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Central-Verein-Zeitung · 1936-05-07 · 19 (7.5.1936) · p. [Seite]

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936) - farbig
Issue
19 (7.5.1936)
Date
1936-05-07
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Mexiko, Mittelamerika und Westmdien Die Zerstreuung der Juden über die Erde. (XXXV.) Nachdruck verboten. Mexiko ist der südlichste Teil Nordamerikas. Auch dort leben Juden, wenn auch ihre Zahl absolut und relativ unvergleichlich viel kleiner ist als in den USA. Leider ist eine Gesamtzahl der Juden in Mexiko nicht exakt anzugeben, weil die konsessionsstatistischen Ergebnisse der Volkszählung, die im Jahre 1930 durchgeführt wurde, noch nicht vollständig veröffentlicht worden sind. Mexiko ist ein Bundes staat, der aus 32 Bundesrepubliken zusammengesetzt ist. Noch vor 25 Jahren etwa war die Zahl der Juden sehr gering. In den letzten drei Jahrzehnten ist sie sehr angewachsen. Nach den Einzelergebnissen der Volkszählung von 1930, die für 13 der 32 Staaten vorliegen, ist zu schließen, daß die Gesamtzahl der Juden Mexikos trotzdem In der Republik Kostarika sollen nach einer nordamerikanischen Schätzung 350 Juden wohnen. Der Freistaat Panama hat im Jahre 1930 einen Zensus durchgesührt, der das Religionsbekenntnis der Bewohner ermittelt hat. Unter rund 470 000 Bewohnern der Republik Panama leben danach 850 Inden; das sind etwa zwei unter 1000 Menschen. Die Gesamtbevölkerung der kleinen Republik und auch der jüdische Volksteil des Landes weist einen ausgeprägten Männerüberschuß auf. Die Mehrzahl der Juden lebt in der Stadt Panama selbst, die am Golf von Panama, einem Teile des Großen Ozeans, liegt. Dort wohnen 470 Juden, d. h. 0,6 Prozent der Stadtbewohner. Auch in diesem kleinen, aber wichtigen Landm VcxiKo vewt2'0 n i ch t höher als bei etwa 6000 liegt. Da in Mexiko 16,5 Millionen Menschen leben (1930), so bedeutet dies eine Quote von drei bis vier Juden unter 10 000 Einwohnern des Landes. Das entspricht etwa der Gegenwartsquote von Spanien und Portugal. Das wenige, was die amtliche mexikanische Statistik in dem fast ganz katholischen Lande erkennen läßt, ist ein starker Männer übers ch u ß bei den Juden ebenso wie bei der übrigen Bevölkerung. In 12 der 13 mexikanischen Bundesländer, für die die amtlichen Ergebnisse vorliegen, leben jüdische Familien, oft nur kleinere Gruppen von 40 bis 50 Familien zu je drei bis vier Köpfen. Sowohl in den Staaten, die an das Atlantische Küstengebiet grenzen, wie auch in denen, deren Ufer vom Pazifik umbrandet werden, bestehen jüdische Niederlassungen. Die Zersplitterung über das ganze Land ist so groß, daß die Schlußfolgerung erlaubt ist, daß wohl in fast allen 32 Bundesländern jüdische Menschen verstreut leben dürften. Die in der jüdischen Literatur der letzten Zeit vertretene Auffassung, daß die Juden Mexikos ausschließlich in der Stadt Mexiko leben, ist freilich schon nach dem kleinen Ausschnitt der amtlichen Statistik von 1930 widerlegt. Außer der Stadt Mexiko ist von Orten nur einer größeren Anzahl jüdischer Familien Leon und P u e b l a zu erwähnen. Weitere Angaben sind derzeit nicht zu beschaffen. rb Gehört Mexiko geographisch noch zu Nordamerika, so leitet sein südliches Stück bereits zu M i t t e l a m e r i k a über. Auch in diesem Teil der neuen Welt wohnen jüdische Menschen, jedoch sind auch hier die Siedlungen nicht sehr zahlreich und auch nicht sehr menschenreich; es sind versprengte Splitter, die untereinander nur geringen Zusammenhang haben. Die amtlichen Statistiken der mittelamerikanischen Staaten geben nur sehr unvollständige Aufschlüsse, man ist hinsichtlich der konfessionellen Angaben hier