Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 49 (30.12.1937)
- Date
- 1937-12-30
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
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- Safed 2× ep/1046078
- Tiberias 2× ep/1048138
- Haifa 1× ep/1047930
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U n A B H fl S ORTHODOXES ORGAfl wawwwa«*? 1 Mit der Übernahm• von 3 Blätter ist das Abonnement anerkannt. Nortnovi vfpbfnS povokafe riafiM*«lv«■ poH Mcgnfov י BraUstin» fido 1MT9 1U, 34. Podavaci poSt. tirad ס• Streda. REDAKTION und ADMINISTRATION DUNAJSKÄ streda TELEFON 74. ERSCHEINT ]EDEN DONNERSTAG. ABONNEMENTSP REISE: Inland Ausland Ganzjährig Ki. 50.— 70.— Halbjährig 35 —.25 ״.— Vierteljährig .. 13•— 18.— NUMMER 49. (653.) 30 Dezember 1937 דונאסערדאהעלי כו' טבת ו/רצ׳ח m. G. XIII. JAHRGANG DIE LAGE IN Fünftägige Schlacht in den Bergen von Galiläa Jerusalem. Die am vergangenen Donnerstag zwischen britischen Polizei u. Militär auf der einen und einer mehr als JOOköpfigen Terroristenbände auf der auderen Seite entbrannten schweren Käpfe waren am Montag noch nicht ganz liquidiert. Sie erwiesen sich, was den Umfang der Operationen u. die Zahl der Opfer betrift, als weit ernster, als man anfangs angenommen hatte. Die Kämpfe nahmen den folgenden Verlauf: Donnerstag früh fuhr ein jüdisches Lastauto aus Kfar Hachoresch bei Nazareth vorbei. Terroristen, die sich versteckt hielten, gäben auf das Auto etwa 40 Schüsse ab. Die jüdisehe Hilfspolizisten, die das Auto begleiten, erwiderten das Feuer. Die Be hörden, die sofort von dem Ueberfall verständigt worden waren, ordneten eine Razzia in der ganzen Gegend an, an der auch jüdische Hilfs Polizisten teilnahmen. Die Executive der Jewish Agency, der von dem Ueberfall ebenfalls Mitteilung gemacht worden war, setzte sich sofort mit dem militärischen Oberkommando in Verbindung. In das Operationsgebiet wurden unverzüglich grössere Militärabteilungen entsandt die von Flugzeugen begleitet waren Es gelang dem Militär bald, den Schlupfwinkel der Terroristen ausfindig zu machen. Wie sich jetzt herausstelt, handelt es sich bei diesen um Mitglieder einer grossen, gut organisierten Bande. Es kam zu einem schweren Gefecht, das während des gan- *entagesdauerte Donnerstagabendwurde das erste offizielle Comunique veröffent'icht, in welchem mitgeteilt wurde, dass bei den Kämpfen westlich von ,!Liberias 11 Banditen getötet und einer gefangen genommen wurde. Zum Zwecke der Erleichterung der Ver- PALAESTINA. folgungsaktion wurde der Verkehr auf den Strassen im Gebiete von Tiberias, Safed und Haifa eingestellt. Gegen Abend ging das Gerücht, dass es in den Bergen bei Akko zu e nem zweiten Zusammenstoss mit der Bande gekommen sei. Da die Te'efon- Verbindung in der Gegend von Akko unterbrochen war, konnten genaue Informationen nicht eingeholt werden. Nachträglich wurde bekannt, dass bei den Kämpfen am Donnerstag 18 Terroristen gefallen sind. Am Freitag nahmen die Kämpfe ihre Fortsetzung; sie wurden in bergigem Terrain von beiden Seiten mit grosser Erbitterung geführt. Britischerseits wurden wiederum mehrere Flugzeuge eingesetzt. 22 Araber wurden getötet und ve’e verwundet. Erst gegen Mitternacht wurde das Feuer eingestellt, doch verblieben die Abteilungen in ihren Positionen. Am Samstag flammten im Hügelland von Galiläa die Kämpfe wieder auf und dauerten mehrere Stunden. Die Verluste der Araber an diesem Tage sollen 10 Tote und mehrere Verwundete be ragen haben. AufbritLcher Seite wurden ein Olfizier und zwei Soldaten verletzt. Einer der beiden Soldaten erlag später in Krankenhaus seinen Verletzungen. Am Sonntag, dem vierten Tage der Schlacht, versuchten die Truppen die Teerrorbande, deren Kampfkraft anscheinend gebrochen war, 2u unizigeln. In nähe der Orte, wo die Zusammenstösse erfolgt waren, wurden mehrere Leichen von Arabern, meistens junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren, gefunden, die sämtlich mit modernen Waffen ausgerüstet waren. Nach einer am Sonntag verbreiteten halbof izie.len Meldung haben die Terroristen seit Beginn der Kämpfe insgesamt 45 Mann verloren. Am Sonntag gelang es dem Militär, die Araber gegen den Genesareth-See abzudrängen. Sämtliche Grenzübergenge wurden gesperrt, um ein Entkommen der Reste der Bande zu verhindern. Die Behörden des Libanon sind von der Palästineregierung gebeten worden, auch ihrerseits die Grenzsperre durchzuführen. Bei einem Versuch der Terroristen, den sie umschUessenden Kreis zu durchbrechen und unweit Safed die libanesisch-syrische Grenze zu überschreiten, wurden sie vom Militär unter grosser Verlusten zurückgeschlagen. Am Montag dauerte die Verfolgungsaktion an. Englischerseits werden motorisierte Abteilungen, die von Flugzeuggeschwadern unterstützt sind, eingesetzt. Miiitärischerseits wird erklärt, dass es sich bewiesen Operationen um die grösste militärische Aktion seit Ausbruch der Unruhen in Palästina im Jahre 1936 handelt. Die Dorfbewohner in den Grenzgebieten dürfen weder ihre Häuser verlassen, noch nachts Licht brennen lassen. Zahlreiche Dörfer wurden evakuliert. Die Häuser verdächtiger Araber werden von Polizei besetzt, wobei zahlreiche Verhaftungen vorgenommen wurden. Der englische Polizist Hook, der an der Razzia in der Umgebung von Tiberias teilnahm, wurde bei den Käpfen am Freitag nachmittag schwer verletzt. Jerusalem. Der Totengräber Jehuda Minz und sein Sohn Elijahu sind auf dem Wege zum Jüdischen Friedhof am O berg in der Nähe des Löwentors der Jerusalemer Altstadt von arabischen Terroristen durch mehrere Schüsse schwer verletzt worden. Zwei der Tat verdächtige Araber wurden verhaftet. Auf den Oberforstbeamten des Jüdischen Nationalfonds, J. F. Weitz wurden, als er sich auf einem Inspektionsgang im K ng George-Wald bei Nazareth befand, mehrere Schüsse abgegeben, die jedoch ihr(Z1el verfehlten«