Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Journal
- Bericht der Exekutive der Zionistischen Organisation an den ... Zionistenkongress
- Volume
- XVII (1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 94 (sequence 98)
- Language
- German
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B. Anglo-Palestine Bank, Ltd. Bericht der Direktoren an die Aktionäre zur 29. Generalversammlung, abgehalten am 19. Juni 1931. Die Direktoren erlauben sich hiermit, in bezug auf das Jahr 1930 den Bericht und die von den Auditors revidierten Rechnungen der Anglo- Palestine Company, Ltd., zu unterbreiten, deren Name auf Grund einer besonderen Resolution mit Geltung vom 1. Januar 1931 in „The Anglo- Palestine Bank, Ltd." umgeändert wurde. Das Berichtsjahr eröffnete im allgemeinen unter Bedingungen von verhältnismäßiger Festigkeit, und Zeichen einer wirtschaftlichen Nachwirkung der unglücklichen Ereignisse vom August 1929 waren nur in geringfügigem Maße bemerkbar. Im Verlaufe des Jahres jedoch begann der Niederschlag der Weltdepression, unter der andere und hochentwickelte Länder zu leiden haben, auch in Palästina sich fühlbar zu machen, und zwar so, daß kein Teil der Geschäftswelt davon verschont blieb. Auch die Unsicherheit in der politischen Situation, die im letzten Teil des Jahres sich besonders entwickelte, war von ungünstiger Einwirkung und hat zweifellos, zusammen mit der erwähnten ökonomischen Depression, die immer deutlicher wurde, eine Zurückhaltung auf dem Gebiete von palästinensischen Investierungen bewirkt und zu gleicher Zeit die Initiative der Geschäftswelt gehemmt. Trotz dieser gewiß entmutigenden Faktoren scheint es, als ob die allgemeine Lage im gegenwärtigen Zeitpunkt eher leichter geworden ist, als es in den Schlußmonaten von 1930 der Fall war, und daß infolgedessen eine etwas optimistischere Betrachtung der Zukunftsaussichten in Geschäfts- und Industriekreisen sich geltend macht. Diese Besserung ist zweifelsohne in einem gewissen Ausmaße den verhältnismäßig günstigen Ergebnissen der Orangenindustrie in der Saison 1930/1931 zuzuschreiben, die im wirtschaftlichen Leben Palästinas eine so bedeutende Rolle rpielt. Es ist natürlich überflüssig hinzuzufügen, daß eine dauernde Besserung in den allgemeinen Bedingungen nur erwartet werden kann, wenn die gegenwärtige Weltdepression vorübergeht und eine Festigung der politischen Situation auf befriedigenden Grundlagen erzielt wird. In einer allgemeinen Betrachtung kann gesagt werden, daß die Industrie in den meisten Fällen ihre Position bewahrt hat, daß sie aber auf dem heimischen Markte infolge intensiver Konkurrenz von zu niedrigen Preisen importierten Artikeln Schwierigkeiten ausgesetzt ist, wie sie andererseits auf den fremden Märkten unter der. reduzierten Kaufkraft ihrer Kundschaft zu leiden hat. Die Exportziffer von palästinensischen Produkten ist von £P 1.554.000 auf £P 1.896.000 gestiegen, eine Besserung, die ausschließlich den bereits erwähnten günstigen Ergebnissen der Orangenindustrie zuzuschreiben ist. Diese Industrie fährt fort, sich auf rationeller Grundlage zu befestigen, und obwohl der Export in der Saison 1930/1931 nur 2 500 000 Kisten gegen 2 700 000 Kisten in den Jahren 1929—1930 erreichte, ist diese Abnahme in der exportierten Quantität dennoch wettgemacht durch die Erzielung besserer Preise. Der Warenimport nach M