Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die britische Zone
- Volume
- 2 (1947/48)
- Issue
- 19 (14.1.1948)
- Date
- 1948-01-14
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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'liTJSaraitiir n19& JÜDISCHES GTERTEINDEBLATT FÜE DIE BRITISCHE ZONE Nr. 19 — 2. Jahrgang 6 Düsseldorf: Am 15. Dezember 194? fand in Düsseldorf eine Tagung der Gruppendelegierten der jüdischen Jugend von Nordrhein-Westfalen statt Anwesend wären: Rolf Jacobis (Köln), Inge Goldschmidt (Köln), Rud Rasmin, (Wuppertal); Erna Salomon (Recklinghausen), Natalie Kühling (Witten-dRunr), Ignaz Lewkowitz (Warburg), Manfred Langer. (Essen), Schmul Erner. (Düsseldorf), Erich Blaustein (Detmold), Helmut Prinz (Münster) und Bruno Zolty (Düsseldorf). Auf der Tagesordnung standen faxende Punkte: 1, Tätigkeitsbericht, 2. Besprechungen zu Punkt 6 der Beschlüsse vom 2. November 1947, 3. Besprechungen zv Punkt 7, 4. Stellungnahme zur prganisation der freigläubigen Juden in Hamburg, 5. Beitragsangelegenheiten, 8. Arbeitsprogrammaufstellung, 7. Verschiedenes. Die einzelnen Delegierten gaben einen Tätigkeitsbericht ab über die seit der .Gründung der Organisation geleistete jüdische Arbeit. Dabei wurden die Schwierigkeiten erwähnt, die bei der Zusammenfassung der . Jugend in den zerstreuten Gemeinden bestehen. Es wurde jedoch der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß sich dieser Zustand durch Zurverfügungstellung eines Saales und der notwendigen Literatur für die einzelnen Gemeinden und Gemeindegruppen bessern' wird. Zu Punkt 6 ist der Besch! iß des Kulturchzernates Düsseldorf, der sich im übrigen mit der Meinung Dr. Helfgotts deckt, angenommen worden. Dieser Vorschlag lautet: .,Jugendliehe, die einen jüdischen Elternteil haben und keiner Religionsgemeinschaft angehören, die aber die Absicht haben, zum Judentum fiberzutreten, können nach - individueller Prüfung durch den betreffenden Delegierten als Hospitanten in eine Jugendgruppe ausgenommen werden. Ueber die Stellung und Haltung innerhalb der Jugendgruppe durch diese Jugendlichen ihren .Kameraden und dem' Judentum gegenüber, ist von den Delegierten nach einer gewissen Zeit dem Rabbinat zu berichten. Die Entscheidung,' ob diese Jugendlichen als Tilden anerkannt werden, steht beim Rabbinat. Von dieser Entscheidung ist auch die Aufnahme in eipe jüdische Religionsgemeinde abhängig; und nur dann, wenn eine Religionsgomeinde die Aufnahme dieser Jugendlichen beschlossen .ist, können sie als* vollwertige Mitglieder in die Jugendgruppe auf genommen werden, ‘ Bezüglich Punkt 4 ist einstimmig die Stellungnahme Zu der oben genannten Organisation eine ablehnende. . ' * ■ Punkt 5 Wird mit Punkt 7 zusammengelegt und ist., in dieser Angelegenheit Beschluß gefaßt' -worden, einen Antrag an den Joint zu stellen bezüglich eines monatlichen Zuschusses für Veranstaltungen der Jüdischen Jugend sowie ein Zuschuß für jugendliche Beruf seriemende' und Studenten. . Zu diesem Zweck soll -eine. Delegation sich nach Belsen begeben. ' Punkt 6 ist bereits zusammen mit dem Tätigkeitsbericht besprochen worden. Das Programm : bleibt nach Wie vor, .wie in den Beschlüssen vom '2- November festgclsyt worden, ist, bestehen.," * Im Anschluß' daran ist die Notwendigkeit der Zusammenarbeif mit 'f-n einzelnen Kulturdezematem betont. worden. Ferner ist der Wunsch , zum - Ausdruck gebracht worden, daß die Jugend Iler Gemein-, dei) in Nordrhein und Westfalen Delegierte zu dieser Organisation wählen möge, die sich an ‘den künftigen Tagungen -sollen. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Manfred Langer, Essen, gewWt- ■Es ist ein engerer gebildet worden für wichtigere bestehend aus:, Bruno Zolty, Düsseldorf, ' Manfred Langer. Köln, Inge Goldschmidt, Kein. Karl Marx' ist einstim rpfg weiterhin als Berater der Organisation bestätig worden. — Schmul Erner bot seine Hilfe durch- Besuche und Vorträge in den einzelnen Gemeinden an. Dieses Anerbieten von den Delegierten begrüßt und angenommen. B.Z. ,■ ■ ■ v. : .. ' ' - Köln: ‘ Oberkantor Kr a u s (Budapest), der z. Zt. in Belsen amtiert, weilte am* 3. Januär als Gast in Köln*" . Durch die schöne. Art Seines Vortrages* und die Kunst seines Gesanges gestaltete Oberkantor Kraus den Gottesdienst : sehr * weihevoll. Es wurden Erinnerungen an die Zeit wachgerufen, in der Köln führende Kantoren hatte. So wurde der Gottesdienst für die vielen Teilnehmer zu einem Erlebnis* .Nachmittags veranstaltete das Kulturdezemat einen Onegg-Sabbath, der sehr gut besucht war. Oberkantor Kraus trug erliste und heitere jüdische Lieder vor und erntete dafür nicht endenwollenden Beifail. . Umrahmt wurde der Onegg-Sabb'ath durch Vorträge aus den Reihen der Jugendlichen -und Chawer Kraus konnte mit Genugtuung, feststellen, daß in Köln die alte jüdische Tradition wieder Fuß gefaßt hat und gepflegt wird. Die, Gemeinde Köln hofft, üoerkantor Kraus, der sieh im Fluge die Sympathien aller erobert hat, recht bald wieder als Gast begrüßen zu können. Mogo. a - S.C. Maccabi Köln teilt mit: Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich begeht der S.C. Maccabi Köln am 24. Januar sein erstes Stiftungsfest. Obwohl er schön ll/3 Jahre besteht, war es aus zeitbedingten Gründen nicht früher möglich, den ersten Geburtstag des S.C. Maccabi zu feiern. Es ist uns gelungen, neben einer Reihe von erster Kräfte aüch eine An-' zahl jüdischer Künstler für unser Fest zu interessieren. Eine schöne mit guten Preisen versehene Tombola soll eine gerechte Verteilung von, uns aus der Schweiz von der Maccabi-Weltunion, den USA., vom Maccabi New York , und aus San Franzisko zugegangenen Spenden bewerkstelligen. : Eine erstklassige Kapelle wird für' Ünterhaltungs- ' und Tanzmusik Sorten. Der „Ringhof“, Köln,, wird all’es heute Mögliche unseren Gästen bieten. Die Leitung des Festes liegt in den Händen des 1, Vorsitzenden, Karl Lichtenstein. Diepholz: - Eine Gemeindeversammlung, die am 5. Januar unter fast lOoprozentiger Beteiligung der Gemeindemitglieder stattfand, wurde von dem bisherigen Vorsitzenden Moritz Freu d e nr e ich eröffnet. Nach a’Igemeiner Abstimmung übergab Moritz Freudenreich Möritz Kochern de*t V orsitz. Dieser 'dankte in einer kurzen“ Begrüßungsansprache für das ihm entgegengebrachte Vertrauen - und forderte anschließend die Anwesenden; auf, sich zu .Ehren der sechs Millionen Ermordeten und der in Palästina gefallenen Helden,, von ihren Plätzen ZU erheben. Der bisherige .Vorsitzende, Freudenreich, gab dann einen Bericht über die Tätigkeit, im vergangenen Jahr, Im Anschluß daran würde zur Wahl des neuen Vorstahdes geschritten. Das jüdische Komitee Diepholz, hat nun Moritz Freudenreich als Vorsitzenden, als Vertreter der deutschen Juden Fritz Störer und als Sekretär Josef Moritz Grünspan. ■ . Hamburg: Ein ausgesprochener, Solidaritätsbeweis war eine kürzlich zwecks Refe^a/ über Gemeihschaftsarbeit einberuferie Mitgliederversammlung. Sie, stand unter dem Omen des Vertrauens und der. Dankbarkeit*' die dem altbewährten Vorstand der Gemeinde entgegengebraeht wurde. Die Versammlung fand im Saale