größtenteils auf Schätzungen angewiesen, auf die man jedoch nicht verzichten kann, wenn man ein Gesamtbild von der Zerstreuung der Juden über den Erdball geben will. Der Staat, der unmittelbar an Mexiko grenzt, ist Guatemala. Hier ist das Religionsbekenntnis der Bewohner nicht erfaßt worden, Schätzungen liegen nicht vor. Ob es jüdische Siedlungen in Guatemala gibt, bleibt demnach ungeklärt. Salvador ist ein selbständiger Freistaat mit etwa 87 000 Einwohnern. Die Zahl der Juden in dieser Republik wird auf 750 geschätzt; die jüdische Quote liegt demnach niedriger als ein Prozent. Zwischen Guatemala und Salvador schiebt sich der Staat Honduras, der die letzte amtliche Volkszählung 1930 durchgeführt hat. Es ergab sich damals eine Bevölkerung von 850 000 Menschen, von denen 95 Prozent Katholiken und 1,75 Prozent Protestanten waren. Der Rest von 0,25 Prozent, etwa 1350 Einwohner, gehörte anderen Religionen an, ohne daß diese im einzelnen angegeben sind; hierunter sind also auch die wenigen Juden gezählt, die in Honduras leben. Da außer den großen christlichen Religionen eine Anzahl kleinerer christlicher und nichtchristlicher Sekten vorhanden sind, so kann die Zahl der Juden unter diesen 1350 Menschen nicht sehr groß sein. Für die englische Kolonie Britisch-tzonduras bestehen ebensowenig Angaben wie für den Freistaat Nikaragua. strich, der sich zwischen die beiden großen Kontinente Nordniid Südamerika schiebt, sind die Jiiden über das ganze Laiid hin versprengt. Die amtliche panamische Statistik gibt Konfessionsangaben für jede der neun Provinzen des Landes, es ist charakteristisch, daß die 850 Juden des Landes»ber sieben Provinzen hin v e r st r e u t leben. Nach der Stadt Panama ist besonders die Provinz Colon von Juden bewohnt, darunter in erster Reihe die Stadt Colon, die an der Nordseite Panamas, am Karibischen Meer liegt, das bereits in den Atlantischen Ozean hinüberlcitet. Aber auch in dom bergigsten Teil des Landes, an der breitesten Stelle der Landenge von Panama, lebt, von der Statistik für alle Zeiten gebucht, e i n jüdischer Mensch in der Provinz Veraguas, ein charakteristisches Kuriosum, das hier festgehalten sei. Die jüdische Versprengung selbst in die entferntesten Teile der Erde, hat auch nicht vor den Inselgruppen Halt gemacht, die Mittelamerika vorgelagert sind und die sich unter der Bezeichnung Große Antillen zwischen das Karibische Meer, den Golf von Mexiko und den Atlantischen Ozean schieben. Die weitaus größte Insel ist Kuba, ein selbständiger Freistaat, für den die Zahl der Juden auf 8000 bis 8500 geschützt wird, das sind etwa 0,22 Prozent (pro Mille) der 3,6 Millionen Einwohner. Etwa 4000 dieser Juden leben allein in Habana. Die Mehrzahl der kubanischen Juden sind aus O st e u r v p a e i n g e w a n d e r t e A s ch k e n a s i m , auf eine längere Geschichte blicken die s e P h a r d i s ch e n Juden Kubas zurück. Die jiddische Sprache ist unter den Juden Kubas noch weit verbreitet; davon zeugen auch zwei jiddische Zeitschriften. Die Insel Jamaica ist englisches Kolonialgebiet. In der Hauptstadt Kingston befindet sich eine größere jüdische Gemeinde, die nicht nur eine eigene Synagoge und eine jüdische Schule unterhält. Die Zahl der Inden auf Jamaica beträgt insgesamt etwa 1300 Köpfe, die in allen Zweigen der Wirtschaft, besonders aber im Export tätig sind. — Die Mehrheit der Inden Jamaicas sind sephardischen Ursprungs; vor Jahrhunderten konnten dort Marannen wieder offen zum Judentum zurückkehren. Für die Dominikanische Republik und für .die Republik Haiti liegen keine amtlichen Angaben vor. Bekannt ist, daß Juden in der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, in Santo