Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 10 (5.3.1936)
- Date
- 1936-03-05
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Engen Schwarz, München Domfreiheit, nächst der Kaufingerstrasse empfiehlt zum 50 jährigen Bestehen der Firma, m eigener modern eingerichteter Gross-Rösterei «5!*«* rrlsch gebrannten KAFFEE Juoiittnms-Mischungzu BiH.2.40 p. Pfund. T»-öTSi.Mnd Von 3 Pfund an portofrei t^udilLnms-kreisiiste mit vielen billigen Angeboten wird auf Wunsch zugesandt. der Geschichte wird nach Metzgers Ansicht möglicherweise darin bestehen, die Idee des Unbedingten in der von den alten Ideen verlassenen Welt zu verwirklichen. Da diese Idee sich nur in einer geordneten Welt verwirklichen läßt, ergibt sich als Ziel der Geschichte: die Realisierung einer von der Idee des Unbedingten erfüllten gesellschaftlichen Welt. gü. Lo. gebung aber ist die Gewißheit, wenn auch nicht Erkennbarkeit eines Zieles; fehlt es an dieser Voraussetzung, so treffen die Ereignisse den Menschen in ihrer ganzen Brutalität und Dämonie. Ziel der Geschichte ist somit grundsätzlich die Erlösung und Befreiung von dem Druck und der Dämonie des in das menschliche Dasein einbrechenden Schicksals. Die abendländische Gesellschaft hat der Geschichte nicht von Anfang an diese hohe Bedeutung zugesprochen. Die Antike kennt keine zielgerichtete Geschichte, sondern nur ein zielloses, blindwaltendes Schicksal; als Folge ergibt sich eine Abkehr von den Dingen und eine Neigung zur Philosophie und Kunst als den Gebieten einer ewigen, unwandelbaren, kosmischen Ordnung jenseits von Raum und Zeit, Werden und Vergehen. Erst im Judentum, und später im Christentum, gewinnt die zielhafte Auffassung des Geschehens Raum. Alles Geschehen ist dem, Juden mehr als Natur oder als Schicksal: es ist ihm das Eingreifen eines göttlichen Willens. Die Welt wird nicht mehr wie in der Antike sich selbst überlassen, sondern ist der Schauplatz eines planvollen, gottgewollten Geschehens. Der Jude vertraut daraus, daß Schuld und Strafe, Umkehr und Barmherzigkeit trotz ihrer steten Wiederholung nur Stationen auf dem Wege zur Enderlösung, zur Neuordnung der Welt und Verwirklichung des göttlichen Weltplanwillens sind. Anders das Christentum: das Leiden der Welt hat hier ein solches Maß angenommen, daß eine Erlösung nicht mehr auf dem Boden der irdischen Welt erfolgen kann; die Geschichte wird ihm zum Kampf, der den endgültigen Sieg des Geistes herbeisühren soll. Dieser dualistische Standpunkt, diese Frontstellung des Innen gegen das Außen mit dem Ziel der Ueberwindung der Welt ist im Christentum, wie der Vortragende in eingehenden Ausführungen darlegte, in allen Wandlungen der gleiche geblieben. Am Ende dieser mehr als tausendjährigen Epoche steht Hegel, mit dem der Glaube an die Wirklichkeit des Geistes und der Vernunft seinen höchsten Triumph feiert. Im letzten Jahrhundert, beginnend etwa mit Goethes und Hegels Tod, ist die Ueberzeugung von der Wirklichkeit einer zeitlosen übersinnlichen Welt zerstört worden. Mit dem Aufkommen des Positivismus wird nur noch das sinnlich Wahrnehmbare und Erfahrene als gegeben und wirklich anerkannt: das Ewige hört auf, der Mensch ist der Empirie verfallen, die Natur bricht in die Geschichte ein.. Es gibt kein Ziel, keine Erlösung mehr, Geschichte ist nur noch eine Mechanik der Entwicklung. Da der Bestand des Judentums aber mit dem Glauben an ein zielgerichtetes Geschehen untrennbar verbunden ist, sieht Metzger — und mit vollstem Recht! — die größte Tragik in der heutigen Situation des Judentums darin, daß es in einer schwierigen äußeren Situation von dem Zusammenbruch eines Weltbildes betroffen wird, das wesentlich sein eigenes war. Bei dieser Sachlage ergeben sich zwei Probleme: einmal ist, ähnlich wie in der Antike, der Mensch