Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936) - farbig
- Issue
- 8 (20.2.1936)
- Date
- 1936-02-20
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Belgien und Luxemburg Die Zerstreuung der Juden über die Erde (Nachdruck verboten.) , - . XXVI. Ebenso wenig wie für -Frankreich, sind.für Belgien amtliche -konfessionsstatistische Angaben vorhanden. Diesen Mangel empfindet die jüdische Soziographie in einem so dicht besiedelten Industriestaat, wie es Belgien ist, besonders stark, vielmehr natürlich, als wenn sie sich damit abfinden muß, daß es für viele Länder anderer Erdteile keine zuverlässigen Zählungen über das Religionsbekenntnis der Einwohnerschaft gibt. Schon die Schätzungen über den jüdischen Bevölkerungsteil Belgiens für die Mitte des vorigen Jahrhunderts, die,sich bei zeitgenössischen Autoren finden, weichen voneinander ab. Nach Angaben, die durch ihren halboffiziellen Charakter bedeut- B rüssn Lüttich sanier sind, haben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nur etwa 2500 bis 3OOO JUden im Lande gelebt, d. h. innerhalb der Gesamtbevölkerüng etwa ein Jude unter 10 OOO Belgiern. Die Einwanderer, die Belgien um die Jahrhundertwende und später aus Mittel- und Osteuropa ausnahm und die wenigen portugiesischen Gemeinden, die sich in Belgien befanden,- brachten wie in allen Ländern Europas eine erhebliche Erhöhung des jüdischen Bevölkerungsteiles. Zwar sind die vorliegenden Schätzungen für die Gegenwart keineswegs einwandfrei, aber man muß sie mangels einer besseren vorhandenen exakten Statistik heranziehen, So wird die Zahl der Juden von einheimischen Sachkennern, auf 60- bis 65 000 . ge-. schätzt. Das sind etwa 0,75 Prozent der Bevölkerung, etwa ebensoviel wie Ende 1933 -in Deutsch-" land. Fest steht, daß in allen größeren Orten und Industriegebieten des Landes jüdische Menschen leben. Für. die Landeshauptstadt B r ü s s e l werden 20000 Juden angegeben, das sind etwa V/k Prozent dieser Stadt. Höher, ist die Zahl der Juden in Antwerpen, wo sie mit etwa 22 000 angegeben wird, das find etwa 7 Prozent der Antwerpener Stadtbevölkerung. In den anderen bei» den Großstädten des Landes ist die Zahl der jüdischen Bewohner weit geringer, für L ü t t i ch wird sie mit 5000 und für G e n t mit 3000 Köpfen angegeben. Jüdische Gemeinschaften sind weiter in Ostende, Brügge und Namür. Im Industriezentrum, in der Stadt Charles r o i, sollen 6000 Judenihre Existenz finden. Aber es sei, ausdrücklich nochmals bemerkt, daß ah>es dies geschätzte Zählen - sind, deren .Unnäherungsgrad an die Wirklichkeit nicht nachgeprüst werden kann; die so gefundenen Größenordnungen werden in diesem Rahmen, der innerhalb Europas sonst im 'wesentlichen durch exakte statistische Angaben gesteckt ist/ nur registriert, um für das wichtige europäische Industriegebiet an her Nordwestgrenze Deutschlands einen Maßstäb zu geben, auch wenn-ihmnur. Annäherungswert. zukommt. Im Gegensatz zu dem benachbarten Frankreich und Belgien "gibt die Statistik des Großherzogtums Luxemburg 'eine- Konfessionsgliederung seiner Bevölkerung. Die. ersten amtlichen Ziffern dieser Art stammen aus dem Jahre 1870. Damals lebten wenig mehr" als. 500. Juden in dem Gebiete der Monarchie! innerhalb einer Bevölkerung von 200 000 Menschen.