Domingo, und ebenso in dem größten Ort der Republik Haiti, in Port au Prince, .leben. Die Gesamtzahl der Juden auf der Insel Haiti wird auf etwa 200 Menschen geschätzt. Selbst unter diesen wenigen Juden gibt es sowohl Sephardim wie Aschkenasim. Porto Rico ist eine Außenbesitznng der Vereinigten Staaten; dort leben nach der amtlichen Statistik etiva 200 Juden. , Ter westindische Jnselgürtel wird durch die Kleinen Antillen abgeschlossen, für die keine amtlichen Angaben über die jüdischem Bewohner vorliegen. Doch ist bekannt, daß auf einigen größeren Inseln einzelne jüdische Familien, allerdings in sehr kleiner Zahl, eine Existenz gefunden haben. Dr. e. R—%, Briefe aus West und Ost Schanghai Schanghai, Ende März 1936. Schanghai soll die sechstgrößte Stadt der Welt sein. Es gibt dort kerne Einwanderungsschwierigkeiten und keine Arbeitsbeschränkungsgesetze. Diese drei Punkte scheinen für Auswanderer sehr verlockend. Aber es sieht ein wenig anders aus, wenn man in Schanghai ist. Man hört in der Heimat immer von Leuten, die den Fernen Osten bereist haben, Schanghai biete unendliche Möglichkeiten. Aber das war einmal, als es noch eine aussteigende Wirtschaft in Schanghai gab. Unter fast 3 Millionen Einwohnern leben nur ungefähr 60 000 Ausländer hier, die Japaner eingerechnet. Schanghai ist also in gewisser Beziehung eine Kleinstadt. Die meisten Chinesen sind nach europäischen Begriffen so arm, wie kein Arbeitsloser in Europa. Die Wirtschaftslage ist augenblicklich erschreckend schlecht, so daß nur ein Zufall einem Arbeitsuchenden (Vorbedingung sind immer gute englische Sprachkenntnissc) Erfolg bescheren kann. Auf diesen Zufall kann er oft länger warten, als er zu warten vermag. Gewiß, es gibt Ausnahmefälle wie überall. Der eine oder andere hat Glück oder, was viel besser ist, von Hause aus gute Beziehungen und Empfehlungen. Aber im allgemeinen sind die Aussichten, sich bei der augenblicklichen Wirtschaftslage hier eine neue Existenz zu gründen, sehr gering. Die jüdischen Auswanderer aus Deutschland, die nach Schanghai gekommen sind, haben fast alle schwer zu kämpfen. In der Mehrzahl sind es Aerzte. Mit wenigen Ausnahmen verdienen sie, obwohl die meisten schon über zwei Jahre hier sind, höchstens das Existenzminimum. Ihre Ausgaben sind verhältnismäßig hoch. Es gibt keine Krankenkassen, wie wir sie kennen. Die Zahl der Aerzte ist viel zu hoch, und'leider auch die der Kurpfuscher, Man darf also, so wie die Lage jetzt ist, keinem Arzt raten, sich hier niederzulassen. Hinzu kommt, daß Arztrechnungen häufg nicht bezahlt werden. Eine Klage aber ist meist so teuer, daß die Kosten den Rechnungsbetrag übersteigen, Denn ob der Klüger gewinnt oder verliert, die Kosten muß er auf jeden Fall bezahlen. Für Rechtsanwälte liegt es noch schlimmer. Sie haben so gut wie keine Aussichten. Kaufleute — Schanghai ist eine reine Geschästsstadt — hatten einmal eine große Zeit. Als kleiner Angestellter kann ein Fremder sich nicht verpflichten und er wird auch keine Stellung finden. In allen subalternen Posten beherrschen die Chinesen das Feld. Sie beziehen gewöhnlich ein Gehalt von 30 bis 60 Dollars im Monat (ein Dollar sind heute ungefähr 70 Pfennige), und das gilt dann schon als „besser gestellt." Als Verkäufer im Warenhaus oder im Laden werden auch fast Nur Chinesen Zenommen. Kur einige wenige elegantö Geschäfte haben englische oder amerikanisch Verkäufer. Es bleiben also nur, wenn man siel nicht mit viel Geld als selbständiger Geschüftsmam niederlassen kann, die Berufe der Vertreter ode Stadtreisenden. Aber auch hierin erleiden di meisten kläglich Schiffbruch. Ein Kaufmann kam nur mit einem festen Vertrag in der Tasche nacl Schanghai