in seiner realen, nackten Existenz wieder der Dämonie des Schicksals ausgeliefert, dem gegenüber er sich nur soweit Freiheit verschaffen rann, als er — wie Nietzsche es formuliert hat — in Gehorsam gegen das Höchste nach feiner äußersten Wirklichkeit langt. Zum andern aber ist die Frage nach dem Sinn der Geschichte als solche problematisch geworden. Die alten Ziele sind dem Menschen entzogen. Eine neue Zielsetzung Emanuel bin Gorion sprach auf Einladung der 'Berliner Ortsgruppe des Jüdischen Lehrerverbandes in Preußen über sein Lesebuch „Das siebenfache Licht", das in Nr. 6 der C.-V.-Zeitung eingehend gewürdigt wurde. Der Vortragende betonte, daß es ihm vor allem daran gelegen gewesen sei, einen repräsentativen Kanon zu schaffen, der das jüdische Motiv in der deutschen Dichtung und weiterhin auch in der klassischen deutschen Prosa widerspiegele. Er gab zunächst überaus scharfe und einprägsame Charakterisierungen der jüdischen und nichtjüdischen Autoren, die in seiner Sammlung vereinigt sind. Es siel auf, daß er aus der Maste der Autoren das Genie Salomon Maimons heraushob; und daß er von den jüdischen Schriftstellern in deutscher Sprache nur dem Sinnspruchdichter Moses Ephraim Kuh, Heine und Moritz Heimann echtes Dichtertum zuerkannte; alles andere sei nur „Literatur". Danach wies bin Gorion aus. den literarischen Formenschatz der Sammlung hin. Die anschließende Aussprache, die auf beachtlichem Niveau stattsand, suchte die Frage der pädagogischen Verwendbarkeit des Lesebuches zu klären. Man kam zu dem Ergebnis, daß das Lesebuch nicht nur den sachlich interessierten Philologen angehe, sondern auch für die jüdische Jugend von großem Nutzen zu werden verspreche, wenn der sachkundige Lehrer die Anleitung zum Gebrauch des Buches in der Hand behielte. F. F. Semester-Schlutz-Feier des Berliner Lehrhauses: Donnerstag, den 12. März, 20.15 Uhr, Aula, Joachimsthaler Straße 13. Es wirken mit der Jnstrumentalkreis des Lehrhauses unter Leitung von Hermann Schildberger und Gertrud W e r t - heim (Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, chorisch und kammermusikalisch besetzt), der Singkreis des Lehrhauses unter Leitung von Erwin I o s p e (mittelalterliche Chöre und palästinensische Volkslieder) und die Arbeitsgemeinschaftsleiter: Fritz E i s e n b e r g (Dichtungen von Wolfskehl) und Hanns John'Jacobsohn (Pessach Nigunim). Rambam-Lehrhaus. Sonderveranstaltung in Gemeinschaft mit der Gruppe Pestalozzistraße des Synagogenverbandes Berlin: 21. März, 20.15 Uhr, in der Synagoge Pestalozzistraße. Rabbiner Dr. Harry L e v h spricht über „S. R. Hirsch und Franz Nosenzweig". Der Verband polnischer Juden in Berlin beabsichtigt in der dritten Märzwoche eine Arbeitsgemeinschaft für Jiddische Sprache und Literatur für seine Mitglieder ins Leben zu rufen. Leiter dieser Arbeitsgemeinschaft sind die Herren: Leo Hirsch, Dr. M e i t l i s und S t e n z e l. Interessenten werden gebeten, sich schriftlich an das Sekretariat des Verbandes polnischer Juden e. V., Berlin kl 54, Linienstraße 69 bis zum 10. März zu melden. Das Patenschaftskomitee für das Adaß-Schulwerk veranstaltet am Sonntag, den 15. März, 18 Uhr, im Brüdervereinshaus, Kurfürstenstraße 115/116 ein Schul-Abschlußsest zugunsten seines Schülerstipendienfonds. Im ersten Teil des Programms werden Schüler und Schülerinnen eine Revue in sieben Bildern, betitelt „H e d a d , zur A l i j a h" zur Aufführung bringen. Im zweiten Teil des Abends,, dem Afikoman, werden bewährte Berliner Künstler Mitwirken. Eintrittskarten nur im Büro Siegmundshof 11, Tel.: 0 9 Tiergarten 4141. Die Liebermann-Ausstellung verlängert. Des großen Erfolges wegen und auf zahlreiche Wünsche hin ist die Liebermann-Gedächtnis-Ausstellung im Jüdischen Museum, Oranienburger Straße 31, bis