Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- 18 (2.5.1930)
- Date
- 1930-05-02
- Page
- Seite 258 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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258 Das Jüdische Echo Nr. 18 Nürnberg. Am Mittwoch, dem 7. Mai, abends 8 Uhr, im großen Saale des Künstlerhauses, veranstaltet Fräulein Elisabeth Berger (Dresden) einen Liederabend. Am Flügel begleitet Frau Meta Benjamin- Gutmann. Beide Damen haben mit großem Erfolg bei dem von der Zionistischen Ortsgruppe Nürnberg-Fürth am 23. März veranstalteten Jubiläumsfest mitgewirkt. Das nahezu rein jüdische Programm umfaßt besonders schöne und selten gehörte ostjüdische Volkslieder. Zionistische Ortsgruppe Bamberg. Am 16. April hielt Herr Rechtsanwalt Dr. S. Weichselbaum (Bamberg) einen Vortrag über „DerFallDreyf u s“. Herr Dr. Weichselbaum schilderte den Verlauf des Dreyfusprozesses und anderer Prozesse d'er Nachkriegszeit, in welchen Juden unschuldig auf der Anklagebank saßen. Der Redner verstand es, in ausgezeichneter Weise darzulegen, daß alle diese Prozesse durch die Zugehörigkeit der Angeklagten zum jüdischen Volk charakterisiert sind und damit einen Ausschnitt aus der Judennot der Gegenwart geben. Die ganz außerorentlich zahlreich erschienene Zuhörerschaft,-welche zum größten Teil aus Nichtzionisten bestand, spendete den Ausführungen lebhaften Beifall. Zionistische Ortsgruppe Bamberg. Am 28. April sprach hier Dr. Nahum Goldmann über „Das Judentum nach dem Kriege“. Die Veranstaltung war trotz des schönen Wetters außerordentlich gut besucht. Der Redner schilderte die heutige Lage des Weltjudentums und kam zu dem Schlüsse, daß eine eigene jüdische Wirklichkeit nur in Palästina möglich sei. Die Anwesenden, hauptsächlich Nichtzionisten, spendeten dem Vortrag, der nicht nur durch seine glänzende Rhethorik, sondern auch durch die Geschlossenheit und zwingende Logik des Inhalts der Ausführungen fesselte, lebhaften Beifall. Eine Aussprache ergab sich nicht. Wir danken Herrn Dr. Goldmann auch an dieser Stelle herzlich für sein Kommen. Berichtigung. In dem Artikel „Zehn Jahre nach San Remo“ ist infolge eines Druckfehlers das Datum falsch angegeben; der denkwürdige Beschluß wurde nicht am 26., sondern am 24. April in San Remo gefaßt. Israelitisches Kur-Hospital Franzensbad Wir werden um Aufnahme folgender Mitteilung gebeten: In das der Israelitischen Kultusgemeinde in Franzensbad gehörige Hospital werden arme Israeliten, welche die Franzensbader Kur benötigen, für die bevorstehende Saison 1930 in einer der fünf Perioden für je 28 Tage aufgenommen. Die Bewerber haben ihre Gesuche nebst ärztlichem Zeugnis und genügend* bescheinigtem Mittellosigkeitsnachweis an den Vorstand der gefertigten Kultusgemeinde einzusenden. Die Entscheidung über die 'eingelangten Gesuche erfolgt im Laufe des Monats April. Die Wahl der Zeit, für welche die Aufnahme erfolgt, kann nur nach Möglichkeit berücksichtigt werden. Eine Änderung des Termins kann nicht erfolgen, wer daher den Termin nicht einhält, wird der Aufnahme verlustig. Eine evtl. Aufnahme in dis Israelitische Kur- Hospital erfolgt gegen vorherige Entrichtung eines Regiebeitrages von Kc. 750.—, dafür erhält der Aufgenommene unentgeltlich folgende Begünstigungen durch 28 Tage: Wohnung im Kur-Hospital, entsprechende Verköstigung (Frühstück, Mittag- und Abendessen) und ärztliche Behandlung. Außerdem Ermäßigungen auf die Bäderpreise und die Kurtaxe. Von ein und derselben Familie kann stets nur eine Person aufgenommen werden. Ein Gesuch, das sich auf eine Begleitperson bezieht, müßte daher unberücksichtigt bleiben. Die Ankunft und Abreise hat stets genau nach dem Aufnahmeschein zu erfolgen. Bei Vergebung der Plätze werden Bewerber derjenigen Gemeinden soweit als möglich berücksichtigt, die dem Hospital angemessene Spenden oder Subventionen zuwenden. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Franzensbad gez. Ernst Herrmann. Geschäftliches Für Sport und Reise. Geradezu unentbehrlich ist Kaiser-Borax auf der Reise, bei Wanderungen oder sonstigen sportlichen Gelegenheiten. Das Gefühl der Unbehaglichkeit,; welches sich bei starker Transpiration zeigt, kann nur ein erfrischendes Bad, oder eine gründliche Körperwaschung beseitigen. Eine besonders wohltuende und antiseptische Wirkung erreichen Sie durch den Zusatz von Kaiser-Borax, welcher das Wasser weich und antiseptisch macht, die der Haut anhaftenden Fett- und Schmutzteilchen löst, die Poren öffnet und damit eine normale Hauttätigkeit ermöglicht. — Für Touristen sind Fußbäder mit Zusatz von „Kaiser-Borax“ vor und nach den Wanderungen besonders zu empfehlen. Sie kräftigen die Fußsohlen, verhüten das häufige Wundwerden und Brennen der Füße und beseitigen üblen Schweißgeruch. — Aber Kaiser-Borax muß es sein, der in den bekannten roten Originalpackungen mit ausführlicher Gebrauchsanweisung von der Firma Heinrich Mack Nachf., Ulm a. d. D. geliefert wird. KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Postscheck- Konto München 10442 Nürnberg 24565 Fernsprecher München 297 449 Nürnberg 21912 Zentrale für Deutschland Berlin W 15 Meinekestraße Nr. 10 Münchener Spendenausweis Nr. 23 vom 22- bis 26. April 1930 Purim-Aktion. Ges. durch Herrn Schulz: Dr. Gluskinos 5.—; M. Schumer 2.—; Restauration Weiß 2.—; B. Löwenstein 2.—; M Pistiner 1.—; N. N. —.50 12.50. Goldenes Buch Z. O. G.: Erlös aus Palästina-Wein-Verkauf 20.—; Farn, D. Horn grat. Farn. Saposchnik zur Verlobung ihres Sohnes u.