Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 16 (16.4.1936)
- Date
- 1936-04-16
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Tennisprogramm 1936 Eine ebenso interessante wie erfreuliche Neuregelung ist indes für Berlin getroffen worden. Die beteiligten Vereine: Tennisklub „Gruuewald", JSG 33 und Tennisclub „Kaiserallee" (vom R. j. F.-Sportbund) sowie Tennisclub Bar Kvchba Sport der Wodie Berlin Hockey-Gastspiel des Itus München Die JSG 33 empfing am 12. April den Besuch der 1. Hockeymanschast des Itus München. Tie Berliner gewannen zwar nach torlosem Halbzeitresultat mit 3:0, hatten jedoch in den Münchenern einen fast ebenbürtigen, iin Sturm sogar besser, wenn auch unglücklicher operierenden Gegner. Die Tore für die JSG, bei der der junge Vor dem Tor des Itus-München beim Hockeyspiel München—Berlin Fot. Martin Dzubas, Berlin mmmMi fr WWMW 11# und JSK (vom Deutschen Makkabikreis) haben sich ' in einem Spielausschuß zusmnmengeschlossen und werden M a n n s ch a f t s. s P i e l e für Damen und Herren in nach Spielstarke eingeteilten Klassen durchführen, die bereits am 10. Mai beginnen sollen. Diese Einführung, die hoffentlich auch in anderen Sportarten Schule machen wird, stellt eine wesentliche, im Interesse der Hebung des Spielniveaus nur zu begrüßende Bereicherung des Wettkampsbetriebes dar. Kämpfe waren, die am 10. April folgende Ergebnisse hatten: Schüler: Hakoah I—JSG 33 I 0:0; Hakoah II—Hagibor 1 1:1 (0 :1); JSG 33 II—Hagibvr II 6:0 (1 : 0); JSK I—Hakoah III 3:0 (1 : 0); JSK II—JSG 33 III 2 : 2 (0 : 0); Hakoah IV—Hagibvr III 5:0 (2:0); Hakoah V—Hagibor IV 3 : 0 (1:0). — Jugend: Hagibor I—JSG 33 I 1:1 (0 : 0); Hakoah I—JSG 33 II 4 : 2 (2 :1); Hakoah II— Hagibor II 7 : 0 (1 : 0). Am 12. April standen sich kombinierte Auswahlmannschaften, die aus allen vier Berliner Die Termine der Verbände Nach Ostern seht auch die Saison des „Weißen Sports", die Tennissaison, in vollem Umfang ein. Das Training, das zwar schon vorher ausgenommen, aber infolge der ungünstigen Witterung doch noch' nicht so ernsthaft betrieben werden konnte, wird nun zur regeliuäßigen Selbstverständlichkeit; denn vor allem die Spitzenspieler der Klubs werden sich mit Ehrgeiz und Eifer daran machen müssen, zur guten körperlichen Verfassung, die das Ausgleichstraining während der Wintermonate vermittelt haben sollte, auch langsam wieder die zum erfolgreichen Tennis notwendige, kontrollierbare Sicherheit und Länge der Schläge, die technische Voraussetzung zum taktischen Einsatz zu beimmiiiimitiuiiiiimmmiimtmümiiimmimimmniiiimimmiimit Meiste* teauäeew... ' Das Sportblatt der C.-V.-Zeitung beginnt demnächst eine Artikelreihe, in der sich hervorragende jüdische Sportler über ihre Trainingsarbeit äußern. Diese Selbstdarstellungen werden dem Nachwuchs im jüdischen Sport, dessen tatkräftige Förderung sich das Sportblatt der C.-V.- Zeitung bekanntlich besonders angelegen sein läßt, viele Hinweise von Praktischem Nutzen geben. >IlIIIIIIIIIlII!I!!!I»IIII!IIII!IIIIIlII!I!I»I!IlIIIll>!I!II»II!II!!!Il!I!Il!IlI!I>!I>! kommen. Die nächsten Wochen werden allgemein der Vorbereitung tiu einzelnen und der Aufstellung der Mannschaften dienen, die dann bald in die zahlreichen Ereignisse der bevorstehenden Saison eingreifen. Der R. j. F. - S P o r t b u n d eröffnet die Tennissaifon am 23. und 24. Mai mit einem I u - biläunrs - Einladungsturnier des Rot-Weiß Leipzig aus Anlaß seines zehnjährigen Bestehens. Die R e i ch s Meisterschaften sind wie im vorigen Jahre auch diesmal wieder dem Tennisklub Grunewald 1933 übertragen, der sie auf seiner schönen Anlage in Berlin-Schmargendorf in der Zeit vom 31. Juli bis 2. August durchzuführen