New York Washington Florida Indiana Ohio New Jersey New York Oklahoma New Jersey 19.368 102.633 52.825 485.716 99.902 33.434 43.343 36.941 35.604 111.110 86.507 104.941 16.968 2.164 49.376 196.395 135.123 170.004 2. Das Klima Nordamerikas I. Allgemeine Grundzüge Von einem einheitlichen Klima kann infolge der gewaltigen Ausdehnung des nordamerikanischen Kontinentes nicht die Rede sein. Er erstreckt sich von arktischen Gebieten bis in die Tropen und besitzt alle Formen des Aufbaus und des Klimas. Er umfaßt zugleich sehr kalte und sehr heiße Gebiete, sehr trockene und sehr feuchte. Dennoch hat er infolge seiner geringen Gliederung bestimmte einheitliche Klimaerscheinungen, zumal er mit seinem größten und wichtigsten Teil der gemäßigten Zone angehört. Nimmt man europäische Verhältnisse zum Vergleich, so liegen Boston und Chicago auf der Breite von Rom; New York entspricht Neapel, Philadelphia liegt südlicher als Madrid und Konstantinopel, Washington entspricht Lissabon, St. Louis Athen und New Orleans dem Suez-Kanal! Man darf aber nicht die gleichen Bedingungen voraussetzen, sondern muß durchgängig mit einer um durchschnittlich 10 Grad kälteren Temperatur im Osten Nordamerikas rechnen. Doch entsprechen die hohen Sommerteinperaturen und der Grad der Fruchtbarkeit im allgemeinen der Breitenlage. An der pazifischen Westküste erinnert das Klima an das europäische Mittelmeergebiet. Die Gründe für die klimatischen Besonderheiten liegen im Charakter der angrenzenden Meere und in der Gebirgsgliederung des Landes. Die arktischen Wassermassen im Norden üben einen tiefen Einfluß auf das Klima aus. Im Nordwesten liegt das kalte Bering-Meer, von Nordosten vor allem drücken die gewaltigen Eismassen des Grönlandstromes und des Labradorstromes durch die Hudson-Bay bis tief in das Land. Die wohltätige Wirkung des Golfstromes wird so für die Ostküste weitgehend aufgehoben. Dagegen empfängt die Westküste die wärmenden Wasser der von Japan kommenden Kuro-Siwo-Trift im allgemeinen unbehindert. Ebenso wird die Südküste von warmen Gewässern bespült. Infolgedessen steigen die Temperaturen von Osten nach Westen beträchtlich an. Europa ist durch eine Anzahl von Gebirgsbarrieren in verschiedenartige Klima- und Kulturgebiete zerteilt. Nordamerika besitzt dagegen, wie wir sahen, nur einen wirklich bedeutenden Gebirgszug, die Cordilleren, die parallel der Westküste von Norden nach Süden verlaufen; im übrigen gibt es keine Klima-Barriere. Dies hat zur Folge, daß das Land trotz seiner Lage zwischen zwei Meeren kontinentales Klima mit heißen Sommern, kalten Wintern und starken Temperaturschwankungen besitzt. Denn im Westen wird der die Küste beherrschende pazifische Einfluß rasch durch die Cordilleren abgeschnitten, und im Osten erreichen die warmen Strömungen des Golfstromes selten das Land; nur der Süden hat hier in nennenswertem Maße das ausgeglichene feuchte ozeanische Klima. Im ausgeprägt kontinentalen Osten sind daher die Temperaturschwankungen erheblich größer als im Westen. Von der subarktischen zur subtropischen Zone, von der Labradorküste bis zum Golf, steigt an der atlantischen Küste die Jahresdurchschnittstemperatur um 33° C, an der pazifischen Küste aber nur um die Hälfte. Das Wintermittel schwankt im Osten um 22° C, im Westen um 11° C. Durchschnittlich kann man im Osten mit einem Steigen der Temperatur um I1/40 C pro Breitengrad rechnen. Eine weitere Folge der Landesgliederung ist die Tatsache, daß die kalttrockenen Polarwinde (Northers) aus dem nördlichen Kontinent bis in den Golf von Mexiko dringen, während umgekehrt der Golfstrom seine feuchte warme Luft (Southers) aus dem Golf bis in den hohen Norden sendet. So dringt der winterliche Schnee bis in den subtropischen Gürtel und die Sommerglut bis hoch in den Norden. Durch die Berührung so verschiedenartiger Luftmassen kommt es häufig zu außerordentlich heftigen und plötzlichen Temperaturstürzen, die besonders im Süden als sogenannte killing frosts (d. h. tötende Fröste) vernichtend auf den landwirtschaftlichen Ertrag wirken können. Ueberhaupt sind die weiten offenen Ebenen der gegebene Tummelplatz von Stürmen, die nicht nur in der Nord-Süd-Richtung vorkommen, sondern vor allem von Westen nach Osten im Verlauf von Zyklonen und Antizyklonen ihre Wirbel durch das Land tragen. Von den Temperaturstürzen bleiben nur wenige Gegenden des Landes verschont. Am ausgeprägtesten treten diese Kälte- und Hitzewellen (cold waves and hot waves) in den Hochebenen östlich der Felsengebirge und in Innercalifornien auf. In wenigen Stunden verändert sich die Temperatur um 30—40° C und ruft völlig veränderte Lebensbedingungen hervor. Die J ahreszeiten setzen im allgemeinen unvermittelt ein, die Uebergangszeiten des Frühlings und des Herbstes haben längst nicht den ausgeprägten Charakter wie in Europa. Grundsätzlich ist also in viel stärkerem, Maß mit der Unsicherheit der Temperatur zu rechnen und gegen ihre Einwirkung Vorsorge zu treffen. Dies gilt auch gegenüber den Winden, von denen im Winter die nordwestlichen, im Sommer die südöstlichen vorherrschen. Infolge der sich im gewaltigen Gebiet der Verwaltung und Betreuung von Auswanderervermögen Erstklassige Hausverwaltungen, Liquidationen, Geschäftsverkäufe Empfehlungen Tel.: 864646 Sanierungen, wirtsch. Beratung durch erfahr. Fachmann Dr. jur. ERNST ROSENTHAL, BERLIN, WESTFÄLISCHE STRASSE 85 21