Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVIII (1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 253 (sequence 259)
- Language
- German
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253 partememt besondere Maßnahmen, wovon die Regierung einen Teil durchführte. In der allerletzten Zeit führten die Behörden sehr energische Maßregeln durch, um in diesem Bezirk Ruhe und Ordnung zu erzwingen. Ein besonderes Komitee der neuen Siedlungen und Orangenfarmen unter Teilnahme des Verbindungsoffiziers der Jewish Agency wurde als ständige Verbindung mit der Regierung für alle die jüdische Sicherheit in diesen Bezirken betreffenden Fragen geschaffen. Das politische Departement behandelte viele Fälle von Zusammenstößen zwischen jüdischen Wächtern oder Siedlern und unberechtigt ihr Gebiet betretenden Hirten, von Diebstählen, Raubüberfällen usw. In einem Teil dieser Fälle erhielten die betroffenen Siedlungen materielle oder juristische Hilfe. Das politische Departement förderte auch die Wiederherstellung friedlicher Beziehungen zwischen jüdischen Siedlungen und arabischen Nachbardörfern, wenn Fehden ausgebrochen waren. Transjordanische Grenztruppe. Im Juli 1932 wurde ein energischer Versuch gemacht, die Frage der trans jordanischen Grenztruppe, die eine Zeit lang geruht hatte, wieder aufzurollen, um einen angemessenen Anteil jüdischer Rekruten auf der Grundlage voller nationaler Gleichheit in die Truppe zu bringen. Der Versuch mißlang. Die Zahl der Juden in der transjordanischen Grenzgruppe wurde, zum Teil als Ergebnis der Interventionen, im Laufe der letzten zwei Jahre fast verdoppelt. Die Bedingung, daß alle Rekruten arabisch lesen und schreiben können, wurde für jüdische Rekruten abgeschafft. Doch kann diese kleine Konzession keineswegs als eine Beseitigung der Anomalie betrachtet werden, daß die transjordanische Grenztruppe durch den Großteil ihres Personalstandes und ihre Kommandosprache eine arabische Truppe ist, trotzdem sie zum Teil aus palästinensischen Staatsmitteln erhalten wird und Teile von ihr dauernd in Westpalästina Dienst tun. XIV. Arabische Beziehungen. Der Wechsel in der Führung der politischen Geschäfte der Jewish Agency in Jerusalem erweckte in arabischen Kreisen lebhaftes Interesse. Dr. Arlosoroffs programmatische Erklärung vom September 1931 wurde in der arabischen Presse voll abgedruckt und ausführlich kommentiert. Verschiedene arabische Gruppen zeigten starkes Interesse daran, mit dem politischen Departement in persönliche Berührung zu kommen, um die Möglichkeiten einer jüdisch-arabischen Verständigung zu erörtern. Das Departement stellte sich darauf ein, jeden persönlichen Kontakt, der erreichbar war, herzustellen und jedem Wunsch nach persönlichen Zusammenkünften, von welcher Seite er auch kam, zu entsprechen. So fand eine lange Reihe von Unterredungen mit Vertretern verschiedener arabischer Richtungen und verschiedener Gruppen der städtischen und ländlichen Bevölkerung statt. Diese Zusammenkünfte dienten in erster Linie der Rekognoszierung des Terrains und boten dem Departement die Möglichkeit, die Tendenz der arabischen Stimmung aus erster Hand kennen zu lernen. Sie wurden auch benützt, um den arabischen Führern die grundlegende jüdische Einstellung zu der Zukunft Palästinas darzulegen.