Israelitische Schulzeitung
- Journal
- Israelitische Schulzeitung
- Volume
- 1 (1882). Bestand LBI
- Issue
- 8 (8.1882)
- Date
- 1882-08-01
- Page
- Seite 32 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 32 — liche Lehre (Bibelkunde) b. mündliche Lehre. Erster Theil der Religionslehre: Von Gott und seinen Eigenschaften. Vom Menschen (Unsterblichkeit.) Von der Offenbarung. Vom Reiche des Messias. d. Jüdische Geschichte, zwei Stunden. Die Saboräer. Die Exilarchen und Gaonim: Saadia, Scherira, Hai. Die Karäer. Bekehrung der Chazaren. Juden in Europa: Italien, bei den Franken, bei den Westgothen. — Juden unter arabischer Herrschaft c. 1000—1250. Die Staatsmänner Chisdai b. Isaak und Samuel Ha-Nagid. R. Isaak al-Fassi. Die Dichter und Religionsphilosophen Salomo Gabriol und Jehuda, Ha-Lewi. Die synagogale Poesie. Der Grammatiker und Exeget Abraham Jbn Esra. Die Blüthe der jüdischen Wissenschaft: Moses b. Maimon. Moses b. Rachman. Juden unter christlicher Herrschaft c. 1000—1250. Das Vorwiegen der halachischen Studien. Zunehmende Verfolgungen seit den Kreuzzügen in Deutschland, England, Frankreich, Italien. Der Dichter Eleasar Kalir. R. Gerschom. Raschi und seine Enkel die Tossafisten: R. Jakob Dam und R. Samuel b. Meir. In der Provence die Familien Kimchi (Exegeten und Grammatiker) und Tibbon (Uebersetzer). Juden unter spanisch-arabischer Herrschaft von 1250—1500. Blüthe der halachischen Studien: R. Salonro b. Aderet, Ascher b. Jechiel und sein Sohn Jakob. Tie Mystik: Das Buch Sohar. Verfolgungen in Spanien: Marannen. Isaak Abravanel. Vertreibung aus Spanien und Portugal. Flucht der Juden nach den türkischen Ländern und Italien. Juden unter christlicher Herrschaft c. 1250—1500. R. Meir von Rothenburg. Der schwarze Tod. Verfolgungen in Frankreich und Deutschland. Flucht der Juden in die slawischen Länder. c. Hebräisch, vier Stunden. 1. Grammatik. (S. oben A. 6). Wiederholung. Die Verba V'V und V"V. 2. Uebersetzen der Gebete. Die Bußgebete für die Wochentage. Hallel. Gebete vor und nach der Thoraverlesung an Wochentagen und Sabbathen. Das Mussasgebet für nr^, n"i unb Das Minchagebet für Das Morgenitrtb Mussaph-Gebet für die whw. 3. Bibel, 5. B. M. nebst den Haftarot. Die Bücher Richter, Ruth, i. Samuelis, Klagelieder. Achter Jahrescursns. a. Religion, eine Stunde. Pflichtenlehre. b. Jüdische Geschichte, zwei Stunden. Juden in der Türkei, Italien und Holland 1500—1750. Obadja von Bertinoro. Die jüdischen Buchdrucker, (die Soncinaten). Don Joseph, Herzog von Naxos. Asarja de Rossi. R. Joseph Karo. Der falsche Messias Sabbatai Zwi und die Folgen seines Auftretens. Manaffe b. Israel. Aufnahme der Juden in England. Barnch Spinoza. Juden in Polen und Deutschland von 1500—1750. Tie Synode der Vierländer. R. Moses Jsserles. R. Jomtob Heller. Die Verfolgung des Chmielnicki. R. Sabbatai Cohen (7"^). Wiederaufnahme der Juden in Brandenburg. Geschichte seit 1750. Moses Mendelssohn. Entstehung des Chassidismus. Die Emancipation in Nordamerika, Frankreich, Holland, England, Deutschland. Neue Blüthe der jüdischen Wissenschaft: Zunz, Rappoport, Luzzato. — Frankel, Geiger, S. R. Hirsch, Grätz. e. Hebräisch, vier Stunden. 1. Gebete. Die Gebete für Neujahr und den Versöhnungstag. Die im Gebetbuch enthaltenen und bisher nicht übersetzten Psalmen. Auswahl aus den Sprüchen der Väter. Die Haggada für die Pessachabende. 