beabsichtigt. Neben einer I u g e n d m e i st e r s ch a f t, die Hannovers Obhut übergeben ist, sind zahlreiche reichsvffene Vereinsturniere und die M a n n s ch a f t s - Meisterschaft des Sportbundes um den Wolfgang-Kaufmann-Pokal genehmigt. Eine Aenderung in der Ausschreibung sieht dieser zuletzt genannte, vielleicht wertvollste Wettbewerb dadurch vor, daß diesmal nicht Bezirksmannschaften, sondern die besten Vereinsmannschaften, die die Bezirke bis zum 8. Juni zu ermitteln haben, um den Titel streiten werden. Der Deutsche Makkabikreis, der in Dreyfuß (früher Elberfeld, jetzt Berlin) einen neuen Tennisobmann erhalten hat, wird zur Saisonoröffnung eine Kreis-Auswahlmannschaft Ende Mai zu Wettspielen nach Prag, Preßburg, Budapest und Cernauti entsenden. In der Zeit vom 23. bis 28. Juni ist dann ein Internationales Turnier des Jüdischen Tennisclubs Bar Kochba-Berlin beabsichtigt, für das Verpflichtungen bekannter ausländischer Spitzenspieler noch schweben. Kreismeisterschaften und Mannschaftswettspiele im üblichen Rahmen vervollständigen das Programm des Makkabi-Tennis. Das interessiert den Handballer Es gibt ein Ballspiel, das im deutschen Sport vorerst noch wenig, im jüdischen Sport überhaupt noch nicht bekannt ist: Basketball oder Korbball (nicht zu verwechseln mit dem Spiel, das schon seit längerer Zeit in der früheren Deutschen Turnerschaft unter der Bezeichnung „Korbball" gespielt wurde). Und dabei ist dieses Spiel, das in Amerika zu den weitverbreitetsten Kampfspielen gehört und etwa acht Millionen Anhänger hat, wie kein zweites geeignet, im jüdischen Sport eine Pflegestätte zu finden, weil es anch dort gespielt werden kann, wo kein reguläres Spielfeld zur Verfügung steht. Tie Größe eines Basketball-Spielfeldes beträgt nämlich maximal nur 29 X 15 Meter. Der Spielgedanke ist recht einfach. Die Mannschaften, die ans je fünf Spielern — auch das ist für viele jüdische Vereine ein bemerkenswerter Vorteil — bestehen, versuchen, den Spielball in den Korb (Basket) des Gegners zu werfen. Dieser Korb ist an einem Brett wagerecht in 3,05 Metern Abstand vom Erdboden errichtet und hat einen Durchmesser von 45 Zentimeter. Ausgabe des Gegners ist es, dieses an sich schon schwierige Vorhaben mit allen erlaubten und möglichen Mitteln Löwy als Verteidiger der beste Mann war, schossen nach der Pause Mosler aus einem Gedränge hermis und Ostrowski, der einmal durch einen Nachschutz das zweite Tor und kurz vor Schluß auf einen Fehler des sonst ganz ausgezeichneten Münchener Torstehers Weiß hin auch das dritte Tor. erzielte. H. F. Tage der jüdischen Fussballjugend Die Spieltage am 10. und 12. April standen im Zeichen der Jugend. Der Spielausschuß jüdischer Fußballvereine veranstaltete für sie, während die Senioren völlig pausierten, Wettspiele der Vereinsrnannschafteu und kombinierter Auswahlmannschaften. Die Leistungen standen durchweg auf beachtlicher Höhe und ließen erkennen, daß eine systematische Erziehung des vorhandenen Materials, wie sie in Berlin in Angriff genommen zu werden scheint, einen ausgezeichneten Nachwuchs und Ersatz für die bedenkliche Schwächen zeigenden Spitzenmannschaften heranbilden wird. Schade, daß nur wenige Zuschauer Zeugen der spannenden zu verhindern und seinerseits zum Angriff überzugehen. Dlis erklärlich schnelle und abwechslungsreiche Spiel, das natürlich auch iu der Halle von Frauen, Männern und Jugendlichen betriebeil werden kann, ist dabei ein glänzendes Training für Handballer; denn es erfordert in hohem Maße die dem Handballer eigenen Eigenschaften: Schnelligkeit, Wendigkeit, plötzliches Starten, Abstvppen. Täuschen; es erzieht zur Körperbeherrschung, Ausdauer und Einsatzbereitschaft. Ohne