Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVII (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 274 (sequence 278)
- Language
- German
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VIII. Instruktionsdienst. 32. Tätigkeit des Instruktionsdienstes. Die Instruktionsabteilung setzte während des Jahres 1929/30 ihre Tätigkeit im Einklang mit ihrem normalen Programm fort, d. h. durch Demonstrationsfelder, Musterfarmen, Zusammenkünfte, Vorträge, Inspektionsreisen, Herausgabe von Instruktionen und Druckschriften usw. An dieser Stelle soll eine Reihe von Problemen behandelt werden, mit denen wir uns in den beiden letzten Jahren zu beschäftigen hatten. Die Lösung dieser Probleme wird zweifellos zur Entwicklung der betreffenden Wirtschaftszweige beitragen. A. Futterpflanzen. 1. Trocknen des Grünfutter-Klees. Die bewässerten Kleeäcker liefern im März und April große überschüssige Mengen saftigen Futters, die von den Viehbeständen nicht verbraucht werden können. Wir haben daher den Siedlungen nahegelegt, diese Überschüsse zur Dörrfuttergewinnung trocknen zu lassen, und haben Vorschläge für geeignete Trockenmethoden sowie für die Form der Gerüste gemacht, auf denen der Klee gelagert wird, um eine Fäulnis und Zersetzung des Heus zu verhindern. In diesem Jahre sind die Siedler mit diesen Methoden bereits völlig vertraut geworden. Im Nuris-Gebiet und im Jordantal sind im Jahre 1929/30 über 500 t grünen Klees getrocknet worden; das Heu war von erstklassiger Qualität und erzielte einen Verkaufspreis von £ 5,5 pro Tonne. An einzelnen Stellen sind Versuche gemacht worden, den Klee auf dem Boden zu trocknen; die Methode der Austrocknung auf Kleereutern erwies sich jedoch als besser. Für den auf der Erde getrockneten Klee wurde nur ein Preis von £ 4,5 pro Tonne erzielt. 2. Maiskonservierimg in Silos in unbe wässerten Ländereien. Das Problem der Grünfütterung der Kühe in der trockenen Jahreszeit in unbewässerten Gebieten ist zweifellos von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Milchwirtschaft in diesen Gebieten. Durch unsere Versuche mit der Konservierung von Mais im Silo von Merchavia ist dieses Problem vollkommen befriedigend gelöst worden. Nähere Einzelheiten über diese Versuche enthält die von uns herausgegebene Broschüre ,,Die Konservierung von Grünfuttermais im Silo von Merchavia" von S. Zemach. Hier genügt die Feststellung, daß> wir im Jahre 1299/30 die Konservierung von Mais in Merchavia fortsetzten und sehr erfreuliche Resultate erzielt haben. Es gelang, den Mais in einem, Augenblick zu schneiden, wo er noch sehr saftig war; infolgedessen übertrifft unser diesjähriger konservierter Mais den des Vorjahres an Saftfülle. 3. Düngung des Maises. Der Anbau von Grünfuttermais hat sich bisher für die Siedlungen als sehr kostspielig erwiesen, und es machte sich vor kurzem der Wunsch bemerkbar, die innerhalb de? Fruchtwechsels auf bewässertem Boden für seinen Anbau vorgesehene Fläche zu beschränken. Unserer Meinung nach ist eine solche Einschränkung ungerechtfertigt. Grünfuttermais ist als Futtermittel in der ganzen 27-4