Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 8 (24.2.1938)
- Date
- 1938-02-24
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
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Der Jüdische Herold* 2 i Auch die Vaterländische Front wird durch die voraussichtliche Aufhebung der Sperre und Aufnahme der Nationalbetonten zweifellos in das antisemitische Fahrwasser gedrängt werden. Dies umso mehr, als die Juden in der Vaterländischen Front, deren Zahl auf cirka 40.000 geschätzt wird, in den leitenden Stellen keine Vertreter ha• ben und auch sonst ausserhalb jeden politischen Einflusses stehen. Eine gewisse Beruhigung bietet der Eintritt des Führers der Vaterländischen Front Zernatto in die Regierung, der während seiner Amtstätigkeit im Geiste Schuschniggs überaus objektiv und korrekt gewirkt hat. Dasselbe gilt für den neuen Justizminister Adamovich. Alle Hoffnungen aber sind auf den Bundeskanzler gerichtet, der in wiederholten Kundgebungen die absolute Wahrung der Linie Dollfuss und Kontinuität der Politik zusicherte. NACHRICHTEN KALENDER. פרשת ויקהל הסט׳ בן ש‘ שנים מנה״ח שבת Lichtzünden (in Dun. Streda) 5.10 Schabbos-Ausgang 6.20 •פרשת פקודי הפט' ותשלם כל המל שבת Lichtzünden (in Dun. Streda) 5.20 Schabbos-Ausgang 6.30 GIZELLA FISCHER MÖR KRAUSZ Dun. Streda Verlobte. Anlässlich zur Verlobung des Herrn MÖR KRAUS langjährigen verdienstvollen Präses, derzeitigen Vizepräses unseres Vereines mit Frl. CIZELLA FISCHER gra• tulieren und wünschen herzlichsten Masel Tow madisike Chora 3ugendverein Dunajskä Streda Anlässlich zur Verlobung des Herrn MÖR KRAUS Vereinsmitglied unseres Vereines mit Frl. GIZELLA FISCHER gratulieren und wünschen herzlichsten Masel Tow. Hgudas Sisroel Sugendgruppe Dunajskä Streda Fräulein BLANKA GOLD STEIN Bratislava Herrn JOSEF KLEIN VeTke Levöre. Verlobte. TODESFALL. Vergangener Woche hülte sich die Pressburger Judenheit durch das Hinscheiden der Frau Nelly Papenheim der Frau des gesch. Präsidenten der orth. Landeskanzlei u. Präses der orth. Kultusgemeinde von Bratisläva Herrn Isidor Pappenheim im tiefen Trauer. Frau Pappenheim die im 61 Jahr ihres reich an G-ttesfürchtigkeit u. צניעות erfüllte Leben die Lebensbahn schloss war nicht nur eine gütige Mutter ihrer Kinder u. eine fff»( ifippnwüMn bewend«! Mannes, sondern auch eine gütige Wohltäterin u. stand somit auch an der Spitze mehrerer Frauenvereine denen sie ihre Kräfte u. ihren eifrigsten Dienst während ihres ganzen Leben widmete. Der Trauerzug gestaltete sich zu einer wahren Trauerkundgebung. Wegen des Klein-Purim müssten von Heszpedim abgesehen werden. Bei den Trauernden zählt auch der Bruder der Verblichenen der Präses der orth. Landeskanzlei in Ungarn Herr Kahan. תנצב״ה KOSICE. Am Macö Schabbos Kajdes wurde die dritte Jahrzeit, des seeligenberühmten הה*נה’צ רבן של בני הגולה מויה שמואל ענגעל זצ״ל אב’ד ראר^מישלע — ראב״ד קאשיצע יט״שנים)) auf pietätvoller Weise im Bei* sein einer grossen Versammlung gefeiert. Programgemäss hat nach Verrichtung des ״Szijum Hasasz“ die ״Chewrö Mfice Thora מהר׳ש“ (dessen Aufgabe die “״כתבי יד in Druck zu bringen u. zu verbreiten wie der jüngste קול קורא es anzeigte) eine Generalversamlung abgehalten u. die Neuwahl der Leitung durchgeführt. Es erschienen in grosser Anzahl die נכבדי העיר an der Spitze die Gemeindeleitung Herr Goldner Präses, Herr Ungar Vorsteher und Herren Hartstein, Schweid, Feldmann, Repräsentanz und auch die ״Talmide Chachomim“ der orth. Gemeinde. Es hielt eine grossangelegte Droscho Rabbi* ner Halpern Schlito (Schwiegersohn des grossen Zaddik’s זצ׳ל) und dessen Sohn ה׳ב החייף מ‘ אלחנן נ’י einen scharfen הלכה Vortrag in der “’״סיום סוני welcher Auf• sehen erregte zufolge des Inhaltes und der Vortragsweise. Herr Wiesenberg נ’י und noch mehrere haben in schönen Worten die Bedeutung der Feier erklärt u. bci«u<,1116i. WäK^ond der Sziido haben sich besonders hervorgehoben in שמעתתא die Rabbiner H. Pack Schlito und Rabbiner I. S. Klein Schlito (Schwiegersohn des Erlauer Rabbiners Schlito). Nachher haben die jugendlichen Bachurim die allabendlich im ביהמ׳ד סהריש sich einfinden und fleissig lernen• sehr gelungene חריפות Vorträge abgehalten, darunter der Sohn des genannten Rabbiner’s Pack Schlito. Es mangelte nicht an geistreiche Tischreden gewürzt mit Diwre Agodo und Sirim Vszisbochajsz angepasst zur ״יומא דהלולי“. Gegen Mitternacht hat die feierli• che Veranstaltung geendet. jnp זכות הצדיק יגן עלינו ועל כל ישח$ל SÄM. BLUM Das neuerschienene חבור wurde schon zur Verteilung vorgenommen u. ist gleich den bisherigen Teilen in bester Ausstattung erschienen. S. B. UZHOROD. Das hierorts vor kurzen gegründete Alterversorgungshaus, das un• ter der Leitung der Chewra Kadischa steht, wurde von Präsidenten Dr. Bene§ mit Kö. 3000— beschenkt. BREZNA. Das Landesamt hat auf An• trag der ZentraUkanzlei den Gemeindevorstand enthoben und einen Regierungs• kommisär ernannt. Der Grund dieser Ver- Ordnung, da der Vorstand den Rabbiner entlassen hat, ohne zuvor darüber ein Din* Thora angehört zu haben. SVALJAVA. Ein Grossteil der hiesi* gen Gemeinde verlangt von der Landes* kanzlei beim Landesamt die Entsendung eines Regierungskommisärs durch zu setzen, da der Gemeindevorstand erbeits* unfähig ist, Der Grippe- Rekonvaleszent verspürt allgemeine Schwäche und Ermüdung. Die Muskeln sind schlaff, die Nerven abgespannt. Massieren Sie sich mit Franzbranntwein. Diese Massage erhöht den Blutkreislauf, stärkt die Muskeln, erfrischt die Nerven und hebt die Tatkraft. Zerstäuben Sie Alpa ihn Wohn* und Gesellschaftsräumen! Hiedurch gründliche Luftdesinfektion. Fragen Sie Ihren Arzt! Alpa gibt es nur in plombier* ten Originalflaschen! TISOVEC. Die orth. Gemeinde wähl* te im Vorstande als Präses Dr. Zoltän Karsai, als Tempelvorsteher Wilhelm Klein und als Kassier Pavel Kretsch. PRAG. Die Jüdische Telegraphen. Agentur in London, New York usw. verbreitet die folgende Mitteilung : ״Am Freitag, 3. Dezember, wurde Rabbi Irving Frederick Reichert, San Francisco, vom Präsidenten der Republik, Dr. Edvard Benes, empfangen. Präsident Dr. Edvard Beneä sagte u. a.: Die Juden in unserem Lande gemessen mit allen Teilen der Be* völkerung volle Gleichberechtigung und mit allem übrigen Minderheiten-Nationen die Rechte einer nationalen Minderheit. Ein grosser Teil von ihnen betrachtet sich als Minderheiten-Nation, ein anderer Teil zieht es vor, lediglich als religiöse Gemeinschaft zu gelten. Unter den Ge• setzen unseres demokratischen Staates steht jedem das eine wie das andere frei.“ En die Teilnehmer der Hsifas üalmidim in üifra. Es ist uns gelungen für die Fahrt Bratislava—Nitra und zurück mit dem ״Ex• presauto“ zur Asifoh von 10—14 März d. J. eine 40°|o Ermässigung zu erlangen• Legitimationen zum Preise von Kc 2.— bezw. 50 Gr. sind in Bratislava bei H. Julius Kohn, Judengasse 20 in Wien bei H. 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