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Das jüdische Echo · 1930-10-10 · 41 (10.10.1930) · p. Seite 580

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
17 (1930)
Issue
41 (10.10.1930)
Date
1930-10-10
Page
Seite 580 (sequence 17)
Language
German
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580 Das Jüdische Echo Nr. 41 der Winter wieder mit sich bringen wird, beizutragen. Uns ist selbst mit der kleinsten Spende gedient und jede neue Mitarbeiterin ist in unserem Kreise herzlich willkommen. Unsere Nähnachmitage beginnen wieder am 21. Oktober und finden Herzog-Max-Straße 5/1 in den Räumen des Mädchenklubs statt. Neuanmeldungen werden erbeten an: Frau Amalie Lang, Blumenstraße 31, Telephon 24992, oder an Frau Else Landauer, Gentzstraße 1, Telephon 31861. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden fertiggestellt: 136 Bettücher, 272 Kissen, 136 Bezüge, 2 Inlettbezüge, 3 Kinderbettücher, 10 Schürzen, 6 Kinderkleider 52 Damenhemden, 27 Herrenhemden, 36 Knabenhemden, 2 Damennachthemden, 2 Hemdhosen, 27 Taschentücher, 4 Handtücher, 2 Tischdecken. Damit wurden 89 Familien bedacht. Außerdem wurden Arbeiten fertiggestellt aus uns gelieferten Stoffen für Tlas Ferienheim Krumbach, das hiesige Schwesternheim und Lehrlingsheim. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth Die Winterarbeit unserer Ortsgruppe wurde mit einem am 25. September gehaltenen Vortrag des 2. Vorsitzenden unserer Ortsgruppe, Herrn Dr. W. S t r a u ß - R e i oh, über: „Unsere Stellungnahme zu der politischen Situation in Deutschland“ eröffnet. Nach einer Übersicht über die politischen Ereignisse der letzten Monate, ging der Redner zu einer eingehenden Analyse der augenblicklichen Situation der Juden in Deutschland über. Er kam zu dem Ergebnis, daß die Ideologie des C.-V.-Judentums, wie sich jetzt geschichtlich einwandfrei ergebe, als völlig erledigt anzusehen sei. Demgegenüber hätten sich unsere alten zionistischen Erkenntnisse als durchaus richtig erwiesen, was selbstverständlich kein Grund zu einem billigen Triumphe für uns darstellen könne. Es gelte vielmehr, die Konsequenzen aus der gegebenen Situation zu ziehen. Es handle sich vor allen Dingen darum, den entwurzelten deutschen Juden, die aufs schwerste von der antisemitischen Welle getroffen seien, einen festen Halt zu geben, ihnen zu zeigen, daß die Palästina-Sache nicht nur geistig, sondern auoh wirtschaftslpolitisch heute einen für die Beurteilung der Gesamtsituation entscheidend wichtigen Faktor darstelle; vor allen Dingen aber die Juden aufzurichten und ihnen durch den Zionismus eine Idee zu geben, die geeignet sei, ihnen das Leben lebenswert zu machen. Der Zionismus müsse gerade in dieser Zeit die Führung im deutschen Judentum übernehmen. An der sehr regen Diskussion beteiligten sich die Herren: B. Fleischmann, Dr. Offenb a c h e r, Dr. Nußbaum, Gorski und S. Hamburger. Dr. Band betonte, daß die Tätigkeit der zionistischen Führer sich nicht in der zionistischen Arbeit allein erschöpfen dürfe, daß vielmehr die Wirtschaftsprobleme des deutschen Judentums von ihnen ebenfalls durchdacht und in ihrer Lösung gefördert werden