Näheres aus dem Regelwerk verlauten zu lassen, sei bemerkt, daß namentlich eine Regel für den Handballer von größtem erzieherischen Wert^ ist: eil: Spieler erhält bei körperlichem, hartem Spiel einen sog. persönlichen Fehler. Bei vier solcher Fehler hat der Spieler auszuscheiden. In D e u t s ch l a n d haben dieses Spiel bisher nur wenige Vereine eingeführt, in den Lehrplan der Heeressportschulen hat es dagegen bereits Aufnahme gefllnden. Basketball wird inr übrigen auch bei den Olympischen Spielen gezeigt — ein weiterer Beweis dafür, daß es ein in jedem Fall ernst zu nehmender Sport ist. Die jüdischen Sportvereine sollten sich mit diesem Spiel, das unseren beschränkten Verhältnissen geradezu entgegenkommt, einmal näher befassen und energisch au seine Einführung in unser Sportprogramm denken. Vereinen zusammengestellt waren, gegenüber. Auch in diesen Spielen waren glänzende, zum Teil sogar hervorragende Leistungen, wie man sie bei kombinierten Mannschaften selten sieht, an der Tagesordnung. Es siegten in der ,S ch ü l e r klüsse A: Schwarz! Rot—Blau/Weiß 2 : 0; in der Schülerklasse B: Blau! Weiß—Schwarz/Gelb 2 :1; in der Jugend klaffe A: Blau/Weiß—SchwarpRot 4 : 0 und in der Jugendklasse B: Blau/Weiß—SchwarzWeiß 4 : 0. RjF Breslau beim BRC Helvetia Die 1. Handballmannschaft von RjF Breslau hatte in ihrem Spiel gegen Helvetia I nichts zu schlagen und siegte nach vertändelter Vorpausenzeit (3 :1) zum Schluß hoch und dem Spielverlauf entsprechend mit 10 :1 Toren. Der Mut der Helvetia-Spieler, deren Können noch keineswegs ausreicht, um einer Mannschaft vom Range des RjF Breslau erfolgreich gegenübertreten zu können, ist jedenfalls bewunderswert; sonst war das Spiel weder für den Besiegten, der bei derartiger Ueberlegenheit nichts lernen kann, noch für den Sieger, dessen Elf nie ausgespielt hat, von Belang. RjF Breslau II schlug Hagibor 14:2 (2 :2). Die Verbandsspiele vom 10. April hatten folgende Ergebnisse: JSG 33 2..Frauen—JSK 1. Frauen 2: 2 (1:1); Helvetia I—JSG 33 VI 1:0 (0 : 0); Taubstummen Jugend—Bar Kochba 2. Knaben 7 : 3; Bar Kvchba 1. Knaben—JSG 33 3. Jugend 2:2 (2:0); Bar Kochba A. H.—Helvetia II 1:1 (Gesellschaftsspiel); JSG 33 VII—JBC Berlin 9 :0; JSK II—Bar Kochba V— 4:3 (3:0); Bar Kochba 3. Jugend—Bar Kochba 3. Knaben 18 : 0 (11 : 0). M. F. Schlesien Fussballerfolge des RjF Breslau Am 10. April brachte der RjF Breslau auf seinem Platz drei Freundschastskämpse im Fußball zur Durchführung. Das Spiel der Alten Herren des RjF Breslau und des Bar Kochba Breslau zeigte beiderseits recht schwache Stürmerleistungen und endete torlos. Die Jugend Mannschaft des RjF war gegen die des Bar Kochba körperlich und im Feldspiel überlegen, jedoch spielte ihr Sturm vor dem Tor zu unentschlossen, so daß Bar Kochba das Spiel bis zum Wechsel torlos halten konnte. Nach Halbzeit schoß der Mittelstürmer des RjF das einzige und siegbringende Tor. Im Hauptspiel trat RjF Breslau II gegen RjF ÖPPeln I an und konnte nach schönem Spiel einen 4:2 (1:1)-Swg erringen, der allerdings nicht dem Kurze Sportnotizen Erfolge jüdischer Tennisspielerinnen Bei den nationalen Hallentennis me i * sterschaften Amerikas, die dieser Tage ich N e w - P o r k durchgeführt wurden, gelang e> Nvrma Taubele einen ehrenvollen zweiten Platz zu belegen. Erst in der Schlußrunde mußte sie sich von John van Rhn mit 4:6, 3:6 knapp geschlagen geben. Großes Aufsehen erregte der Sieg der erst 18jährigen englischen Tennisspielerin Pat L a n « non im Handikap - Wettbewerb des Herga Open Tournaments in Harrow. In Alexandrien kam die österreichische Spitzenspielerin Trude Wolf mit dem Tschechen Roderich Menzel als Partner in die Schlußrunde