Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVII (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 256 (sequence 260)
- Language
- German
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unbefriedigend, und manche Siedler sind geneigt, die Kolonie zu verlassen. d) Balfour ia. Diese Kolonie war von der American Zion Commonwealth mit finanzieller Beihilfe seitens der Exekutive gegründet worden, figurierte jedoch nicht in der Reihe der Siedlungen, für die das Departement verantwortlich war. Die Dürre des Jahres 1928 machte es den Siedlern unmöglich, im Jahre 1929 eine zur Anschaffung von Saatgut und Futtermitteln aufgenommene Anleihe an die Zentralbank für genossenschaftliche Institutionen zurückzuzahlen: daraufhin begann die Bank, die Getreidevorräte der Kolonie einschließlich des Saatgutes für das nächste Jahr zu verkaufen. Um den Zusammenbruch der Kolonie zu verhindern, beschloß' die Exekutive, daß das Departement die schuldige Rate von £ 500 an die Zentralbank zahlen sollte. Außerdem gewährten wir der Kolonie eine Anleihe zum Bau von Geflügelhäusern und für die Erschließung ihrer dürftigen Wasservorräte. Der Emergency Fund baute einen Weg nach der Siedlung. e) Merchavia (Kwuzah, 25 Familien). Auch dieser Kolonie wurde die Möglichkeit gegeben, die von ihr bewirtschaftete Bodenfläche von 100 auf 150 Dunam pro Familie zu vergrößern. Der mit der Konservierung und Vergärung von Grünfutter in Silos angestellte Versuch hatte ein günstiges Ergebnis und gab den Anlaß zum Bau solcher Silos in Misra und Ginegar in diesem Jahre. Die frühere Siedlergruppe, die durch die Dürre des Jahres 1928 schwer heimgesucht worden war, hat die Kolonie verlassen. Im Herbst 1929 zog eine Gruppe des Haschomer Hazair dorthin, die im ersten Jahre gut vorwärtsgekommen ist. Wir errichteten hier zwei weitere Geflügelhäuser. f) Misra (25 Familien). Die Kolonie, die unter Bodenmangel leidet, bearbeitet provisorisch 2000 Dunam des Bodens von Warakani, der 6 km von der Siedlung entfernt liegt. Der Milchertrag vergrößerte sich wie folgt: 1927/28 1928/29 1929/30 34 765 43 986 65 659 Liter In diesem Jahre haben wir ein Kinderhaus und einen Silo gebaut und die Zahl der Geflügelhäuser auf das Doppelte gebracht; mit Unterstützung des Emergency-Fund wurde eine Speisehalle errichtet. g) Ginegar (25 Familien). Dank der ausgezeichneten Verfassung ihres Milchwirtschaftsbetriebes, ihrer erfolgreichen Geflügel- und Bienenzucht und den durch Arbeit der Siedler ini Balfour-Walde erzielten Löhnen ist diese Kwuzah alle Jahre hindurch erfolgreich gewesen, Das bei ihr angesammelte Defizit ist völlig verschwunden. Die Gesamtproduktion an Milch belief sich 1927/28 auf 71 833 Liter; durchschnittlich per Kuh 3100; Erlös £ 141 1928/29 „ 95 120 „ „ „ „ 3300; „ „ 193 1929/30 .:„ 126 300 „ „ „ „ 3625; „ „ 385 Ein Silo sowie zwei neue Geflügelhäuser wurden errichtet. 256