müßten. Herr Dr. Liebstaedter, der den ausgezeichnet besuchten Abend leitete, teilte mit, daß die Absicht bestehe, in einer Reihe von Veranstaltungen die Verbindung mit dem nichtzionistischen Judentum aufzunehmen und bat um rege ideelle und materielle Unterstützung durch die Mitglieder der Ortsgruppe. Deutsches Theater. Ein sehr amüsanter Tonfilm „Liebesparade“ von Lubitsch läuft über die Leinwand. Der Pariser Liebling Chevalier und Jeanette Mac Donald bringen in charmanter Art Anklänge an den „Walzertraum“. Das vorhergehende Variete-Programm ergänzt den Abend in glücklicher Weise. R. Gü. Keren Kajemeth Lejisrael Jüdischer Nationalffonds Postscheck-Konto München 10442, Nürnberg 24565 Fernsprecher München 297449, Nürnberg 21912 Zentrale für Deutschland! Berlin W 15 Meinekestraße 10 Münchener Spendenausweis vom 1. bis 6. Oktober Aus Anlaß der Hochzeit Anny Wallach-Manfred Heß spenden: Jonas Heß 20.—■; Frau David Heß und Söhne 10.—; Ludwig Heilbronner 10.—; Heilbronner-Baue 10.—; Frau Paula Wallach 10.— 60.—. Rose h-H aschana h-A k t i 0 n. Durch Herrn Ernst Eisen: Frau Kalter 10.—; Farn. Jul. Eisen 10.—; Frl. Dora Fraenkel 3.— := 23.—. Durch N. N.: Farn. Siman. Minikes 6.—■; Ing. Ludwig Heß 2.—; Frau Schindel 2.—; Oskar Wainschel 1.50; Frl. Lola Freylich 1.—; S. Kraus 1.—; Farn. Hecht 1.—; Farn. Botie 1.50; B. Schapira —.50 16.50. Büchsen. Geleert durch Herrn Otmar Blum: S. Eichengrün 5.—; Jakob Reich 4.64; Em. Karfiol 3.25; Dr. Raph. Straus 4.50; Otto Kestler 3.20; Karl Silbermann 2.—; M. Waldner 1.41; Frau Lina Pilpel 2.13; Dr. S. Feuchtwanger 1.— := 27.13. Imi-Tasohen: Ingenieur Hans Macholll 6.40. Summa: 133.03. Berichtung: Im vorigen Ausweis muß es heißen: Emanuel Droller 5.— (nicht Drill'er). Benützt bei allen Anlässen die Telegramm- Ablösungsformulare des Jüdischen Nationalfonds. Preis 50 Rpf. Erhältlich im Büro des J.N.F., Herzog-Rudolf-Straße 1. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß nur solche Spenden im „Jüdischen Echo“ ausgewiesen werden können, die spätestens Dienstag jeder Woche aufgegeben und einbezahlt wurden im Büro des Jüdischen Nationalfonds, Herzog-Rudolf-Straße 1. Spendenausweis des Nürnberger Büros vom 30. September 1930 Spendenbuch: Herr u. Frau Dr. Justin Rosenbaum anl. Geb. ihrer Tochter 20.—; Herr und Frau Edmund Birn anl. Barmizwah ihres Sohnes 5.—. All gern. Spenden: Tellersammlung am Ortsgruppenabend 14.43. Bäume für Rahel-Steinhardt-Garten: Frau Kommerzienrat Kohn (München) 3.—. Imi-Tasehen: Cilla Blumenf edd 2.43. Büchsen: aus Fürth (Schnaidacher 9.70; Schoen 6.—; Ehrlich 3.—) 18.70. Wertzeichen: Otto Dietenhöfer 1 Telegrammformular —.50. GoldenesBuchEintragungMaxStief e 1 s. A.: Farn. Stiefel anl. Rosch-Haschanah 5.—. Rösch - Haschanahspenden: durch Frl. Erna Kissinger: N.N., N.N., (Dr. G, Lang, Frau Dr. Lindenstein, M Kissinger, Lotte Kissinger, Dan. Kissinger,, Siegfr. Künstler je 5.—; Dr. Krakenberger, Dr. Reichsthaler Frau Josef Oppenheimer, Erna Kissinger je 3.—; Eugen Feistmann 2.—) 52.—. Durch Frau Dr. Thalmann: (Komm.-Rat Manes, Dir. Jacobsohn je 20.—; Dr. E. Thalmann 10.—) - 50.—.

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