Der jüdische Herold
- Journal
- Der jüdische Herold
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 31 (19.8.1937)
- Date
- 1937-08-19
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Hungarian
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/9569290-9569297-9569352--054-9569355- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
3 »Der Jüdische Herold« 3 Ausschusses vier Fragen in Bezug auf das Heilige Land, die der Rabbinische Rat nach der Halacha entscheiden sollte. An der Debatte beteiligten sich der Präsident der ersten und zweiten Kenessio Gedaulo Oberrabbiner Zirelsohn, Kischinew, der Sochatchower Rebbe, der Luzkaer Raw, Grossrabbiner M. Friedmann, Sadogorer Przemysi, Oberrabbiner Akiba Schreiber-Pressburg und Rabbi Mosche Blau, Jerusalem, sowie Herr M. Dubin- Riga, Am Nachmittag setzte der Rabbinisehe Rat die vormittags unterbrochenen Verhandlungen fort. Diesmal nahmen an der Sitzung bereits alle in Marienbad eingetroffenen Mitglieder des Rabbinischen Rates teil. Nach einem von Herrn Oberrabbiner Tobias Horowitz, Sanok, erstatte, ten Bericht über den Verlauf der Vormittagssitzung, setzten drei Redner aus Erez Jisroel u. z. Herr Rabbiner Henoch Siekiwicz und Herr Benjamin Minz, sowie Dr. Isaac Breuer die Stellungnahme der Orthodoxie des Heiligen Landes zu den auf der Tagesordnung stehenden Fragen auseinander. Zur Zeit, da dieser Bericht abgeschlossen wird, ist die Sitzung des Rabbinischen Rates noch in vollem Geuge. Nr. 4. VOR ERÖFFNUNG DER KENESSIO GEDAULO. (Marienbad 16. August 1937} Mit jedem Zug kommen zahlreiche Delegierte und Gäste in Marienbad an. Am Bahnhof sorgt ein Empfangskomitee für ihre Unterbringung. Man sieht auch schon die ersten Delegiertinnen zum Frauenkongress, der bekanntlich im Anschluss an die Kenessio Gedaulo stattfinden wird. Wie in den vergangenen Tagen sind auch heute se t dem frühen Morgen die verschiedenen Landsmannschaften und Kommissionen bei ihren Vorberatungen versammelt. Die grossen rabbinischen Persönlichkeiten, die zumeist schon seit voriger Woche hier weilen, bilden einen Mittelpunkt, um den sich die Delegierten und Gäste scharen. Auch der Rabbinisehe Rat setzt seine Beratungen fort. Auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung standen die Fragen der Schechito und des Schmitto^ Jahres. Besonders zahlreich werden auf dem Kongress die Pressevertreter sein. Die namhaftesten Presseagenturen und nahezu alle orthodoxen jüdischen Zeitungen, wie auch zahlreiche Blätter anderer jüdischer Richtungen und die tschechischslovakischen Tageszeitungen haben ihre eigenen Vertreter entsandt, Für die EfÖffnungssitzung gibt sich auch im Kreisen der Kurgäste umgemein grosses Interesse kund. Der Ansturm nach Karten, die zum Preise von Kc 100.— aufwärts ausgegeben werden, ist kaum zu bewältigen. Das Pressebüro, das unter der obesten Leitung der Herren Dr. Lhrmann und H. A. Goodman steht und von den Herren Dr. Max Cohen und Redakteur David Türkl geleitet wird, gibt eine eigene Kongresszeitung unter dem Titel ״Die III, Kenessio Gedaulo“ heraus, deren erste Folge am Dienstag, also am Tage der Eröffnung des Kongresses, erscheinen wird. Die erste Nummer enthält eine Reihe von Beiträgen prominenter agudistischer Führer undze chnet ein lebhaftes Bild vom Wesen und der Bedeutung der agudistischen Weltorganisation, PRAGER RADIO BERICHTET ÜBER DIE KENESSIO GEDAULO. (Marienbad, 16• August 1937) Wie schon einmal verlautbart wurde, überträ gt der Prager Radiosender ab 18. August all abendlich um 18 Uhr 40 Min. in seiner deutschen Sendung Berichte über den Verlauf der Kenessio Gedaulo. Überdies werden voraussi. htlicli am 25. August drei prominente Führer der AgudasJisroel im Prager Sender sprechen. Genaue Stunde wird noch bekannt gegeben. Die Teilungsfrage auf der Kenessio Gedeulo. ״Keine jüdische Hand da f einen Vertrag unterzeichnen, durch den ein Zolbreit Boden Palästinas abgetre« ten wird. Der Standpunkt der ortho• doxen Rabbiner amerikas. Marienbad. In Marienbad ist der Et!