^ An der Wende vom 19; zum 20. Jahrhundert hat sich die jüdische Bevölkerungsschicht auf, 1200" Köpfe verbreitert,' sie hielt sich/in dieser Größenordnung etwa bis.zum Kriege. Die Nachkriegszeit brachte eine stärkere Einwanderung und damit eine Erhöhung der Ziffern, die darin zum Ausdruck kommt, daß bei der Volkszählung des Jahres 1930 die Zahl der jüdischen Einwohner Luxemburgs auf 2250 Menschen innerhalb einer Gesamtbevölkerung von 300 000 Luxemburgern gezählt wurden. Unter 1000 Einwohnern sind demnach sieben Juden im Großherzogtum Luxemburg ansässig, eine Quote, die derjenigen in England und der gegenwärtigen in Deutschland (1936) entspricht. Nur 700 der in Luxemburg wohnenden Juden sind Einheimische,-der Rest sind Zugewan-? derte. Eine Folge dieser Zuwanderung ist die, daß selbst der kleine jüdische Splitter einen Männerüberschuß aufweist, eine Erscheinung, die sonst nur für große Einwanderungsländer typisch ist. Geographisch ist für das kleine Land und seinen schmalen jüdischen Sektor hervorhebenswert, daß in der Stadt Luxemburg, der Hauptstadt des Landes, etwa 1100 Juden wohnen, d. h. etwa 2,2 Prozent der Stadtbevölkerung. Daß in sämtlichen kleineren Städten des Ländchens, deren Namen über die Landesgrenzen hinaus kaum bekannt sind, jüdische Familien, wohnen— wenn im. Einzelfalle auch oft nicht mehr als vier oder fünf — ist ein Beweis dafür, daß auch auf einem so eng begrenzten Gebiete die Zerstreuung der Juden eine vollständige ist. r' ■■ ■ Dr. E. B-«. j An die polnischen Jüden in Deutschland Tie Reichskonferenz der polnischen Juden in Deutschland fand in. später Nachtstunde des 11, Februar mit der Gründung des Reichsverbasides polnischer Juden in Deutschland und der Annahme verschiedener Resolutionen ihren Abschluß^ Es wurde eine Exekutive, bestehend aus Dr. Meitlis (Berlin), Kornfeld (Berlin), R ü b i n st ein (Berlin), -Fuchs (Oberhausen) und P o h o r y l e s (Hamburg) gewählt. Zum Präsidenten des Zentralrates 'wurde Dr. M i - cha.e l T r a u b. ..(Berlin) . berufen. .. . Die Exekutive des Reichsderbandes polnischer . Juden in Deutschland bittet um die Veröffentlichung nachstehenden Aufrufs: - „Die soeben äbgehaltene 1. Reichskonferenz der polnischen- Juden in Deutschland hgt den Grundstein zu einer g e s ch l os.se n e n und ein he i t - lichen Organisation der polnischen Judenheit als dem Träger einer bewußt nationalen und ausbauenden jüdischen Arbeit gelegt. Die polnische Judenheit in Deutschland Muß endlich - aus dem Zustände der Zersplitterung und der Zerrissenheit heraus. Sie muß ihr Leben aktivieren und eine neue Form ihrer Existenz auseigener-Kraft schassen. Eine Reihe von bedeutenden ve ch.t l i ch e u, foz i a.l e n, ko tt st r uktiven und kulturellen Aufgaben, die von der Reichskonferenz beschlossen wurde, harrt ihrer Lösung. Wir stehen am Anfang einer schweren und verantwortungsvollen Aufbauarbeit, die die Mitarbeit aller zu ihren: Volke positiv eingestellt e it polnischen Juden ver - laugt. Heute mehr denn je, darf keiner abseits von gnserem gemeinsamen!. Ausbauwerkstehen. Nur' als ' starke "ünd geschlossene Gruppe, können wir uns sowohl nach innen wir nach außen Gehör verschaffen, werden unsere berechtigten Forderungen: und Wünsche-Anerkennung finden; .. Wir rufen daher alle Polnischen Juden in Deutschland, in deren Herzen die Liebe zum Volke und zu den heimatlichen Traditionen noch nicht erloschen ist, zur aktiven Mitarbeit auh Wir rufen sie zur E i n r ei h u n g i n d i e vsi) tt -Tt ns gescha. ffe ne .Organisati ort d er Po-l n is cheu Iuden i n-D e u tschl-a nd auf. - Von der Größe der Organisation hängt unsere Tatkraft und. der Erfolg unserer Arbeit ab. Nür durch engen Zusammenschluß aller gewinnen wir die Kraft zur Erhaltung und zum Bestehen. . Durch Zusammenschlüß zut Einheit, durchBindung zur GanzheitN Bräsldent Roosevelt an "die -1 amerikanische Misrachi-Konferenz Präsident Franklin D. Roosevelt hat - an die amerikanische Misrachi-Konferenz, die