Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 298 (sequence 304)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9038125-9093599--3056-9089644- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
298 lieh bei. Der von der Exekutive durch die Beendigung der Unterhaltszahlungen ersparte Betrag ist groß. Ira vergangenen Jahr betrug das Unterhaltsbudget für 18 Siedlungen £ 14,000, wozu noch weitere £ 14,500 kamen, um den im Jahre 1931 durch die Mäuseplage verursachten großen Schaden zu decken. In diesem Jahr hätte sich der für Unterhaltszwecke erforderliche Betrag auf etwa £ 8000' belaufen, die durch die beiden Konsolidierungsanleihen erspart wurden. Noch wichtiger ist die psychologische Wirkung. Die Gewöhnung daran, daß die Exekutive sozusagen für die Defizite der Siedlungen verantwortlich war, die durch das Fehlen der wichtigsten .Produktionsmittel entstanden, war von schlechtester Wirkung und es ist erfreulich, daß das Departement nimmehr berichten kann, daß dieses System beseitigt ist. Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über die Lage jeder Siedlung: 20. Küstenebene: Beth Chanan (40 Familien). Diese Siedlung bulgarischer Juden macht erfreuliche Fortschritte. Sie erhielten vom Departement ihre volle Ausstattung, nämlich 10 Dunam Orangenpflanzungen mit fertiger Bewässerungsanlage, zwei Dunam bewässerten Boden für Gemüsehau und fünf Dunam bewässerten Boden für Grünfutter, ferner Häuser, Ställe und Kühe, Geflügeilhäuser und Hühner. Ihr Orangengarten, jetzt vier Jahre alt, ist in vorzüglicher Verfassung. Mit Hilfe der Zentral-Genossenschaftsbank vergrößerten sie den Geflügelstand und kauften höherwertige Kühe. Ihre Haupterzeugnisse, Milch und Eier, werden in steits wachsender Menge nach Teil Awiw verkauft. Nachlath Jehuda (37 Familien). Diese Siedlung, die in den letzten Jahren rasche Fortschritte gemacht hat und deren Orangenpflanzungeii in der letzten Saison ihre ersten Früchte brachten, verzichtete auf den Anspruch auf den Rest von etwa £ 2000, den sie noch aus dem Konsolidierungsbudget hätte erhalten sollen, gegen eine gleiche Reduzierung ihrer Gesamtverbindlichkeiten uns gegenüber. Kfar Mala! (40 Siedler). Auch hier ist von befriedigender Entwicklung zu berichten. Die Milchproduktion wurde im letzten Jahre auf Grund der für Milch auf dem Markt in Tel Awiw erzielten besseren Preise erhöht und erreichte etwa 615 Liter pro Tag. Die Orangenpflanzungen, vier Jahre alt, sind in guter Verfassung. Die Siedler hatten noch vom Keren Hajessod die Bewässerungsanlage für sieben Dunam für Gemüse- und Futterbau und Häuser zu erhalten. Da die Exekutive nicht in der Lage war festzustellen, wann sie den Siedlern diese abschließende Konsolidierungsanleihe gewährem könne, verzichteten sie, da sie für die Bewässerungsanlage eine bankmäßige Anleihe erhalten konnten, auf ihren Anspruch auf dieses Konsolidierungsbudget von etwa £ 5600; demgemäß wurden neue durch Hypotheken sichergestellte Verträge unterzeichnet. Ramataini (10 Siedler),, Magdiel (50 Siedler). Diese beiden Siedlungen haben nunmehr das Stadium der Seibsterhaltung erreicht und ihre Orangenpflanzungen begannen im vergangenen und diesem Jahre Früchte zu tragen. Kirjath Schau!. Die Exekutive baut ein Wasserreservoir mit einer Gesamtausgabe von £ 200 für diese kleine sephardische Siedlung. Gan Schmuel (25 Familien). Die Haupteinnahme dieser Siedlung kommt aus dem guten Orangengarten, der etwa 800 Kisten jährlich produziert und in den letzten Jahren einen Reingewinn von etwa £ 500 jährlich abwarf. Auch die anderen Zweige der Wirtschaft sind in guter Verfassung. Die Milchproduktion stieg von 43.016 Liter im Jahre 1928 auf 82.784 Liter im letzten Jahre; die Produktion an Eiern von 18.872 auf 81.790. Der Reingewinn der Farm im letzten Jahre betrug £ 580.