... Jahresbericht der Israelitischen Waisenanstalt zu Frankfut a.M.
- Journal
- ... Jahresbericht der Israelitischen Waisenanstalt zu Frankfut a.M.
- Volume
- 42 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 8)
- Language
- German
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6 Mußte aus Gesundheitsrücksichten anderweitig untergebracht werden. Nachdem zu Ostern zwei Kinder neue Aufnahme gefunden hatten, zählte diese Abteilung Ende des Jahres 18 Zöglinge. Die noch schulpflichtigen Mädchen besuchen die israelitische Volksschule oder ein Lyzeum. Die der Schule entwachsenen Mädchen werden im Hause beschäftigt und erhalten wirtschaftliche Anleitung. Ein Mädchen wird auf dem Seminar für Kindergärtnerinnen ausgebildet und ein anderes besucht die hiesige Kunstgewerbeschule. Die Kosten dieser künstlerischen Ausbildung hat in hochherziger Weife Frau Baronin W. C. von Rothschild übernommen. Die Marie Dreyfus Stiftung, deren Erträgnisse zum Unterhalt der der Schule entwachsenen Zöglinge der Mädchenabteilung bis zu deren genügender Erwerbsfähigkeit zu verwenden sind, erwies sich wiederum als äußerst segensreich für unsere Mädchen. Auch diese Stiftung sei darum einer freundlichen Unterstützung bestens empfohlen. Wir danken allen gütigen Spendern für ihre Gaben und regelmäßigen Beiträge. Mit ganz besonderem Danke heben wir aus dem Jahre 1915 hervor die Vermächtnisse des Herrn Mayer Goldschmidt und seiner Gattin Frau karoline geborene Zacharias, der Frau Henriette Sonnenteil geborene Salin, des seligen Herrn Baruch Lipp.man Wolff, ein ebensolches der verstorbenen Eheleute Konsul Max Budge und Frau Rosalie geborene Samson, eine von Herrn Maximilian Oppenheimer errichtete Samuel Heinrich Scheyer'sche Freiplatzstiftung und eine Stiftung des Herrn Jakob Schiff für unverschuldet in Not geratene ehemalige Zöglinge unseres Waisenhauses. Aus dem Fahre 1916 verzeichnen wir mit gleich warmem Danke eine von Frau Kommerzienrat Ellinger errichtete Simon Ruben-Freiplatz- Stiftung, eine größere Zuwendung der Hinterbliebenen des Herrn Michael Schwabacher für die Freiplatzstiftung dieses Namens und eine von Herrn Maximilian Oppenheimer zum ehrenden Gedächtnis des in Delhi am 1. Januar 1913 verstorbenen Herrn Samuel Trier errichtete Freiplatzstiftung, sowie einen namhaften Beitrag von Herrn und Frau Leo Hamburger. °krantzfur-r a. M., im März 1917. Arr Hotflanb der ll'rnrl. lUitifmatiflaU i. d. N. Prof. Dr. Elias Fink,