am 17. Februar-in Washington eröffnet wurde, eine Botschaft gerichtet, in der er die Rolle, die die Religion in der Menschheitsentwicklung.gespielt hat. rühmend hervorhebt. Dies treffe mit besonderer : Stärke aus die Juden zu. Von den Anfängen ihrer Geschichte an, schreibt Roosevelt, waren bte religiösen Führer der Juden Figuren von Weltformat und haben das Volk in guten und schlechten Zeiten, in günstigen Epochen und in'Feiten der Verfolgung zusammengthalten. Auslandsnachrichten Australien Im Frühjahr soll in Melbourne ein Reiterstandbild des verstorbenen Oberbefehlshabers des ' australischen. Armeekorpsim Weltkrieg, .Generäl - Sir John Monash, aufgestellt werden. Die. Mittel für das Denkmal sind durch eine in ganz Australien vurchgesührte Sammlung aufgebracht worden. Für die Ausführung des Denkmals wurde ein Preisausschreiben veranstaltet, das dev hervorragende Bildhauer W. L. Bowles gewann.' Für das Denkmal wurde ein Platz in der Nähe der"australi schen Ehrenhalle bereitgestellt./ , ■ Der jüdische General Sir John -Monash gilt .als der australische Nationalheld des' Weltkrieges und einer der hervorragendsten Heerführer der britischen Streitkräfte im Krieg. In seinen Erinnerungen aus den Kriegsjahren - nennt ihn der frühere Ministerpräsident Lloyd George den fähigsten -Soldaten der englischen Armee und erklärt, daß Sir John Monash wahrscheinlich Oberkommandant der gesamten englischen Streitkräfte ^geworden wäre, wenn der Krieg weiter gedaüert hätte. In der letzten großen Offensive des Weltkrieges spielte die „Pankee-Division" unter dem Kommando von. General Monash eine entscheidende Rolle. - ■ Algier., .. . Das Gericht von Orlsansville hat Abid Mohammed und Benihoub Dschekki, die bei dem Pogrom in Constantine am 5. .August 1934 fünf. Angehörige der Familie- Attli und Attal ermordet, hatten,. zu. le.ben.Ään.glichem...Zuchthaus verurteilt. Ein dritter Angeklagter wurde frei-gesprochen. Der Staatsanwalt hatte für alle drei Todesstrafe geforderst. .Ferner wurden vier Angeklagte, die während des. Pogroms, an der Ermordung von neun Mitgliedern der Familien Halimi und Zerdoun beteiligt waren, zu lebenslänglichem, bzw- 15jährigem, tzjährigem und 2jährigem Zuchthaus verurteilt. ■' , England In der am 13, Februar abgehaltenen Sitzung des -Unterhauses gab Innenminister Sir I o h n S i m o n auf eine Anfrage des Abgeordneten Ernest T h u r t l e die Erklärung ab, daß eine' Belästigung jüdischer Geschäftsleute im Londoner East 'End durch Faschisten von der Polizei wicht geduldet werden würde. Der Abgeordnete erklärtejüdische Ladenbefttzer.. in. Shoreditch feien der Belästigung durch die Faschisten ausgesetzt und in einzelnen Füllen seien ihre Schaufenster zertrümmert worden. Sir John Simon antwortete, er habe sich mit dem hauptstädtischen Polizeikommissar in j Verbindung gesetzt-und von diesem die Auskunft erhalten, - daß die Angelegenheit die stärkste Aufmerksamkeit dev Polizei in jenem Distrikt finde, wo von Zeit zu Zeit Beschwerden über provokatorisches Verhalten von Faschisten gegenüber Juden vorgebracht werden. Besondere Maßnahmen seien getroffen worden und würden weiter getroffen werden, um die Ordnung in dem Distrikt aufrechtzuerhalten. Frankreich Der rumänische Außenminister Nicolae Titulescu hat . eine, aus Vertretern der Alliance Jsraölite Universelle, und.,..des. Komitees. für die Verteidigung der jüdischen Rechte in Mittel- und Osteuropa bestehende Abordnung empfangen. Oesterreich Die in- und ausländische Presse verbreitet einen Bericht über die Weihe der neUeü Räumlichkeiten des Paulus-Werkes durch Kardinal I n - nitzer, in