2. Bibel. Cursorische Wiederholung der Wochenabschnitte. Dazu die Haftarot. Stücke aus II. Sam., den Büchern der Könige, aus Jesaias, den kleinen Propheten und Kohelet. VrraatwvrtUcher Resacteur Dr. 'Jialjmec nt Magoeburg. Druck Schuliiachrichten. Berlin. Von den Berliner Gymnasial-Abiturienten im Jahre 1881 waren dem religiösen Bekenntnisse nach 164 evangel., 48 jüdisch, 2 katholisch. Unter den 48 jüdischen Abiturienten sind 17 Juristen, 16 Mediciner, 7 Philologen. — Von 74 Rea l-Abiturienten waren alle bis auf 5 evangelisch und von diesen 3 jüdisch, je 1 katholisch und anglikanisch. Kempen i/Schl. Im hiesigen Progymnasium ist für die jüdische Religion Dr. Baeks Bibelkunde, in der höheren Töchterschule Sterns Bibel-und Herxheimers Glaubenslehre, in der hebräischen Schule Sonnenburger —• alle drei Schulen leitet in der Religion der hiesige Rabbiner —■ imb in der Simultanschule wird Dr. Jakobsons „heilige Schriften" und M and ns' Glaubens- und Pflichtlehre, also für 4 Schulen eines Ortes auch 4 bez. 6 Bücher eingesührt. Viele Eltern, deren Kinder die verschiedenen Schulen besuchen, haben deshalb auch eine bedeutende Ausgabe und sind sie mit Recht darüber sehr ungehalten. Ich frage: Weshalb sind denn für einen Gegenstand und in einem Orte so viele Bücher im Gebrauch, dürfte nicht ein Buch auch genügen? Der praktische Lehrer kann ja für die höheren Schüler den Gesichtskreis desselben erweitern! Ich erlaube mir deshalb folgenden Vorschlag: Der jüdische Lehrerverein zu Posen und Schlesien führt ein einheitliches jüdisches Religionsbuch für Posen und Schlesien ein bei folgender Beachtung: I. Abschnitt. Bibel. 1) Die Erzählungen seien schlicht (Sonnenburger giebt manchen Wink) und die Absätze derselben seien numerirt. 2) Die biblischen Namen deutsch (die Urtextnamen vielleicht in Parenthese). 3) Die Geschichtszahlen bei jeder Geschichte. I>. Abschnitt. 4) Jüdische Geschichten vom Brbelabschluß bis zur Gegenwart. 11 >. Abschnitt. 5) Glaubens- und Pflichtenlehre, für die Hand der Kinder, nicht in katechetischer Form. — Alle 3 Abschnitte in einem Buche und dabei nicht theuer; wenn zwei Provinzen Zusammengehen, dann kann ein derartiges gutes Buch für billigen Preis geliefert werden. Bairrn. Den „Mittheilungen des statistischen Büreau's der Stadt München" entnehmen wir über die Münchener Volksschulen folgende, das Schuljahr 1879 80 betreffende Daten. München besitzt 16 einzelne Volkschulanstalten. Nach Eonfessionen ausgeschieden fanden sich im Ganzen 7763 Knaben und 8595 Mädchen kathol. Confession; 992 Knaben und 1086 Mädchen Protest. Confession; 179 Knaben und 190 Mädchen i s r a l i t i s ch e r Religion; 8 Kinder verschiedener anderer religiöser Richtungen. Es treffen sonach auf je 100 Kinder 86,95 Kath., 11,05 Protest., 1,96 Israeliten. Feuilleton. Aus dem Spruchschatz des Talmud. Poetisch übertragen von Max Weinberg. 31. Und was das Herz dem Mund nicht sagt. Kann das der Mund wohl weiter sagen? 32. Viel Jahre machte Pest sich breit Und doch starb Keiner vor der Zeit. 33. Wird's dem Schüler schwer wie Eisen Zähl' auch den Lehrer nicht zu den Weisen. 34. Wohl schlimm ist es um den bestellt, Der selbst sich für verloren hält Und der nur denket gleich verfehlt. Der sich zu den Vollkommuen zählt. Briefkasten der Redaetion. Der Bericht über die 14. Versammlung der isr. Lehrer Hessens erscheint in der nächsten Nr. Die Correspondenzen „Von Norddeutschland" und „Aus Rheinhessen," desgleichen._ H. Horvach in Bacby. Verlag von Robert Friese in Letpzig.