einschließlich den 22. März verlängert worden. Besuchszeiten: Montag bis Donnerstag, 10 bis 18 Uhr, Freitag und Sonntag, 10 bis 14 Uhr. Eintritt 50 Psg., Jugendliche Ermäßigung, Erwerbslose und Schüler 10 Psg. Rembrandt: „Der Triumphzug Mordechais“-Radierung Archiv Herbert Sonnenfeld, Berlin MW fiUiüJüimfiimiiuiiiiniiimmiiimmimiimmjiimiiuiiiiiuiiiiniiiiiiniiitiiuiimiiiiifirifittiiiniiüfiiiiiiiiiiumifisiiimEHiiiiiiiiiimiiijmmiiiiiiHi SEEW ORBACH Die Jüdische Jugendbewegung hat einen ihrer besten Menschen verloren. Seew Orbach, Chaluz aus Deutschland, jüdischer Arbeiter aus Giwat Brenner, Vorbild und Führer der chaluzischen Jugend in Deutschland, ist in jungen Jahren einer schweren Krankheit erlegen. Vor einem Jahr war er zu uns zurückgekommen, um hier in der Leitung des Hechaluz und seines Bundes, des Habonim, zu arbeiten. Im Reichsausschuß der Jüdischen Jugendverbände vertrat er die chaluzischen Jugendbünde. Sein Tod reißt eine kaum zu überbrückende Lücke in die Reihe der Menschen, die an der Gestaltung der Zukunft unserer jungen jüdischen Generation arbeiten. Es bleiben sehr wenige, die an Verbundenheit mit jüdischer Jugend, Kenntnis ihrer Sorgen und ihrer Arbeit und an Befähigung zu klarer und geradliniger Führung Seew Orbach an die Seite gestellt werden können. Schwerer noch trifft, weit über den engeren Kreis seiner Freunde und seines Bundes hinaus, der Tod Seew Orbachs alle, die diesen seltenen Menschen gekannt haben und die ihm in seiner Arbeit begegnet sind. Ein Dtensch von einer ganz ungewöhnlichen Reinheit des Wesens, Reise der Persönlichkeit und Hingabe an sein Werk hat uns verlassen. Was er den Menschen seines Bundes, was er dem Hechaluz als Gefährten, Mahner, Wegbereiter und Freund bedeutet hat, weiß nur sein engerer Kreis. Wir haben ihn in der Gemeinschaftsarbeit jüdischer Jugend gekannt, haben ihm in den Beratungen des Reichsausschusses in vielen Gesprächen gegenüber gesessen. Vom ersten Augenblick an waren wir alle von der ruhigen Kraft gefangen, die von ihm ausging: der Kraft eines jungen und doch schon ganz reifen Mannes, wie sie nur die volle und ausschließliche Hingabe an eine Idee verleiht. Einer, der menschlich bezwang, weil er selbst ganz von einem großen Gedanken bezwungen war, der sich an ihm verbrannte und der die leidenschaftliche Ergriffenheit so völlig in ‘ tätige Energie und führende Arbeit umsetzte, daß er äußerlich ganz Ruhe war« ganz Verzicht auf laute Wirkung, sicher der Kräfte die von innerem Wert ausströmt. Wer so in der sicheren Geborgenheit einheitlichen Wollens und Wirkens ruht, hat es leichter, Verständnis aufzubringen für den, der andere Wege geht oder zu gehen versucht. Seew Orbach, selbst ein entschlossen seines Weges Gehender, hat immer jeden jungen Menschen, der in ernsthafter Bemühung für sich und seine Gruppe Antwort auf die Frage nach jüdischer Zukunft suchte, verstanden. Ein im besten Sinne des Wortes ritterlicher Mensch. Es widerstrebt uns als Unbescheidenheit, uns neben Seew Orbach zu stellen, aber wir können es nicht schlichter und aufrichtiger sagen: Ein Freund ist uns genommen. Frieärieli Brodaitz * Der Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände hat aus Anlaß des Todes von Seew Orbach eine Trauerkundgebung erlassen. Frau Hanna Holländer bittet uns um Ausnahme folgender Danksagung „Bei dem Tode und der Beisetzung meines Mannes sind mir so viele Beweise des Mitgefühls und der Mittrauer um den teuren Verstorbenen zugegangen, daß ich nur auf diesem Wege meinen Dank aussprechen kann."' Der Central-Verein und die C.