dem insbesondere die Teile der An-' spräche des Kardinals hervorgehoben werden, m denen er sich gegen den Rassenstandpunkt bei der Behandlung der Judenfrage wendet. Demgegenüber muß darauf hingewiesen werden, daß der Kardinal'zwar das religiöse Moment'betonte, in wirklich wohlwollender Weise jedoch nur von denjenigen Juden sprach, die bereit sind, die Taufe zu nehmen, während aus anderen seiner AeußeruNgen eine verhüllte Drohung gegen die Judenschast herauszulesen ist. $ Auch der. Jesuiten pater B ich! m nie r setzte sich in seiner Ansprache für eine starke judenmisfionarische Tätigkeit ein. ..... Vom Hilfsverein dter 'Juden ih; Deutschland J Der HilfsveÄm hat sich zur' Errichtung! von 11 neuen Auswandererberatungsstellen im Reiche entschlossen, .die in. den . wichtigsten..Uädten ,den Auswanderungswilligen mit Rat Und Tat. zur Seite stehen.. Die Adressen und Arbeitsbereiche der neuen Auswandererberatungsstellen sind folgende: Koni g s b e r g (für Ostpreußen): z. Hd. von Herrn - Dr.< jur. Kurt Rosenhain, Tragheime r Pulverstraße 5a. lest leset* I Sie die C.-V.-Zeitung, dann geben Sie den Bestellzettel an Ihre Freunde weiter. Senden Sie mir bis auf Widerruf die C.-V.- Zeitung 33 Pfennig für den Monat.März zahle ich bei Vorlage der Postquittung ah den Briefträger. Die letzte Februarnummer geht mir kostenlos zu« Name: . Orf: .■«-;... *; Strasse r ..-.- „ -..« -- r- Datum : .... . .- Ausschneiden und mit-3 Pfg. frankiert senden an* C-V.-Zeitung, Vertrieb, Berlin W 15, Emser Str. 42 J 2 Oliva 8141. B r e s lau (für Schlesien und angrenzende Teile der Lausitz): z. Hd. von Herrn Rechtsanwalt Erich Spitz, Wallsträße 9. . Leipzig (Reichsstaat Sachsen, Thüringen, Anhalt und Regierungsbezirk Magdeburg): z. Hd. von Herrn Landgerichtsdirektor a. D. Dr. A. Wachtel, Goethestraße 1 II. Stettin (für Pommern und Mecklenburg) p z. Hd. von Herrn Otto Michelsohn, Friedrich-Karlstraße 2. H a n n o v e r (für Hannöver, Westfalen, Braunschweig-LiPPe, Halberstadt): z. Hd. von Herrn Rechtsanwalt Dr. Max Schleisner, Hannover 1 N, Sophienstraße 1a. K ö l n a m Rhein (für Rheinland und Ruhrgebiet): z. Hd. von Herrn Dr. jur. Hans Jacobi, Unkelerstraße 23, Köln-Sülz.! Frankfurt am Main (für Frankfurt am Main, Regierungsbezirk Wiesbaden, Hessen und Regierungsbezirk Kassel): z. Hd. von Herrn Dr-. Max Hermann Maier, 'Quinckestraße 26 l. Mannheim (für Mannheim, Pfalz, Saargebiet, Südhessen, südlich der Linie Alzey, Worms, Lorsch, Bensheim, Fürth, Wahlen, Waldmichelbach): z. Hd. von Herrn Dr. jur. Franz Ludwig Auerbach, Ick 6, 12. _ Karlsruhe (für Stadt Karlsruhe und Baden ausschließlich Mannheim): z. Hd. von Herrn Rechtsanwalt ■ Dr. Fritz Rosenfelder, Kaiserstraße 136. . Stuttgart (für Württemberg): z. Hd. von- Fräulein Thekla Kaufsmann, Jsr. Fürsorgeamt^ Hospitalstraße 36. München (für Bayern): z. Hd. von Herrn Oberamtsrichter i. R. Dr.: Joseph Schaeler, Wohl-, sahrts- und Jugendamt der Jsr. Kultusgemeinde^ Herzog-Maxstvatze 5 I. - Hamburg (für Hamburg, Lübeck, Kiel): z. Hd. von Herrn Henry Chassel, Beneckestraße 6. Bremen (für Stadt und Land Bremen, Stadt und Land Oldenburg — ohne Lübeck und Birken- 1 felb — Unterwesergebiel, Ostsriesland, Münster):- z. Hd. von Herrn Rechtsanwalt Dr. I. Rosenak^ Am Dom 6. ' Die Auswandererberatungsstellen werden von )der Zentrale her ständig mit der letzten Entwicklung auf dem Laufenden gehalten, so daß eine Gewähr für-zuverlässige Beratung im Rahmen des Dtöglichen gegeben ist. Alle ratsuchenden Auswanderüngswilligen müssen sich daher von jetzt an zunächst unbedingt an die zuständigen Zweigstellur im Reiche wenden. Der „W e