des Gemischten Doppel. Hier unterlagen sie dann ganz knapp dem englischen Paar Miß Borke/ Hughes. Amerikanische Tischtennismeisterschaften für jüdische Spieler Bei den amerikanischen Tischtennismeister-' schäften, die kürzlich in Philadelphia unter Beteiligung einiger ungarischer und englischer Spitzenspieler stattfanden, gab es in allen Wettbewerben Erfolge jüdischer Spieler. Im Herreneinzel holte sich der Ungar Bar n a den Titel gegen Abe Ehrenbaum, der vorher den Engländer Hahdon geschlagen hatte. Mit der Weltmeisterin Ruth Aarons als Partnerin gewann Barna auch das Gemischte Doppel gegen Blattn e r - Miß Purvis. Im Herrendoppel schließlich siegte das Weltmeisterpaar B l a t t n e r - Mae Clure gegen die Ungarn Barna-Clancz. Hugo Meisl Sekretär des Europa-Cap-Komitees Bei einer Sitzung der am Europa-Cup der Fußballer beteiligten Nationen am 11. April rn Prag wurde Hugo Meisl, der Verbandskapitän des österreichischen Fußballbundes, zum Sekretär des Komitees gewählt. Palästinensische Fussballer gegen „Bocskai“ ohne Sieg Die ungarische Berufsfußballmannschaft von! Bocskai konnte ihre Palüstinatourne ohne Niederlage beenden. Nach den beiden Siegen, über die wir bereits berichteten, mußten sie sich gegen Hapoel in T e l - A v i v zwar mit einem 2 :2 (2 :0) Unentschieden begnügen, konnten aber in ihrem letzten Spiel gegen ein Auswahlteam deß Landes nach einer 3:1-Halbzeitführung einen 4 :2-Sieg erringen. Etwa 8000 Zuschauer sahen aus beiden Seiten hervorragende Leistungen. Neue Schwimmrekorde der Hakoah Im Rahmen des SchwimmländerkamPfeZ Oesterreich-Polen, der am 5. April in W i e n statt-! fand und in dem auf polnischer Seite der jüdische Schwimmer Schreibmann beteiligt war, gab es in den Nebenwettbewerben einige wertvolle Siege der Wiener Hakoah, darunter auch eine Rekordverbesserung: Hakoahs Damen-Lagenstaffel in der Besetzung Goldner, Wertheimer, Deutsch gelang es, den bisherigen Rekord von 4.18,4 auf 4.10,2 erheblich zu verbessern. Benny Leonard nach Palästina Der neugegründete palästinensische Boxverband hat dem früheren englischen Boxweltmeister, Benny Leonard, einen Vertrag unterbreitet, der ihn auf drei Jahre als Trainer verpflichtet. Leonard beabsichtigt, den Vertrag an-! zunehmen und sofort nach Palästina, dessen Box« sport dadurch sicherlich einen Auftrieb bekommet würde, abzureisen. Jüdischer Boxamateur vertritt USA Am 5. Mai boxt im Wembley - Stadion eins amerikanische Amateur-Auswahlmannschaft gegen eine Vertretung von Großbritannien. Im Leicht-! gewicht startet dabei für Amerika der jüdische Boxer Murray K r a v i tz, der von Beruf Setzer ist. v Bei den Staatsmeisterschaften der öfter-» reichischen Amateurboxer gelang es im Halk^ schwergewicht dem Makkabimann Kor muß, nach mehreren Ausscheidungskämpfen in der Vor-» schlußrunde nur knapp geschlagen, einen ehren-« vollen dritten Platz zu belegen. cmiiiiiiiHmiimmiiiimimmiimiiiiimiiimuiiiiumiiiiiimiiiiiniiiKi Stärkeverhültnis entsprach, da die Oppelner den Gastgebern ebenbürtige Gegner, aber durch Verletzung ihres guten Halblinken stark gehandicapt waren. Die schnelle, harte Oppelner Kampfmannschaft dürfte bei weiterem Training noch gute Erfolge versprechen. vul. Mitteldeutschland Schild Leipzigs Fussballniederlage in der Vorrunde Im Vorrundenspiel um die R e i ch s meisterschaftim Fußball zwischen Schild Leipzig und RjF Beuthen gab es eine weitere Ileberraschung, da die oberschlesischen Gäste mit 4 :0 über den vorjährigen Endspielpartner des ebenfalls geschlagenen Meisters Schild Frankfurt a. M. verdienter Sieger blieben. Bis zur Pause hielt sich Leipzig noch einigermaßen, obwohl es nach kaum zehn Minuten Spielzeit seinen besten Stürmer