kommen. Aber dieser Vertrag muß vor her sehr ernsthaft geprüft werden, denn sehr of werden solche Verträge nicht erfüllt. Es sollte fid überhaupt niemand davon blenden lassen/ daß e! diesem oder jenem in Schanghai sehr gut geht. Di Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit chinesische, Firmen besteht kaum, denn die Chinesen sind vo, größtem Mißtrauen gegen alle Fremden und un geheuer schwer von Entschluß. Hinzu kommt, das die Chinesen den Einfluß der Foreigners imme mehr zurückdrängen und nur selbständig arbeite, wollen. Durch die unglaublich billige chinesische uni oft noch billigere russische Arbeitskraft (weiß russische Emigranten) sind die Grenzen der Be rufe für Foreigners sehr beschränkt. Darun können auch europäische Handwerker hier keine, goldenen Boden finden. Kultur und Kunst in europäischen Sinne gibt es nicht. Kinos uni Dancing halls mit käuflichen Tanzmädchen sin die einzigen Unterhaltungsstätten. Außerdem gib es noch einige Nachtklubs und zweitklassige Kuba retts. Die Ausländer haben ihre Klubs, die ihnei meist für ihre Gefelligkeitsbedürsnisse genügen Ein ständiges Theater könnte sich nicht halten jede Nationalität hat ihren Amateur-Theater verein, der ein paar Veranstaltungen im Winte gibt. Der Summer ist so heiß, daß künstlerisch Veranstaltungen jeder Art sowieso unmöglich sind Der Bericht klingt leider sehr grau in gran Und mancher Leser wird denken: „Die da drauße, schreiben immer so, aus Angst, es kommen neu Auswanderer, die eine neue Konkurrenz bedeuten, Aber er ist nicht grauer als die Wirklichkeit, dem der Berichterstatter möchte lieber ja als nein sagen M.L. B. Bolivien Wir geben nachstehend anszugsweise eine Brief wieder, den ein aus Deutschland ausg wanderter junger Jude an seine Freunde g schrieben hat. Er schildert aus unmittelbare, Erleben die Eindrücke, die er hinsichtlich d, Arbeitsmöglichkeit sowie des Wirtschaftsleben in Bolivien und im übrigen Süden empfange hat. Der Schreiber war infolge der klimatische Umstellung längere Zeit krank. „Und mein zweiter Arzt, den ich aber erst na, drei Wochen ausfindig machte, war dann auch sek gut. Er war ein Pole (Jude), hat in Genf un Brüssel studiert und durste sich m C, wegen sein« Magister Kirsch dergiite Likör, Magister München VII Arbeit im Chaccvkrieg niederlassen. Aus demselben Grunde darf auch eine jüdische Aerztin aus Deutschland praktizieren. Dies sino aber die beiden einzigen Fälle von Akademikern, die ich kenne, die mit Erfolg ihre Niederlassung bewerkstelligen konnten. Für kaufmännische Angestellte liegt die Sache ein bißchen anders.. Ausländische Firmen können bis zu einem gewissen Prozentsatz nichtbvlivianische Leute einstellen, aber schwierig ist es schon für jemand, der noch keine Stellung hat, ins Land herein zu kommen. Ich habe seinerzeit mein Visum nur bekommen, weil ich eine Anstellung vorweisen konnte. Und direkt drüben von hier aus engagiert zu werden, ist natürlich keine einfache Sache ... Es ist mir wirklich immer peinlich, Leuten, die mich wegen Stellung und so anfragen, in diesem Sinne antworten zu müssen, weil die meisten denken, daß, wenn Man erst nml eine Stellung hat, auch automatisch die Möglichkeit besitzt, andere unterzubringen. Leider, leider ist man völlig hilflos und ohne Einfluß und muß froh sein, daß man selbst' uutergekvmmen ist. Wie die Lage in den anderen s ü d a m e r i k a n i s ch e n Ländern ist, kann ich natürlich nicht sagen. Bolivien liegt ja so aus der Welt und hat im Grunde so wenig Verbindung selbst mit seinen Nachbarn, wie Peru, Chile und Brasilien, daß es nicht übertrieben ist, wenn ich behaupte, über die großen Länder hier in Deutschland genauere Auskünfte bekommen zu können, als