der „Kammerlichtspiele“ statt.. Harry Goldstein begrüßte die Anwesenden und hielt ein Referat über . die gerade aktuell gewordenen Palästina-Ereignisse. Lebhaftes Interesse wurde vor allen!. seinem Bericht über, die Tätigkeit außerhalb der inneren Gemeindearbeit entgegengebrächt. Mit viel Wärme erwähnte Goldstein die brüderliche Verbindung der Kameraden aus den anderen Gemeinden.'Abschließend streifte, er die wichtigsten Ereignisse aus den Jahren 1946 und 1947. . .. Der zweite Teil dieser einberufenen Versammlung brachte den Mitgliedern das langersehnte Referat Dr. L ö f f 1 e r s über die Wiedergutmachung. Wichtig und eindrucksvoll schilderte er, daß man ^Wiedergutmachung“ nicht mißverstehen dürfe, denn seelisches Leid könne niemals wiedergutgemacht Werden. Nur im kleinen Rahmen wäre, vorläufig eine materielle Hilfe aus dem dafür von der Militärbehörde freigemachten Fonds ermöglicht Worden. Positive, wertvolle Arbeit sei aber in der Existenz beschaff ung erfolgt und zwar insofern, als zumindest jedei Hamburger Jude beruflich verhältnismäßig gut untergebracht \yurde öderzur Existenzgründung Hilfe erh' 1t. - Die Dankbarkeit der Anwesenden, endlich die Möglichkeit der Wiedergutmachung allgemein verständlich erklärt bekommen zu haben, zeigte sich in dem begeisterten Beifall, zumal der Referent aus eigenem Arbeitsgebiet heraus und. als ehemaliger KZler mit kameradschaftlichen Worten sprach. Danach fand ein Dankgottesdienst in der Synagoge.Kielortallee statt. Der einstige Stift- -bctsaal könnte die Menschenmenge kaum fassen. Die Ereignisse in Palästina erschütterten wohl jeden und zwangen zu einem in weihevollem Rahmen gefußten Bekenhtnis und Solidarität g-efühl. Oberkantor K r a u s betete in erg r ’fender und eindrucksvoller Weise vor; die Hamburger Gemeinde hatte selten so wertvolles Stimmaterial zu hören "bekommen. Mit großer, Freude wurde Norbert Wöllhei.m begrüßt, der nähere Erklärungen zur Wiedererlangung Palästinas gab und sehr stimmungsvoll betonte, daß das vor 2000 Jahren Geträumte und Erhoffte endlich in Er-* füdlung gegangen sei, dank der Tapferkeit der Palästinenser. „Sie alle/ so führte Wollheim aus, erlitten‘' und erleiden ihr Schicksal für die große Sache, die Befreiung Palästinas für die Juden, deren Erfüllung schon Theodor Herzl als einzige Lösung für das Judenproblem, erblickte.“ \ » Mit der „Hatikwah“ wurde dieser für die Hamburger Gemeinde wirklich großartige Tag beendet Gerda-Ruth Fleischmann-Böhin. Berlin: T In dem vor kurzem erschienenen Wer ist .wo in Berlin?“ (Adreßbuch des öffentlichen . Lebens; Verlag des Drudehauses Tempelhof) sind u. a. folgende jüdische Organisationen und Institutionen auf geführt: Jüdische Gemeinde (N. 4, Oranienburgerstr. 28), die: sechs Synagogen, der jüdische Friedhof_ (Weißensee, Lothringerstraße 22), der Friedhof der ' Synagogengemeinde Adass Jisroel (Weißensee* Wittlicher Straße), das jüdische Krankenhaus (N. 65, Iranische Straße 2), das jüdische Sdiwesterhheim (N. 65, Iranische Str. 4), die Jewish Agency for Palestine (Grunewald Herthastr. la), die Jewislr Relief Unit (W. 15, Joachimstgler Str. 13), die Hias (Zehlendorf, Sophie-Charlottö-Str. 59), das American Joint Distribution Committee (Zjehlendorf, Kronprinzenallee 247), der Beirat für kirchliche Angelegenheiten beim Magistrat (G. 2, Parochialstraße 1—3), der ein jüdisches Mitglied hat, der Menorah-Verlag (S. O. 36, Thielschuf er 10-rl6), „Der Weg“ (Zeitschrift für Fragen des Judentums)» Rüstigkeit seinen 73. Geburtstag feiern. Trotz seines vorgeschrittenen Alters nimmt er die Geschäfte des Oberr.ates der Israeliten und die der Israelitischen. Landesgemeinde Südbadens mit regem. Interesse währ. Rosenberger kann in diesem Jahre auf -eine zehnjährige Tätigkeit in der Verwaltung der Jüdischen Gemeinden Südbadens zurückblicken.!