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Der jüdische Herold · 1937-07-29 · 28 (29.7.1937) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Herold
Volume
13 (1937)
Issue
28 (29.7.1937)
Date
1937-07-29
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German, Hungarian
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unÄBHftnoioes orthodoxes 0 r g a n UWItPPPU Mit der Übernahme von 3 Bläftar ist das Abonnement anerkannt. itasauma 1 Novioovi wtH•tat porokafc rUKÖfeFtfra■ אסו ttcgrrfov 1 Braätlm. «Wo 11479 lü K Podavaci poSt. ürad D• Streda. REDAKTION und ADMINISTRATION dunajskA streda TELEFON 74. ERSCHEINT ]EDEN DONNERSTAG. ABONNEMCNTSPREISE: Ganzjährig Halb|ährig Inland Ausland Kt, 50.— 70.- י* 25.— 35.— T? 1.V — 1*,— NUMMER 28. (632.) 29. Juli 1937• דונאסערדאהעלי כא׳ אב תרצ׳ז m. G. XIII. JAHRGANG שלישית / ־״" ta / Kenessio Gedeulo Warum muss jeder Gesetzestreue Teilnehmer der III. Kenessio Gedeulo werden? Der aufmerksame Beobachter, der eine Parallele zwischen der ersten und zweiten Kenessio einerseits und der nunmehr bevorstehenden 3. Kenessio Gedeulo andererseits ziehen wird, muss zur Überzeugung gelangen, dass trotz gleicher Staffage der Effekt ein ganz anderer war, der mit den ersten zwei Kenessios zum Unterschiede von der dritten von ihren geistigen Urhebern angestrebt wurde. Dementsprechend wird aber auch, sollte zumindest, die Einstellung der noch nicht zur organisierten Aguda gehörenden orthodoxen Massen angesichts des vor der Tür stehenden Zusammentritts des orthodoxen Welt- Parlaments eine grundlegende andere sein, als die, welche genannte Kreise mit ihrem passiven Verhalten den beiden bereits hinter uns liegenden Agudakongressen gegenüber zum grössten Teile ungewollt, teilweise aber gewollt, bekundeten. Der I. Kenessio Gedeulo, als erstes Debüt der organisierten Weltofthodoxie auf der Welttribüne, musste in allererster Linie die Aufgabe zufallen, der grossen Oeffentlichkeit sinnfällig zu demonstrieren, dass die Weltaguda faktisch das ist, als das sie sich geriert: d. h. eine der unverfälschten Orthodoxie treu und in der Hauptsache thorarichtig dienen wollende Organisation. Zur Erreichung dieses Zieles konnte nichts näher liegen, als das Bestreben, im Rahmen eines Weltkongresses die grössten und gefeiertesten Würdenträger der Thora zu mobilisieren, gleichsam damit, der letzteren Zugehörigkeit zu Agudas Jisroel manifestierend. Sollte man doch vor einer Kenessio, an der — um nur einige wenige Namen der nicht mehr unter den Lebenden weilenden Thorafürsten zu nennen-Chofez Chajim, Lubliner Raw, Ostrowcer, Czortkover Rebbe und von unseren Lande die Nitraer Rabbonim, Vater und Sohn, R'Mosche und R'Awrohom Ahron Katz» Pie£- tanyer Raw, Landeskanzleipräse?, R'Kalman Weber s. zl. teilgenommen hatten, die Behauptung machen müssen, dass sie als eine solche Mobilisierung gedacht, von einem hundertprozentigen Erfolg gekrönt war? Hat nun die I. Kenessio mit aller Deutlichkeit dargetan, dass Agudas Jisroel in ihrer Konzeption vollkommen orthodox und thoragemäss ist, tat dies die zweite Kenessio in bezug auf die Leistungen der Aguda, welche sie während der Frist tatsächlich vollbrachte, die zwischen den beiden Kenessios verstrichen war. Die abermals zur Kenessio Gedeulo versamme ten Fürsten der Thora bezeugten mit ihrer Teilnahme an der zweiten Agudoheeresschau, dass ebenso wie die Teorien der Aguda auch die von ihr geübte Praxis ihre rückhaltslose Billigung gefunden hat. Wass soll nun die dritte Kenessio Gedeulo nach aussen hin manifestieren wollen, wenn eine Manifestation nach innen bereits vollends überflüssig geworden? Doch nur der gesamten Mitwelt in klarer, nicht misszuverstehender Weise vor Augen zu führen, dass das jüdische Volk in seiner überwiegenden Majorität nicht mit den Jüdischnationalen repräsentiert werden kann. Die 3, Kenessio Gedeulo soll in einer jeden Zweifel ausschliessender Weise dokumentieren, dass auch heute noch, trotzdem dee Geist der Zersetzung auch in unseren Reihen bereis Breschen gerissen hat, das Weltjudentum in seiner quantitativen Majorität thoratreu und in unserem Sinne orthodox lebt und webt. Von welch weittragender Bedeutung aber für unser angestammtes Judentum eine solche in nichtjüdischen Kreisen eingebürgerte Anschauung sein kann, ja sein muss, dürfte jedem klar werden, wenn man bedenkt, diss der Völkerbund in den zu gründenden jüdischen Staate wohl nur derjenigen jüdischen Richtung Pleinpouvoir einräumen wird, die der Gesinnung des Gros des jüdischen Volkes entspricht und ihr Rechnung zu tragen, fest entschlossen ist. Ist aber eine wirksamere oder überhaupt eine andere Art der Ab- Stimmung, die eine Stärkung der Orthodoxie bewirken soll, möglich, als die Hebung der Autorität der Agudas Jisroel durch den Erwerb eines Sela-Scheines, der ausschliesslieh an die Zugehörigkeit zur Orthodoxie geknüpft ist oder durch eine solche von der persönlichen Teilnahme an dieser wahrhaften »Kenessio ieschem Schomajim« bewirken? Möge doch jeder rechtgläubige Jude bedenken, dass im gegenwärtigen Falle auch ein passives Verhalten einem verneinenden gleichkommt und es wird ihm dann nicht schwerfallen, unter die Fahne zu ei:en, auf der mit goldenen Lettern die Dewise 'רעשו כלם אגידה אחת ונו prangt. Samuel Reiner, Presen,

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