-V. - Zeitung haben aus Kreisen der Freunde des CV und der großen jüdischen Organisationen zahlreiche Trauerkundgebungen erhalten, für die sie gleichfalls auf diesem Wege herzlichen Dank sagen. (26. April 1875) bis zum Dezember 1907 auf 1008 erhöhten. Das Aufkommen der Wagnerschen Opern bedeutete für Meyerbeers Werk eine empfindliche Einbuße, und die nächsten Jahre konnten mit dem Siegeslauf der „Hugenotten" nicht mehr Schritt halten: am 29. Juli 1914 waren, bei einem verhältnismäßig nur geringfügigen Zuwachs, 1031 Aufführungen zu verzeichnen. Ein völliger Stillstand trat während des Krieges ein; erst am 10. September 1920 erschienen die „Hugenotten" wieder auf dem Pariser Spielplan. Die Premiere der letzten Neuinszenierung fand am 13. Januar 1930 statt; die letzte Aufführung überhaupt — die 1068. des Werkes — am 23. September desselben Jahres. Rein zahlenmäßig läßt sich dem Erfolge von Meyerbeers „Hugenotten" in Paris nur noch Gounods,Faust" an die Seite stellen. L. Theater, Musik, Film Jda Roland, von ihrer schauspielerisches Tätigkeit in Berlin her bekannt, trat a,m Wiener Burgtheater als Cleopatra in Shakespeares „Antonius und Cleopatra" aus. ) * / Die New-Aorker Uraufführung von Fpanz Werfels Bibeldrama „Der Weg der Verheißung" in der Inszenierung Max Rain- Hardts ist aus September 1936 verschoben / worden, da sich der Bühnenraum der Manhattan .'Opera für die szenischen Anforderungen des Stückses als unzulänglich erwiesen hat und die notwendigen Cinbauten erst vorgenommen werden müssen. * Das Reinhardt-Seminar in Wie^n veranstaltete unter Oberleitung von Dr. Ernst/ Lothar zwei Ausführungen von Schnitzlers „Liebelei". *; Im Theater in der Josefstadt in Wien wird demnächst Lessings „Nathan der Weife" völlig neu inszeniert zur Ausführung gelangen. P Im Theater in der Josefstadt in W i e n konnte das neue Lustspiel von Franz M o l n ä x „Große Liebe" unlängst das Jubiläum der 5 0. Ast u s s ü h » r u n g feiern. < * Im Jüdischen Kulturtheater in W ie n fand die deutsche Uraufführung detz Dramas „Die goldene Kette" von I. L. P e r e z in der Inszenierung von E. Jubal statt. * In Paris fand im Rahmen einer Galavorstellung, deren Patronat der Präsident der französischen Republik, Albert L e b r u n, übernommen hatte, die Welturaufführung des Films „Samson" statt, dessen Hauptrolle Harry Baur spielt. Henry Bernstein, der Verfasser des Stückes, nach dem der Film gedreht wurde, hielt die Festansprache. * Die Salzburger Fe st spiele 1936 sinden in der Zeit vom 25. Juli bis 31. August statt. Sie werden mit Beethovens „Fidelio" unter Toscaninis Leitung eröffnet; Emanuel L i st.wird den Rocco singen. Als Dirigent ist auch in diesem Jahre wieder Bruno Walter an den Salzburger Festspielen in hervorragendem Maße beteiligt; so wird er u. a. Hugo Wolfs Oper „Der Corregidor", ferner den italienischen „Don Giovanni" und Glucks Oper „Orpheus und Eurydike" leiten. Bei den gleichzeitig stattfmdettden Orchesterkonzerten der Wiener Philharmoniker dirigiert Walter die Dritte Symphonie von Gustav Mahler. Im Salzburger Schauspielprogramm wird neben Goethes „Faust" Hugo von Hosmannsthals „Spiel von Jedermann" wieder ausgenommen. # In der Zeit vom 2. bis 13. Juni findet in Wien ein internationaler Wettbewerb für Gesang und Klavier statt, der im wesentlichen dazu dienen soll, unbekannten Künstlern den Weg in die Oesfentlichkeit zu ebnen. Die Jury setzt sich u. a. zusammen aus Professor Kobold, Weingartner, Furtwängler und Bruno Walter. An dem Wettbewerb dürfen sich Sänger und Sängerinnen im Alter von 18 bis 30 Jahren, Pianisten und Pianistinnen im Alter von 16 bis 30 Jahren beteiligen. * Arthur Schnabel gibt in der Carnegie Hall in New-Pork einen Zyklus von sieben Beethoven-Abenden, an denen er sämtliche 32 Klaviersonaten Beethovens zu Gehör bringt. * Das Kolisch-Quartett bereiste das Inselreich. Erfolgreiche Konzerte fanden u. a. in London, Aberdeen und Dublin statt. * Die diesjährige Season bon Covent-Garde« in London sieht unter anderem eine