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... Jahresbericht der Israelitischen Waisenanstalt zu Frankfut a.M. · 1917-01-01 · 42 (1917) · p. [Seite]

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Journal
... Jahresbericht der Israelitischen Waisenanstalt zu Frankfut a.M.
Volume
42 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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ZiDeiundDierzigfter Dohrssbericht der 3sraeIilifcÄeD Wailenonftalt Zu Frankfurt a. M> Wenn wir diesmal die Berichte über zwei Jahre aus dem Leben unserer Anstalt miteinander vereinigen, so ist dies eine Folge des leider immer noch andauernden Weltkrieges, zu dem sich der unserem teuren Baterlande aufgezwungene Kampf entwickelt hat. Gleich nach seinem Ausbruche hat er unfern Kassenwart, Herrn Willy Dreyfus, später auch seinen Stellvertreter in den vaterländischen Dienst gezogen, so daß wir uns Vorbehalten müssen, den Kassenbericht für 1916 später nachzuholen. Der große Fehlbetrag, mit dem beide Abteilungen unserer Anstalt das Jahr 1915 abschließen und der im wesentlichen auf das fortgesetzt zunehmende Steigen der Lebensmittelpreise Zurückzuführen ist, veranlaßt uns zu einem recht dringenden Mahnruf an diejenigen unserer Glaubensbrüder, die immer noch nicht zu dem Kreise unserer Mitglieder und Gönner gehören. Möchten doch alle Glieder unserer hiesigen Glaubensgenossenschaft bedenken, daß es hilflose Waisen sind, denen wir eine gesicherte Stätte körperlichen und geistigen Gedeihens bereiten, und daß unsere Anstalten nicht bloß auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit erhalten bleiben, sondern auch noch einer höheren Belastungsprobe standhalten müssen. Der so lange andauernde Weltbrand hat uns schon eine Anzahl Kriegswaisen zugeführt und ihre Zahl wird leider eine zweifellos zu erwartende Steigerung erfahren, der wir nur dann gewachsen sein können, wenn alle hiesigen Juden es als Ehrenpflicht erachten, durch ihre Mitgliedschalt zum Gedeihen der Israelitischen Waisenanstalt nach besten Kräften beizutragen. Das 43. Jahr unserer Anstalt hat uns aus dem Kreise unserer Verwaltung sehr schwere Verluste gebracht. Am 5. Mai 1916 verschied Frau Prof. Werner Wie sie an der Seite ihres unvergeßlichen Gatten viele Jahre hindurch sich dem Wohle unserer Zöglinge gewidmet hatte, so ist sie nach dessen Heimgang in aufopferungsfreudiger Hingebung bis zu .ihrem Ende die warm fühlende Ehrenmutter unserer Kinder geblieben, über deren Wohl und Wehe sie treu sorgend gewacht hat. Zwei Monate später, am 6. Juli, mußten wir den Heimgang des Gegenschreibers unserer Knabenabteilung, des Herrn Michael Schwabacher, beklagen. Mit diesem

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