\ Französische Zone Konstanz:, Aus Anläß der UNO-Entscheidung in der Pa« ' lästinafrage veranstaltete das Zentralkomitee der befreiten Juden in der französischen Zone am 28. Dezember 1947 im Stadttheater in Konstanz eine Großkundgebung. Die Feier begann mit'der „Hätikwah“ und der ,Marseillaise“. Als Gaste waren erschienen; Rabbiner Dr. Rothschild (St. Gallen-Schweiz); . Capitaine Max Wei rrer (Jerusalem-Zürich); der Leiter der: Jewish Agency in München, Curt Goldmann; der Direktor des Joint in der französischen Zone, Läufer; die Delegierte yon ,/Hilfq und Aufbau-*, Erna Veit (Zürich); sowie Freunde aus der benachbarten jüdischen Gemeinde Kreuzlingeri (Schweiz).' Der Generalsekretär des Zentralkomitees der befreiten Juden in der französischen Zone,'M. G e r s t e n f e 1 d, eröf fnete mit einer Begrüßungsansprache die Kundgebung. Als erster Redner ergriff sodann der Vorsitzende des Zentralkomitees, A. Hp e hh ä us e r/das Wort. Nach einem kürzen Üeberblick über die Lage der Juden in der französischen Zonä/betonte er deren große . Bereitwilligkeit,- mitzuhelfen am. Aufbau des heuen jüdischen Staates, — der neugewonnener! Heimat Curt Goldmann überbrachte die Grüße des Jischuw in Erez-IsraeL Seine Ansprache war in hebräisch, deutsch und . französisch gehalten. Auch er dankte, wie alle Redner, denjenigen Nationen, die ihre Stimme zu der Verwirklichung des jüdischen Staates gegeben hatten. Vor allem dankte er Frankreich für seine Haltung in der UNÖ-Entscheidung und sein großzügiges Aneibieten 1 gegenüber den „Exodus“- Flüchtlingen. . ' - - * Dr. Rothschild berichtete in einem ausgezeichneten Referat über die Geschichte des Judentums bis zur Gründung des so lang ersehnten jüdischen Staates. Mit eindringlichen Worten erklärte er: , „Solange man* die Jtiden ruhig arbeiten läßt, ist ihre Staat eine Friedenssaat.“ y - i Capitaine Weiner kam auf das Problem der starken arabischen Minderheit im neuen jüdischen Staat zu sprechen und sagte dazu, daß diese, sozial und wirtschaftlich n<?ch sehr rückständig, eine große Belastung. •; bedeute, zugleich aber ein Bindeglied zur -arabischen- Umwelt werden könne. „Das jüdische Volk^*, rief der Redner aus, „wird alle Schwierigkeiten überwinden, depn, es; ist bereit, alles, zu opfern, um seine' alte neugewonnene Heimat wieder aufzubauen* Als man in Palästina einen von hinterlistiger arabischer Hand gefallenen jüdischen Soldaten zu Grabe trug, rief seine Mutter ins Grab: Sei getrost mein Sohn, ich werde deine Stelle einnehmen und dein Werk, die Verteidigung unseres Landes fortsetzen. . So denken arbeiten und wenn es sein muß — kämpfen über 700 000 jüdische Bürger für ihr Land, das auch, das . Land ihrer Väter, ist und dem ihre ganze Liebe gehören muß und gehören wird,, denn der jüdische Staat ist nun kein Traum mehr, soridern eine ganz reale Wirklichkeit.