dies von Bolivien aus möglich wäre. A aslands-Nach richten Amerika Eine Abordnung der jüdischen Hilfskomitees für die polnischen Juden sprach beim polnischen Generalkonsul in New-Yvrk vor und übergab ihm ein Memorandum, in dem gegen die antijüdischen Vorkommnisse in Polen protestiert wird. Litauen Die litauische Regierung veröffentlicht eine; Erklärung, in der gesagt wird, daß sie die Vereinigung' der Rabbiner Litauens, die Agudas Harbonim, nicht als offizielle jüdische Körper-- schaft anerkennen, sondern nur als eine Berufsorganisation betrachten könne. Die Regierung plane dagegen die Einsetzung eines jüdischen Konsistoriums mit einem Oberräbiner an der Spitze. Oesterreich Eine Tagung der Delegierten der „Arbeitsgemeinschaft der Israelitischen Kultusgemeinden' im Bundesstaat Oesterreich" hat unter Vorsitz des Präsidenten der Wiener Kultusgemeinde, Dr. Desider Fried mann, beschlossen, im Hinblick auf die ernste Lage der österreichischen Judenheit der Regierung eine Denkschrift zu überreichen, in' der ans die gegenwärtige Situation der jüdischen Bevölkerung'aufmerksam gemacht wird. Polen Nachdem es zuerst hieß, daß der Prozeß wegen der Vorfälle in Przytik angesichts der politischen Lage im Herbst stattfinden sollte, wird jetzt als Termin der 2. Juni angegeben. Die Pläne zur Gründung einer landwirtschaftlichen Schule rn Wolhynien sind so weit ge-- diehen, daß mit ihrer Durchführung gerechnet werden kann. Die Schule wird sich in Ludmir befinden und 60 Schüler auf einem Boden von 42 Morgen aufnehmen können, Das Council for German Jewry gibt bekannt, daß sich das Ergebnis seiner Sammlungen in England nunmehr auf 504 730 Pfund beläuft. In Amsterdam beging die Vereinigung „D e Joodsche Invalide“ die Feier ihres 25jährigeN Bestehens, die gleichzeitig mit der, Grundsteinlegung für ein neues Verwaltungs-. gebäude verbunden war. Die Vereinigung, die in Holland zahlreiche jüdische Invaliden betreut, ist durch ihre rege Propagandatätigkeit, vornehmlich durch die von ihr veranstalteten Lotterien, außerordentlich populär. Bei der Jubiläumsfeier sprachen u, a. der Bürgermeister von Amsterdam, Dr. W. de V l u g t, Vertreter des Ministeriums, des Rabbinats und des Vorstandes der Nieder-, ländisch-Jsraelitischen Gemeinde. Die Königin hat der Vereinigung eine größere Spende zukommen lassen. IN einem Prospekt von Wildbad (Schwarzwald) wird mitgeteilt: „An jüdische Gäste können' nur Einzelbüder und einzeln benutzbare Kurmittel abgegeben werden. Nähere Auskunft erteilt die Staatliche Badverwaltung." Die Gesellschaft zur Förderung der evange-" lisch-theologischen Wissenschaft in der Provinz Sachsen und Anhalt hielt im Cordatussaal des Domkapitel'hauses zu Stendal einen stark besuchten Frühjahrserienkursus ab, in dessen Verlauf Professor Dr. H. Schmidt über „Die Bedeutung des Alten Testaments für die deutsche Gegenwart" sprach. Er gelangte zu dem Schluß, daß der Protestantismus der Prägung Luthers in dem Alten Testament seine Urkunde habe als einem Buch, das, auf höchster sittlicher Entwicklung stehend, den Willen im Verhältnis zu Gott, zum Gott seines Volkes, betont. Hauptschriftleiter und verantwortlich: Dr. Alfred Hirschberg; Stellvertreter: Dr. Margarete Edelheim. Verantwortlich für Bilder und Sport: Dr. Ernst G. Löwenthal, sämtlich in Berlin. Für Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Freiumschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen Friedrich Nathan, Berlin. DA I. Vj. dO 000. Fl. 5. Verlag: Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V., Berlin W 15, Einser Strasse "42. Druck der Buch* und Tiefdruck Gesellschaft mbH, Berlin SW, 19,

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