Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVII (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 266 (sequence 270)
- Language
- German
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tische Regierung darauf hinwies, daß sie gezwungen sei, für die durch das Sinken der Baumwollpreise hart betroffenen ägyptischen Fellachen neue Wirtschaftszweige und Einkommensquellen zu erschließen. 22. Mäuseplage. Die Regierung hat den jüdischen Siedlungen, die durch die Feldmäuse gelitten hatten, Darlehen im Gesamtbetrage von £ 4158,— (für 26 Siedlungen) gewährt, die zur Hälfte aus den Erträgen der Ernte des Jahres 1931, zur anderen Hälfte im Jahre 1932 rückzahlbar sind. Auf unser Ersuchen, denjenigen Siedlungen, deren Ernten zum größten Teile durch die Feldmäuse vernichtet wurden, einen Erlaß der Oscher- und Werko-Steuer zu gewähren, ist noch keine definitive Entscheidung erfolgt. 23. Landwirtschaftsrat. Die erste Sitzung des Landwirtschaftsrates wurde von der Regierung auf den 16. Februar einberufen. Die Jewish Agency war durch Dr. Ruppin vertreten; ebenso haben auch PICA, Hebräische Universität, Zentralbank für Genossenschaftliche Institutionen und ,,Tenuva" Vertreter im Rat, . in dem außerdem 6 arabische Mitglieder sitzen. Der Rat hat die Aufgabe, die Arbeit der Subkommissionen zu überwachen, über ihre Empfehlungen Beschluß zu fassen, nach Möglichkeit che Forschungsarbeit der Regierung mit der der verschiedenem privaten Körperschaften zu koordinieren und die Regierung bezüglich der für weitere Forschungsarbeit zu gewährenden Darlehen zu beraten. Eine Reihe technischer Subkommissionen ist gebildet worden. 24. Kadoorie-Schule. Die von der Regierung auf dem für die Schule bestimmten Bodeo in Mescha ausgeführte Brunnenbohrung ergab das Vorhandensein von Wasser mit einer Ergiebigkeit von 11 cbm pro Stunde in einer Tiefe von 32 m. Nunmehr hat die Regierung beschlossen, die Errichtung des Schulhauses und der Wirtschaftsgebäude rasch vorwärts zu bringen. VI. Die Unruhen vom August 1929. 25. Erlittene Schäden. Im Verlauf der Unruhen sind neben einigen kleineren Punkten folgende 5 jüdische Siedlungen zerstört und von den Bewohnern verlassen worden: Artuf, Rfar Uriah, Hulda, Beer Tuvia und Mozah. Eine erhebliche Anzahl landwirtschaftlicher Kolonien sind ferner offen angegriffen worden und haben die Angriffe zurückgeschlagen, jedoch Schaden erlitten; eine Anzahl Dreschtennen wurden verbrannt. Weitere große Schäden entstanden indirekt dadurch, daß eine Anzahl von Tagen hindurch jede Arbeit unmöglich war, ferner durch die Unterbrechung des Produktentransports, durch den Verlust der Absatzmärkte und endlich durch die besonderen Ausgaben für die verstärkte Bewachung. 266