“? Die Re'de Capitaine WeinerS. war ein Mahnruf an alle, die für die jüdische Sache stenen und eine Warnung für jene, die sich dieser Sache des Rechts entgegenstellen wollen. Zum Schluß wurde eine Resolution des Zentralkomitees verlesen, in der nochmals. ’üen Nationen der Dank ausgesprochen wurde Das Zentralkomitee sandte. Glückwunschtelegramme an Dr. Weizmann, David Ben C urion i nd ' Mosche Schertok. Mit der „Hatikwaii“ find der'„Marseillaise“ wurde diese große Feier beendet. Freiburg* Breisgau: , Am 14. Dezember fand eine Vefsamräling der Israel.tischen . Landesgenpeinde Südbadens statt, auf der, auch der Direktor des American ' wJoint Distrib ution Committces, Henry' La u - ■ f e r, als Gast zugegen war. Er hielt einen Vortrag über die Aufgaben und bisherigen ^Leistungen des AJ.DC. In .der darauf folgenden Aussprache wurde der Wunsch -geäußert, ein Kulturdezernat zu gründen. Eine besondere Freude für die Gemeinde War die Ernennungvdes Altstadträfces Rpr^+^mwalt Robert Gr umb a ch zum Ehrenbürger der Stadt. , ' , ' Der Vorsitzende der Gemeinde, Nathan Rosenberger, könnte dieser Tage iii voller Die Gemeindeabteiluhg des Zentral-Komitees der befreiten Juden in der britischen /Zone Deutschlands, Lübeck, Htekenitzstraße 34 B, gibt bekannt: 1. In dein Ermittlungsv-rfahren gegen den Internierten Friedrich Ge,rvä Geisel, geb./ 18. 2. 1894 in Pforzheim (Baden), bis 1943 wohnhaft in Breslau, Bismarckstraße 12 und ab 1943 in Gührau, Bez. Breslau (Schlesien), daselbst Kreisleiter — erbittet der Leiter der Anklagebehörde: beim Spruchgricht Benefeld-Bomlitz Benennung tfon Zeugen über die Tätigkeit des Obengenannten als Kreisleiter der NSDAP, 2. In dem Ermittlungsverfahren gegen Kurt Ä1- . fred Dom m ick, geb. 7. 2. 1907 in Splitter b: Tilsit, erbittet der öffentliche Ankläger beim Spruchgericht Bergedorf Auskunft über , die politischen Verhältnisse in Stettin. von 1933—1945, soweit von Mitgliedern der ehemaligen Jüdischen Gemeinde Stettin Angaben über die politische Tätigket des .Genannten . in dieser Zeit gemacht werden können. " 3. In dem Ermittlungsverfahren gegen den früheren Ortsgruppenleiter der NSDAP in Ortelsbur^' — Rudolf Pohl, geb. 11. 8. 1900,. erbittet der öffentliche Ankläger beim Spruchgericht Bergedorf Angaben von Mitr gliedern der früheren Jüdischen Gemeinde Orteisburg über die. politische Tätigkeit des Genannten in der Zeit der Naziherrschaft. Alle < Personen, die zweckdienliche Angaben über einen der drei Genannten machen können, damit diese zur Zeit in Haft befindlichen Naziaktivisten ihrer verdienten Strafezügeführt werden können, werdengebeten, diese derv Gmeindeabteilung beim Zentral-Komitee freundlichst umgehend mitzuteilen. Ersfe flFoße WohKäiiqReifs« Linderung der sozialen Not des Landes Nordrheiri*Westfalen unter dem Protektorat des Hetrn Jsczialministers. - HÖCHSTGEW IN N 250 000 RM HAUPTGEWINN, 175 OCO RM PRÄMIE 75000 RM insgesamt ' 521 S09 GEWINNE mit 6OßO000 RM Glücksbriefe Inhalt 5 .Lös« nach Wahl öder^ Einzellose. '. ljihon 1,50 HM —■ lhLos 3,—RAi ’ V.Los 6,- RM sind in allen im 'lande Norctrhein«Westfa!en durch Plaka’at schlag kenntlich gemachtenVer« kaufsste leri,sowie durch die freienVXohlfahrts» verbände oder direkt durch das MERKUR- HAUS (22a) Krefeld, zu'beziehen. ZIEHUNG 16.FEBRUÄR 1948 Gewinnliste 0.50 RM einschliefMich Porto. „Lotienegewinnc sind eintioinniensfeuerrrei‘ | 1.94b 37USf Jan. 15. i >onncri>tag Sa/walS. R * 16. l’reitai; i. u „ n. Sabbat Bau 5. H „• w Sonn ag öS , iö Montag 7 | ,, 20. D<ens>ag , \ n 8j „ 21. Mittwoch ” 9‘ 1 „ 22* Donnerstag » 10 1 „ 23. brertaii-. .• /. „ 1L I ' * . 24. 5ab bat . B'schatach „ 12. 1 „ 25 Sonntag " lS 1 26. ö ton tag Chantisciie U$or „ 14. 1 „ 27. L)iens>ag 15. 1 Aittiwoch . 16. 1 HOFBLUMENHAUS Düsseldorf,Graf*Adolf»Str.9 - Ruf 22354 u.22m Damen- und Herren-Modon W u pp ert a 1« E1 b e rteld km Rathaus — Fernsprecher 35084- Dampfkocli«, Trocjken« und S , Wasserversorgungsan'agen Ausführung^und Projektbearbeitung Auqusl ßößlino, Hiddenhausen ab.Herford