Neuinszenierung von Offenbachs „Hossmanns Erzählungen" vor. * An der Scala in Mailand befindet sich die. neue Oper von Richard Strauß „D i e schweigsameFra u", Textbuch von Stefan Zweig, in Vorbereitung. Die. Premiere ist auf den 11. März angesetzt. * ' Alexander Kipnis trat in der Wiener Staatsoper, der er jetzt als festes Mitglied angehört, als Hunding in der „Walküre" und als Veit Pogner in den „Meistersingern" aus. * Direktor Ernst Tolszyner hat das Singspiel „Der alte Silbergulden" von Charles Weinb e r g e r zur Welturaufführung für das Wiener Stadttheater erworben. Das Werk wird aus Anlaß des 75. Geburtstages des Komponisten Anfang April im Rahmen einer Festaussührung gespielt werden. * Toscanini hat zugesagt, das Eröffnungskonzert des von.B.ronislav Hubermann neu geschaffenen Palästinensischen Sinfonie-Orchesters im Oktober in T e l A v i v zu dirigieren. * Die Cembalistin Gertrud Wertheim wurde für Konzerte nach Holland, der Schweiz und Schweden verpflichtet, die teilweise von den entsprechenden Rundfunksendern übernommen werden, - * Rudolf Serkin gab einen Klavierabend in Basel. .Hier konzertierte, er auch mit Adolf Busch. Vielbeachteter Mittelpunkt war die Wiedergabe einer Reger-Sonate. Das ganze Programm wurde v.on beiden Künstlern auswendig vorgetragen. * Das nächste Musiksest der „Internationalen Gesellschaft für Neue Musik" findet in Barrel o n a-statt. Das Programm sieht u. a. Kompositionen. von W e l l e s z und K r e n e k vor. * In New-Hork erregte der Entschluß Toscaninis, sich von der Leitung des dortigen Philharmonischen Orchesters am Ende dieser Saison endgültig zurückzuziehen, Aussehen. Voraussichtlich wird Otto K l e m p e r e r sein Nachfolger werden. Sein letztes Konzert in Los Angeles war wieder ansverkauft, was für seine und des Solisten (Szigeti mit dem Brahmsschen Violinkonzert) Popularität spricht. In Baltimore spielte Fritz Kreisler mit dem Philadelphia - Sinfonieorchester das Brahms-Konzert. * Eine neue Schallplattenaufnahme von Mendelssohn Violinkonzert kam heraus. Fritz Kreisler spielt das Werk bei „His Masters Voice“, begleitet vom Londoner Philharmonischen Orchester. * Erich Wolfgang Korngold hat die Musik zu dem Monumentalfilm „Captain Blood" (nach dem vielgelesenen amerikanischen Roman „Der Satan des Meeres" von Rafael Sabatini) komponiert, der demnächst in Budapest vorgesührt wird. v Aus Hollywood wird die Liste der Kandidaten für den Preis für die beste schauspielerische Leistung der alljährlich von der Academy ol Motion Picture Arts & Science verliehen wird, veröffentlicht. Elisabeth B e r g n e r, Claudette Colbert, Bette Davies, Merle Oberon, Katharina Hepburn und Mirjam Hopkins sind aufgestellt. Elisabeth Bergner wurde auf Grund ihrer künstlerischen Leistung in dem englischen, von Paul Czinner geleiteten Tonfilm „Escape me never" aufgestellt. » Elisabeth Bergner hat ihre Aufnahme n zu der Verfilmung von Shakespeares „As you like it“ beendet, und mit den Proben zu dem Bühnenstück von Sir James Barrie „Tlie two shepherds“ (provisorischer Titel) in His Majeisty’s Theatre, London, begonnen. ¥ , Im Passage-Theater im. Haag wurde der Palästina-Film „Das Heilige.Land", als Gala- Premiere vorgeführt. Der Vorführung wohnten das diplomatische Korps sowie - verschiedene autoritative Persönlichkeiten bei. * Wie der Filmkurier mitteilt, wurde der bekannte Weltreisesilm „Wunder der Welt" von seinem Verfasser, Dr. Beysuß, mit besonderer Zustimmung der Reichsfilmkammer und des Reichskulturwalters Hans Hinkel zu einem Auswanderungspropagandafilm umgearbeitet, um den in Deutschland ansässigen Nichtariern die Aus- Wanderung zu erleichtern. Ter Film wurde demgemäß von der Filmprüsstelle nun zur Vorführung in geschlossenen Veranstaltungen desJüdische rr Kulturbundes zugelassen.