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Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress · 1933-01-01 · XVIII (1933) · p. Seite 279

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Journal
Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
Volume
XVIII (1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 279 (sequence 285)
Language
German
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279 2. ARBEIT. I. Die Arbeitslage in den Pflanzungskolonien. Die Berichtsperiode war eine Entwicklungs- und Vergrößerungsperioüe für die Pflanzerkolonien. Ende 1931 war die Fläche der Orangenplantagen in den Kolonien 70.000 Dunani. In den letzten zwei Jahren sind 50.000 Dunam Citruspflanzungen hinzugekommen. Viele Brunnen wurden gegraben und Wasser an solchen Stellen erschlossen, deren Entwicklung bisher durch Wassermangel behindert wurde. Auch viele neue' Wirtschaftsgebäude wurden gebaut. Hand in Hand mit der Vergrößerung der Pflanzungen ging auch ein Anwachsen der Einwohnerzahl in den Kolonien und viele neue Bauten wurden in ihnen errichtet. Die Zahl der jüdischen Arbeiter wuchs im Laufe dieser Jahre um 5000: Ende 1931 betrug sie 8000 und jetzt sind es an 13.000. In Wirklichkeit bestand die objektive Möglichkeit, die Zahl der Arbeiter in den Kolonien noch mehr zu vergrößern: die neuen Pflanzungen hätten weitere 5000 neue Arbeiter beschäftigen können. Die rege Bautätigkeit, die reichere Ernte aus Pflanzungen früherer Jahre, die Entwicklung von Industrie und Gewerbe im Zusammenhang mit dem Wachsen der Einwohnerzahl hätten viel mehr Arbeiter absorbieren können als die jetzt Beschäftigten. Wir werden die Ursachen beleuchten, die ein größeres Anwachsen der jüdischen Arbeiterzahl in den Kolonien verhinderten. Einer der wichtigsten Gründe ist, daß ein Teil der Bauern keine jüdischen Arbeiter anstellt. Es ist zu verzeichnen, daß nach der Zählung im Juni 1932 in den Kolonien mit gemischter Arbeiterschaft 7500 Dunam Pflanzungen vorhanden waren, in denen keine jüdischen Arbeiter verwendet wurden. Ein großer Teil dieser Fläche liegt in Petach Tikwa, Die Tabellen am Ende dieses Kapitels zeigen das Zahlenverhältnis zwischen jüdischer Arbeit und billiger Arbeit in den großen Kolonien. In der Berichtsperiode kam es in den Kolonien Chedera und Neß Ziona zu scharfen Zwistigkeiten, deren Ursache die Nichtbeschäftigung jüdischer Arbeiter bei der Baumernte war. Die Zwistigkeiten brachen deshalb aus, weil die Plantagenbesitzer, die die Früchte arabischen Kaufleuten verkauft hatten, nicht die Beschäftigung jüdischer Arbeiter bei der Pflücke gesichert hatten. In anderen Kolonien, in denen die Plantagenbesitzer die Frucht ebenfalls an arabische Händler verkauft hatten, geschah nichts dergleichen, da die Bauern bei der Abschließung des Kaufvertrages die Beschäftigung eines angemessenen Prozentsatzes jüdischer Arbeit gesichert hatten. Da die ersten Monate der Baumernte in eine Zeit fallen, in der es. in den Kolonien keine andere Arbeit gibt, entsteht ein Konflikt zwischen den Bauern, die keine jüdischen Arbeiter beschäftigen, und den arbeitsuchenden Arbeitern. Die zweite Ursache, die ein stärkeres Anwachsen der jüdischen Arbeiterschaft in den Kolonien verhindert, ist der Arbeitermangel in der Arbeitshochsaison. Die Regierung hat uns in den letzten Jahren die notwendige Anzahl von Zertifikaten, die wir zur Behebung des Arbeitermangels in den Kolonien brauchten, nicht gegeben. Während im Ausland frische Kräfte sich verzehrten und vergebens an die Tore des Landes pochten, fehlte es hier in der Saison der Pflanzung und der Bodenmelioration für neue Pflan-

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