Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 19 (1932)
- Issue
- 44 (28.10.1932)
- Date
- 1932-10-28
- Page
- Seite 354 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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354 Das Jüdische Echo Nr. 44 denken fallen lassen; denn dieses frische und verständnisvolle Musizieren zeugte von dem Ernst und der Liebe, mit der die Mitglieder dieser Orchestervereinigung an ihre Aufgaben herangehen. Als erstes hörte man das Flötenquartett D-Dur von Mozart. Hier zeichnete sich vor allem der erste Satz durch die verständnisvolle Wiedergabe aus, während die beiden folgenden Sätze unter dem Mangel an technischem Können litten, das nun einmal bei Mozart mehr vorhanden sein muß, als es immer im ersten Augenblick erscheint. Als Nächstes spielten die Herren Dr. Benno F 1 e h i n g e r und Kurt Jacob eine Sonate für Cello und Klavier von Beethoven, die sie nicht nur mit feiner musikalischer Einfühlung brachten, sondern vor allem durch ihre über dem Durchschnitt stehende Technik aufhorchen ließen. Zuletzt stand ein Streichquartett d-inoll ‘Quintenquartett) von Haydn auf dem Programm. Hier darf man wohl jedem Einzelnen des Quartetts die volle Anerkennung aussprechen. Vor allem zeigte sich Frl. Josefine T h a n nhauser als ausgezeichnete Führerin des Quartetts. Frl. Resi Müller und die Herren Oscar Gr öbel und Moritz Goldberg verstanden sehr dezent zu begleiten und brachten bei den jeweiligen Themen ganz erstaunlich großen Ton. Es wäre sehr zu wünschen, wenn sich diese Abende öfter wiederholen und sich der Besuch dieser Konzerte steigern würde. hr. Aus dem Münchener Bar-Kochba Georg Gidalewitsch zum Gedächtnis In dieser Woche jährte sich der Tag, an dem unser lieber Georg Gidalewitsch für immer von uns ging. Niemand von uns wird je vergessen, daß er ein Sportsmann war mit hohen menschlichen Qualitäten, dem man, nur einmal gesehen, gleich Freund sein mußte. Manchen seiner Freunde wird man am Todestage an seiner Ruhestätte sehen, im stillen Gedenken an einen unserer Besten, der immer in uns weiterleben wird. L. F. Handball Bar-Kochba schlägt Jahn 9:4 (6:4) Am 9.Oktober standen die Bar-Kochbaner den Jahnlern in einem erbitterten Kampfe gegenüber. Obwohl es anfangs des Spieles nicht nach einem Siege der B.-K.-Leute aussah, fand sich schließlich die Stürmerreihe immer besser zusammen i«nd konnte nach feinem Zuspiel die Erfolge der jahnmannschaft wettmachen. Gegen Schluß dei 1. Halbzeit gelang es Schuster durch zwei wunderbare Weit würfe aus 25 m einen weiteren Torvorsprung zu erzielen. Nach Seitenwechsel diktierte Bar-Kochba das Spiel und drängte den Gegner immer wieder zurück. In gleichen Abständen warfen die Blau-Weißen weitere Tore und hätten die Stürmer um diese Zeit die mannigfaltigen Chancen ausgenützt, so wäre das Torergebnis mindestens zweistellig geworden. ■ L.F. Handball. Morgen Sonntag, 50. Oktober, vorm. 10 Uhr trifft sich die Ilandballmannschaft zu dem fälligen Verbandsspiel gegen Postsportverein vor dem Poststadion. Die Mannschaft ist aufgestellt: Kornhauser Orljansky Spielmann Schapira Breit Jericho Felix Goldmann Goldstern Schuster Gröbel Am Dienstag, 1.November (Allerheiligen), vormittags 10 Uhr findet auf dem Sportplatz au der Säbener Straße ein Trainingsspiel der „Ersten“ gegen die neugegründete 2. Mannschaft statt. Sämtliche aktiven Handballer, insbesondere die Spieler, welche auf gestellt wurden, haben pünktlich uin R>10 Uhr auf dem Sportplatz anwesend zu sein. Die Leitung. Tischtennisabteilung Anschrift: Dr. Berger, München, Voitstraße 9 Fernruf 64534 Einladung zum 1.Münchner Tischtennis-Mannschaftsturnier am 29. und 50. Oktober 1932 im Hotel Königshof am Stachus, 1. Stock. Beginn: Samstag, den 29. Oktober, abends 8 Uhr. Damen- und Mädchen-Abteilung Wir machen besonders darauf aufmerksam, daß am Montag (vor Allerheiligen), 31. Oktober, der Turnbetrieb in der Luisenschule n i c h t ausfällt. Wir bitten daher, von 19—20.30 Uhr bestimmt auf dem Turnboden zu erscheinen. Generalversammlung des Bar-Kochba Samstag, 12. November 19321, abends 8 Uhr findet in den oberen Räumen des Hotel Königshof am Stachus die diesjährige außerordentliche Generalversammlung statt. Zutritt nur Mitgliedern gestattet. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorsitzenden, 2. Bericht des Kassiers und der Revisoren, 3'. Bericht der Abteilungsleiter, 4. Diskussion, 5l Entlastung und Neuwahl der Vorstandschaft, 0. Anträge, 71 Verschiedenes. Anträge müssen spätestens 81. November schriftlich heim 1.Vorsitzenden Dr. Leop. Berger, hier, Voitstraße 9, eingereicht sein. Die Vorstandschaft. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fiirtli Am Donnerstag, den 20. Oktober, fand unter Leitung von Herrn Dr. Kurt Dankwerth ein Vortrag von Herrn Dr. Stefan L ö w e n g a r t - Fürth über: „Schicksal oder Wunschz i e 1“ nach dem Buch von Otto Heller „Der Untergang des Judentums“ statt. An die sehr eingehenden und interessanten Ausführungen des Referenten schloß sich eine lebhafte Diskussion an, an der sich zahlreiche Ortsgruppenmitglieder beteiligten. Dabei erwies sich eine Fortsetzung der Debatte an einem späteren Abend als notwendig. Die Veranstaltung wurde durch ein hebräisches Referat von Herrn Dr. M. Nußb a u m eingeleitet. Geschäftliches Das am Marienplatz gelegene Cafe City erfreut sich großer Beliebtheit infolge der behaglichen Räumlichkeiten und nicht zuletzt^we- .gen des Gebotenen. Kaffee in bekannter Güte, das vorzügliche Gebäck aus eigener Konditorei tragen dem verwöhntesten Gaumen Rechnung. Wie wir hören, kostet die Tasse Kaffee 35 Rpf. In dem hinteren Raum spielt die Salonkapelle van Bergh zum nachmittäglichen Konzert- Fünfuhr-Tanztee und zum alltäglich abends R>9 Uhr beginnenden Tanz.