- renpräsident und frühere Präsident des Verbandes der orthodoxen Rabbiner in den Vereiniglen Staaten und Kanada, Rabbi E'iezer 5ilver, eingetroffen, um an der bevorstehenden 3. Kenessio Gedaulo der Agudas Jisroel teilzunehmen. In einem Gespräch erklärte Rabbi Silver, die Frage der sogenam.ten Teilung Palästinas werde eine der Hauptfragen sein, mit denen sich der Kongress beiassen wird. Das amerikanische Rabbi at habe zu dieser Frage ber< its auf ihrer vor kurzem in Atlantic City abgehaltenen Konferenz endgültig Stellung genommen. Die in dieser Frage von der Konferenz einstimmig angenommene Entschliessung lautet : ״Wir Rabbiner verurteilen den Pion einer Aufteilung Palästinas und verkünden öffentlich, das Juden der Thora zufolge keinerlei Teilung Palästinas akze; tieren dürfen, Wir erblicken in jeder Zersplitte■ rung unseres Heiligen Landes einen glatten Raub, denn unser Recht auf ganz Palästina gründet sich auf die uns von dem Allmächtigen gegebene Verheissung, durch die uns das Heilige Land als Erbe zugesagt ist. Di ׳se Verheissung umtos t ganz Palästina, dessen Grenzen in Oer Bibel genau vorgezeiehnet sind. Keine Macht der Wett kann diesen feierlichen Schwur verletzen. Wir hoffen, das! nach all den Angriffen auf unser Volk dieser Schwur erfüllt werden wird, und wir sind sicher, dass das jüdische Volk am Ende entsprechend der bestimmt« n Verheissung erlöst werd n wird. Keine jüdische Hund sollte einen Vertrag unterzeichnen, durch den auch nur ein Zollbreit Boden Pa ä - tinas aufg^ geben wird. Gedenket des von unseren Vorfahren geleisteten Schwurs : Wenn ich Dein vergesse Jerusalem, verdorre meine Rechte. — Wir haben die Hoffnung auf das Kommen des Maschiach und die völlige Erlösung unseres Landes und unseres Volkes nicht verloren.“ Rabbi Si ver erklärte weit >r, dass der Kongress ausser mit der Palä-dinofrage sich auch mit der Erhaltung der Jeschlwot in Palästina und in Europa befassen werde. Z!1 der religiösen Erneuerung unter den Juden Amerikas bemerkte Rabbi SPver, dass das Prestige, der amerikanischen Rabbiner niemals höher gestanden habe als heute. Die Anhänger der Reform hatten das Ve!trauen zu ihren geistigen Führern verloren, und das habe zur Steigerung des Einflusses der orthodoxen Rabbiner geführt. Der amerikanischen Delegation zur Kenessio Gedaulo gehören der Oberrabbiner von Cincinnati, Eliezer Silver, der Herausgeber der Monatsschrift ״Ha- PöTdess“, Rabbi Pardes, und Rabbi S. Oreneman aus New York an, JUED1SCHES MAHD- CHEN PENSIONAT, PR1EVIDZA Nur im Auslande gab es vornehme Pensionaie für Töch.er religiöser Eitern. Dies sind indessen so teuer, dass si für uns unerschwinglich sind. Obiges Pensionat bietet bei bürgerlich mässigen Preisen in einem vornehmen Rahmen, gediegene ailgemeine Bildung, fremde Sprachen, Musikunterricht, Buchhai ung und Zöglingen des staoü. Gymnasiums u. Mädchenbürg• rschule gründliche Nachhilfe in den Schu!gegenständen. Die auserlesen gule Kose una die herrlich schöne Gebirgsgegend siehern d e Körperliche Entwicklung. Huf Wunsch Prospekte- NACHRICHTEN KALENDER. פריצת כ• תצא הסט' רני עקר׳ ועני' ס־ער׳ פרק א׳ב צבת• Lichtzünden (in Dun. Streda) 6.35 Schabbos-Ausgang 7.50 m>vwym פריצת כי תבא הפט׳ קומי אורי פרק ג׳ ד׳ יצכת Lichtzünden (in Dun. Streda] 6.25 Schabbos-Ausgang 6.40 ARMIN DEUTELBAUM, Trnava, MANCIKA JOKEL Nitra, Verlobte. Bratislava. Sonntag, 8. Eiul, verheiratete der hier a se ts geschätzte Herr Adolf Farkas seine tugendhafte Tochter, Fri. Ella Farkas mit Herrn Samson Greiner aus Dunajskä Streda, Religionslehrer in Kon ärno Aus diesem Anlasse waren zur Hochzesisfeier eine überaus z hireiche Me 'ge, darunter die Elite der Press! urger Orthr doxie, wie auch rabbmische Persönlxnkeiten an deren Spitze der ehrw. Roschbesdin von Duna.sze:d3hely, der Medjescher Raw n. j. u. a. er chienen. Den Rcigen der Tischreden eröffnete der ehrw. Medjescher Raw slita, der in einer längeren rrit schönen Thorawcren gewürzten Rede die ausgezeichneten Tugenden des Choson schilderte, der zu einen vorzüglichsten Schülern 2ählt. Hierauf folgt n Ansprachen von R<bb. Abelesz aus Cast 1, Herrn Ldzär Katz u. a. Die Redner w esen alle daraufhin. welches unverfälschtes traditio ne es echt jüdisches Lehen im Hause Adolf F -rkas herrscht. Für musikalisehe Belustigung sorgt n die Herren Kantoren Perl u. Hofstätter. In den spätem A'cendstund n fand diese schöne Feier ihren Abschluss ch. t. TODESFALL. Wien. Es verschied hier am 9. den d. M- R. Mayer Rusnyäk זצ׳ל Schoch■’ t aus Maitesburg im Alter von 85 Jahren. Der Niftar war ein Talmid Chochom und diente seiner Gemeinde ehrlich und gewissenhaft durch 52 Jahre. Bei der מי׳ hielten Nachrufe Oberrabbiner Ehrenfeld Mattersburg, Rabb. I rael Taussig Mattersburg sein Schwiegersohn Neufeld, Rabbiner Bene• dickt Wien, Samuel Königsberg Wien und der Sohn des Niftar, Alfred, תמג״ה