st deutsche Beobachter" veröffentlicht einen Aufsatz von Reichsminister Dr. Frick über die Bedeutung der Nürnberger Gesetze. Nach einer eingehenden Besprechung des Verhältnisses des Reichsbürgergesetzes zum Parteiprogramm der NSDAP uyd des Gesetzes selbst schreibt Reichsminister Dr. Fick: „Die Trennung des Deutschen; Volkes vom ‘ jüdischen Volke konnte sich jedoch nicht auf das öffentlich-rechtliche Gebiet beschränken. Von ebenso großer Bedeutung ist die Durchführung der Trennung auf persönlichem Gebiet. Es muß unter allen Umständen verhütet werpen, daß dem deutschen Volke neues jüdisches Blut zugeführt wird. Infolgedessen ist die eheliche wie die außereheliche Verbindung vom Juden und deutschblütigen Personen verboten und unter Strafe gestellt.' Trotzdem geschlossene Ehen sind nichtig. Hiervon abgesehen aber bleibt dib bürgerlich-rechtliche Stellung der Juden unberührt. Infolgedessen unterliegen sieauch im Wirtschaftsleben nur den gesetzlich sestgelegten Beschränkungen." Der Aufsatz geht weiterhin auf die Stellung' der Mischlinge .ein. ReichsmiNisEr Dr. Frick schreibt sodann zum Schluß des Artikels: „Das Reichsbürgergesetz und das Blutschutzgesetz-sowie, die dazu ergangenen Ausführungsverordnungen verfolgen nicht dxn Zweck, bie. Angehörigen des jüdischen Volkes nür uni ihrer Volkszugehörigkeit willen schlechter zu stellen. Die Ausschaltung des Judentums aus dem deutscheu öffentlichen Leben , und die Verhinderung weiterer Rässenmischun'g sind vielmehr gebieterische Notwendigkeiten, wenn der Fortbestand des deutschen Volkes gesichert bleiben soll. Die Lebensmöglichkeit soll den Juden in Deutschland nicht abgeschnitten werden. Das deutsche; Schicksal aber gestaltet in Zukunft lediglich das deutsche Volk." Reichsminister Dr. Frank hat in Warschau vor dem Ausschuß für zwischenstaatliche geistige Zusammenarbeit über die deutsche Gesetzgebung gesprochen. Er zählte nach Zeitungsmeldungen die Gesetzgebungswerke des Nationalismus auf den Gebieten der Rasse, des Bodens, des Staates/ der nationalen Ehre und nationalen Arbeit aus. Er beseitigte insbesondere die vielen Mißverständnisse aufdem Gebiete der Rassengesetzgebung durch die Erklärung, daß es sich nicht um eine Haßgesetzgebung gegenüber dem Judentum, sondern ausschließlich um eine im Wege des Rechtes Md inr Rahmen der Rechtsordnung durchgeführte Siche- -rüngsmaßnahme für die rassischen Urkräfte des deutschen Volkes gegenüber der Zerstörung dieses sür die Volksgestaltung allein wesentlichen Blut-, kerns durch rassefremde Elemente handle. Hs-uxtsedMltziter: Dr. A 1 f r ed Hirse h b e r g J Stelivertr. jind verantwortlich für die Aufnahme von Bildern: ■ Dr. Margarete Ed e 1 h ei m. Verantwortlich für Sport: Df. Ernst G. Löwen thal, sämtlich in Berlin. Für Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Freiumschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Friedrich Nathan, Berlin. DA. IV. Vj. 40 000, PI. 5. Verlag: Centralverein deutscher Staatsbürger .jüdischen Glaubens e. V., Berlin W 15, Emser Strasse 42. Druck der Buch- und Tiefdruck-Gesellschaft mbH, Berlin SW 19. Sichern Sie die durch Ausbildung im: Landschulheim Florenz Höhere Schule und Ihternat 1. Schulbildung bis zum Abiturium 2. Für Knaben und Mädchen von 6—18 Jahren 3. Unter Leitung bewährter Pädagogen 4. Studienberechtigung in fast allen Staaten — Spracheiipflege 5. Werkunterricht, Landarbeit; Haushaltkunde d; Vorbereitung für Palästina 7. Aerztliche Ueberwachung, individuelle Förderung 8. Schönste Umgebung, gutes Klima, Sport 'V: 9. Erstklassige Verpflegung 10. 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