Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 335 (sequence 341)
- Language
- German
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335 pitals von amerikanisch-jüdischen Einwanderern und Kapitalisten geliefert wurde. In London wurde ein Palestine Economic Committee unter der Führung von Mr. A. Levay Lawrence errichtet, das mit den Funktionären der Palestine Economic Corporation zusammenarbeitet. Es entbehrt zwar die vom AEC erhaltene umfassende Organisation, versuchte aber ähnlich zu wirken. Dem Komitee gehört eine Anzahl von Personen an, die wichtige Interessen an palästinensischen Unternehmungen besitzen. Es bildet einen vielversprechenden Keim, der erweitert und wirksamer gestaltet werden soll. In Deutschland führten die von der Z. V. f. D. und zionistischen Besuchern, darunter dem Leiter des Departements, eingeleiteten Bemühungen zur Bildung bestimmter Pläne und der Errichtung eines besonderen Palästina-Wirtschaftsbüros. Einer der wichtigsten Beiträge zu der Frage war ein Referat von Herrn Isaak Feuerring, das einen genauen, wohldurchdachten! Plan für die Entwicklung von Privatunternehmungen und die Organisation von Investition skapital umfaßte. Der politische Umschwung in Deutschland hat in den letzten Monaten die Lage völlig geändert. Die außergewöhnlichen Verhältnisse, unter denen das deutsche Judentum in seiner Gesamtheit jetzt lebt, erfordert naturgemäß auch außerordentliche Maßnahmen. Umfassende Pläne für die Aufnahme einer großen Anzahl deutscher Juden aller Klassemj und Kategorien in Palästina und für die Liquidierung ihres Kapitals zum Zwecke seiner teilweisen Freimachung für Palästina sind in Ausarbeitung begriffen. Die Frage wird besonders bearbeitet und ist das Thema eines eigenen Berichts an den Kongreß, kann daher hier nicht im Einzelnen erörtert werden. Bis zur Fertigstellung und Durchführung dieser Pläne jedoch werden die Leistungen des Wirtschaftsdepartements durch die zahlreichen Anfragen deutscher Juden voll beantsprucht. Das in Wien errichtete Wirtschaftsinformationsbüro und die kürzlich organisierte litauisch-palästinensische Handelskammer arbeiteten intensiv an der Verbreitung von Information und unterstützten Adele hunderte von Fragestellern. Eine ähnliche Tätigkeit wurde auch von der polnisch-palästinensischen Handels- und Industriekammer in Warschau entfaltet. Diese Kammer beschränkte sich nicht darauf, Anfragen zu beantworten, sondern entwarf umfassende Pläne und gewann Förderung für die Schaffung industrieller Unternehmungen in Tel Aviv und Haifa. Sie war besonders interessiert an der Organisierung jüdischer Textilfabrikanten zur Entwicklung dieser Industrie in Palästina in großem Maßstab. Sie gab auch eine besondere Publikation mit Berichten über wirtschaftliche Entwicklung in Palästina heraus. Diese neue Seite zionistischer Tätigkeit findet steigende Beachtung bei den zionistischen Verbänden und Gruppen in anderen Ländern, wie in Südafrika, Canada, Rumänien, der Cechoslovakei, Bulgarien, Jugoslavien, der Schweiz, Holland, Belgien, Lettland, Ägypten und Argentinien.