Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVII (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 156 (sequence 160)
- Language
- German
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H. Lourie, Dr. J. M. Edelstein, Dr. L. Schaf fer, J. Daleski, Dr. W. Sachs, Dr. D. Ordman und Rabbiner E. M. Gems. Der Sekretär des Landesverbandes ist Herr J. Alexander. Der Chefredakteur und Geschäftsführer des „Zionist Record" ist Herr D. Dainow. Tschechoslowakei. Die zionistisch-organisatorischen Verhältnisse in der tschechoslowakischen Republik haben seit dem Bericht an den XYI. Zionistenkongreß keine bedeutenden Änderungen erfahren. Die Anzahl der Ortsgruppen und Vereine hat besonders im Osten der Republik zugenommen. Dies gilt auch für die Frauenorganisation „Wizo" und die bestehenden Jugendgruppen. In der Berichtsperiode fand ein ordentlicher Zionistentag in Brünn (25. und 26. 12. 1929) statt, der sehr stark beschickt war. Seine wichtigsten Beschlüsse betrafen die politische Betätigung der Zionisten in der tschechoslowakischen Republik, Kulturarbeit und Finanzen. In den Geschäftsführenden Ausschuß wurden gewählt: Dr. Josef Rufeisen, Vorsitzender; Dr. Franz Kahn, Vors.-Stellvertreter; Direktor Leo Eisner, Friedrich Fränkel, Jacques Krieger, Mila Musil, Dr. Emil Müller, Kurt Thieberger. Dem Landeskomitee gehören 40 Mitglieder und ebenso viele Stellvertreter an, die in verschiedenen Orten der Republik wohnen. Der Vorsitzende des Landeskomitees ist Norbert Adler, Prag. Die landespolitische Arbeit wird von der politischen Reichskommission des Zionistischen Zentralverbandes geführt, die eben damit beschäftigt ist, die jüdische Partei zu reorganisieren. Bei den Wahlen in die tschechoslowakische Nationalversammlung im Oktober 1929 wurden auf die Liste der Jüdischen Partei 104 464 Stimmen abgegeben und zwei Abgeordnete gewählt: Dr. Ludwig Singer, Prag, Dr. Gyula Reisz, Bratislava. Die offiziellen Blätter des Zionistischen Zentralverbandes sind: Selbstwehr (Prag), Zidovské Zprâvy (Prag), Jüdische Stimme (jiddisch), Mukacewo; außerdem erscheinen die zionistischen Zeitungen: Jüdische Volkszeitung (Bratislava), Jüdische Volksstimme (Brünn), Zsido Neplap (Uzhorod), ferner eine Jugendzeitschrift: Jung Juda. Alle Ortsgruppen führten eine rege Propaganda- und Kulturarbeit, an der von Gästen aus dem Ausland teilnahmen: Kurt Blumenfeld, Dr. M. Buber, Prof. Brodetsky, Dr. Samuel Daiches, M. Dizengoff, Dr. N. Goldmann, M. Großmann, R. Lichtheim, Nanny Margulies-Auerbach, Dir. G. Kareski, W. Jabotinsky, Elieser Shoub, E. Vandervelde, Dr. Soloweitschik, M. Ussischkin und Dir. Oscar Wassermann. An dieser Arbeit beteiligten sich auch zahlreiche inländische Redner. Von großer Bedeutung war die Protestaktion nach den Unruhen in Palästina und die Manifestationsversammlungen nach dem Erscheinen des Weißbuches der englischen Regierung im Oktober 1930. i56