Mannheim
Compact Memory

Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 360

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 360 (sequence 366)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
95% known words query
IRI
…/9038125-9093599--3118-9089706
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

360 2. Die Hebräische Universität. Die beiden letzten Jahre sind die schwersten, welche die Universität bisher aufzuweisen hat. Ihre Einkünfte, die fast ausschließlich aus Amerika kamen, nahmen wesentlich ab. Der Keren Hajessod hatte schon im Jahre 1930 seinen Beitrag von f 7000 gestrichen. Alles dies, führte zu einschneidenden Kürzungen des Budgets — von £ 51,000 im Jahre 1930 auf f 38,000 im Jahre 1932/33 — welche die Tätigkeit aller Abteilungen sehr stark beeinträchtigten und Härten für das Personal mit sich führten. Bemühungen sind im Gange, die europäische Judenheit zu aktiver Unterstützung der Universität zu gewinnen. In Palästina hat die kürzlich geschaffene Gesellschaft der Freunde der Universität bereits ein anerkennenswertes Maß an Unterstützung im Jischuw gefunden. Trotz dieser schwierigen finanziellen Lage sind jedoch während der Berichtsperiode bedeutende Fortschritte zu verzeichnen, besonders mit Bezug auf die Erweiterung und Konsolidierung der Unterrichtstätigkeit. Diese umfaßt heute: 1. Die Fakultät der Geisteswissenschaften, welche 1928 zum Zwecke systematischen Universitätsiinterrichtes gegründet wurde. Das denkwürdige Ereignis der ersten Verteilung der Diplome der Fakultät mit dem Titel „Musmach leinadae haruach" (Magister Artium) fand am 25. Januar 1932 statt. Inzwischen hat bereits der zweite Jahrgang absolviert, so daß augenblicklich 24 Studenten ihre Studien formell beendet haben. Einige von ihnen haben Lehrerstellen in Palästina erhalten, während andere als „research students" (talmide mechkar) an der Universität blieben, um den höheren akademischen Rang des Ph.. Dr. (Philosophiae Doctor) zu erlangen, dessen Verleihung im Jahre 1934 zum ersten Male erfolgen soll. 2. Die biologische Studiensektion, die seit 1931 besteht, und als der erste Schritt zur Eröffnung einer Fakultät der Naturwissenschaften gedacht ist. Mangels ausreichenden Psaumes und genügender instrumenteller Ausstattung kannten jährlich nur etwa 20 Studenten aufgenommen werden. Die ersten Diplome sollen in weiteren zwei Jahren verliehen werden, wenn der erste vierjährige Lehrgang der Sektion vollendet sein wird. An der Universität studieren dieses Jahr 200 Studenten und es ist anzunehmen, daß ihre Zahl sich vermehren wird, da Anfragen und Aufnahmegesuche in immer größerer Zahl einlaufen, besonders aus Polen und Deutschland. Etwa die Hälfte der Studenten hat ihre Mittelschulerziehung im Lande empfangen, die andere Hälfte im Auslande. Die Universität erhielt von der Regierung besondere Vergünstigungen bezüglich der Einreiseerlaubnis von Studenten. Im Jahre 1931 wurden Studiengebühren eingeführt. Zwei neue Lehrstühle sind in der Berichtsperiode gestiftet worden, und zwar von Sir Montagne Burton der Chaim Weizmann-Lehrstuhl für Internatiomale Beziehungen und von Sir Percival David der Sassoon-David-Lehrstuhl für Kunstgeschichte und Archäologie des Vorderen Orients. Die

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.