Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVII (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 204)
- Language
- German
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schrecklichen Ereignisse unternommen und ein Bericht über die Ergebnisse der Untersuchung der Mandatskommission unterbreitet werden müßten, um diese instand zu setzen, sich ihrer Funktionen wirksam zu entledigen. Eine ebenso schwierige Aufgabe entstand, als die Mandatsregierung die Mandatskommission bei der Herbstsitzung von 1929 ersuchte, eine Entscheidung über die Ernennung einer Sonderkommission zu treffen, die die West-(Klage-)Mauerangelegenbeit untersuchen sollte, eine Kommission, die in Übereinstimmung mit Artikel 14 des Mandates, die Heiligen Stätten betreffend, arbeiten und den Streit endgültig beilegen sollte. Die Mandatskommission lehnte aus ernsten juridischen Gründen diesen Vorschlag ab und überließ dem Rate die Angelegenheit zur Entscheidung. Das Resultat war, daß der Rat, ungeachtet der Haltung der Mandatskommission, sich für die Ernennung einer besonderen West-(Klage-) Mauerkommission entschied. Die wichtigsten Aufgaben für unsere Vertretung in Genf standen natürlich in Zusammenhang mit dem Zusammentritt der Permanenten -Mandatskommission (17. außerordentliche Sitzung vom 3.—21. Juni 1930), die den Bericht der Shaw-Kommission, sowie unsere Antwort und die Bemerkungen der Mandatsregierung zu prüfen hatte. Wir unternahmen jeden nur möglichen Schritt, um die Mitglieder der Kommission mit den Bedürfnissen unseres Palästinawerkes, unseren zionistischen Ansprüchen und Erfordernissen sowie mit unserer Haltung gegenüber dem Shaw-Bericht und der Politik der Palästina-Regierung bekannt zu machen. Einer ähnlichen Aufgabe standen wir gegenüber, als der Bericht der Mandatskommission dem Völkerbundsrate vorgelegt werden sollte und der letztere auf Grund des Berichtes von Herrn Procope seine Resolutionen über die Verhandlungen und Entscheidungen der Mandatskommission zu formulieren hatte. Es wird erinnerlich sein, daß der Völkerbundsrat die Empfehlungen der Mandatskommission bestätigte, und es wurde allgemein anerkannt, daß die im Rate abgegebenen Erklärungen entscheidende Bedeutung für die Aveitere Richtung der politischen Tätigkeit der Jewish Agency besitzen. Abgesehen von diesen besonderen Angelegenheiten bestand die Arbeit unseres Vertreters in Genf darin, ständig weitere Kreise für unsere Bewegung und unsere Arbeit für Palästina zu interessieren. Mit dem Sekretariat des Völkerbundes und des Internationalen Arbeitsamtes und mit Mitgliedern der Ständigen Mandatskommission werden die freundschaftlichsten Beziehungen unerthalten. Unsere Sache hat einen sehr schweren Verlust durch den Tod von Mr. H. Grimshaw erlitten, der stets das freundschaftlichste Interesse für die mit dem Jüdischen Nationalheim zusammenhängenden Probleme hegte. Die während der letzten beiden Jahre gewonnene Erfahrung hat gezeigt, daß die notwendige Atmosphäre von Sympathie, Verständnis und gutem Willen, die so notwendig für die eigentliche Würdigung unserer Bestrebungen ist, in Genf geschaffen wurde. Die Arbeit in Paris wurde in engem Zusammenhang mit der in Genf geführt. Die verschiedenen Regierungsdepartements, mit welchen zionistische Fragen zu besprechen waren, haben uns unterschiedslos 200