Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 19 (1932)
- Issue
- 22 (27.5.1932)
- Date
- 1932-05-27
- Page
- Seite 182 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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182 Das Jüdische Echo Nr. 22 Kerea-Kajemeth-Komimission : Ilse Dankwerth, Käthe Freimann, Bernhard Freimann, Erna Kissinger, Frau Dr. Kronacher, Anna Löwengart, Frau Dr. Lorch, Felix Scharf, Leo Wißmann. Aus dem Münchener Bar-Koehba Müncheii. Der Bar Kochba darf es sich als Verdienst anrechnen, daß er einer weiteren Öffentlichkeit außerhalb seines Kreises die durch zahlreiche Lichtbilder nach eigenen Aufnahmen unterstützte Schilderung Walter Koschlands über seinen Aufenthalt in Erez Israel zugänglich machte. In anspruchsloser, aber gerade dadurch gewinnender Weise ließ der Redner uns seine Beobachtungen während seines kurzen, aber doch sehr gründlich ausgenutzen Verweilens im Lande miterleben. Zuerst behandelte er ausführlich die Makkabiah, deren nationale Bedeutung für den Jischuv wie für die Juden der ganzen Welt er eindrucksvoll zur Geltung brachte. In Anbetracht der großen Schwierigkeiten ist der Verlauf und das sportliche Ergebnis sehr hoch zu werten; vor allen Dingen aber liegt die Bedeutung in der Vereinigung einer großen Anzahl von Juden aus aller Welt und ihre Verbindung mit dem Palästinagedanken. Von seinen sonstigen Eindrücken aus dem Lande berichtete er an Hand vieler Bilder aus den Städten, deren individuelle Eigenart er gut kennzeichnete, von den Kolonien, besonders den neueren, aus der Alijah der letzten 12 Jahre heraus entstandenen K’vuzoth und Einzelsiedlungen, von der Levante-Messe, die eine neue, eben erst einsetzende Ära des wirtschaftlichen Aufschwungs und des wagemutigen Aufbauwillens Palästinas und seiner Verflechtung mit dem vorderen Orient bezeichnet. Durch gut erfaßte Augenblicksaufnahmen zeichnete er die Typen der verschiedenen Bewohner des Landes. Im ganzen wrar der frische und natürliche Ton, der den unmittelbaren Eindruck des Geschilderten beim Zuhörer wachrief, sehr geeignet, die geistige Verbindung mit dem Aufbauwerk zu stärken und zu beleben. Z’bi. Bar Kochbar. G r ü n w a 1 d — München. Zu dem am 5. Juni stattfindenden Groß-Staffellauf Grünwald—München haben wir 3 Herrenmannschaften, 1 Jugend- und 1 Schülermannschaft gemeldet. Sämtliche aktiven Bar Kochbaner haben bei dem morgigen Generalappell vormittags halb 10 Uhr auf dem Sportplatz an der Säbenerstraße anwesend zu sein. Jeder von uns hat sich doppelt so stark anzustren^en, gilt es doch den im Vorjahre erstmals errungenen Wanderpokal um den ersten Platz in unserer Klasse zu verteidigen. Wir erwarten von allen, die einer Mannschaft eingereiht wurden, pünktliches Erscheinen zu den letzten Trainingsstunden und hoffen, daß sich niemand seiner Sportpflicht auch nur teilweise entzieht. Die Leitung. Bar Kochba, Handballmeister in der Münchener A-KIasse mit 13 Punkten und 48:13 Toren! Rein zahlenmäßig betrachtet, stellen die obigen drei Ziffern die Bilanz der 1. Handballmannschaft in der Frühjahrsrunde dar. Wenn der Ausspruch, daß das Ansehen eines Vereines von den Erfolgen und Mißerfolgen seiner 1. Manschaft abhängt, Berechtigung hat, so kann der Bar Kochba mit seiner Handballmannschaft und dem, was sie in diesem Frühjahr geleistet hat, vollauf zufrieden sein. Gerade in dieser Runde, an der zum ersten Male seit dem Zwist „Turnen und Sport“ die spielstarken Mannschaften der Turnvereine tedlgenommen haben, hat sich gezeigt, was Mannschaftsdisziplin und eiserne Energie zu leisten vermögen. Nie wurde in dieser Klasse heißer um den vielumstrittenen Titel eines Handballmeisters gekämpft Die neue Meistermannschaft verdient den Titel, da sie sich tatsächlich als stabilste unter ihren Mitbewerberinnen erwies. Das Spielsystem: Jeder gegen jeden, lies von vornherein nur dem Verein die Chance der Meisterschaft, der in den Spielen gegen schwächere Gegner die wenigsten Punkte einbüßen würde. Schon Wochen vorher wurden die Aussichten der einzelnen Mannschaften abgewogen, nach der Papierform die Gewinn- und Verlustpunkte vorgemerkt. Kommt dann das Spiel, so erweisen sich in den meisten Fällen alle Vorhersagen als Utopien und die Praxis lehrt, daß Mannschaftsspiele nicht am grünen Tisch gewonnen werden, sondern einzig und allein von den elf Leuten, die erfüllt sein müssen mit wahrem Kameradschaftsgefühl. Ein Mannschaftsspiel, in dem ein jeder sich in das Ganze einordnen muß und für die gemeinsame Sache, für den Sieg seiner Mannschaft kämpft, ist ohne Kameradschaft undenkbar. Was niemand am Anfang der Spielsaison erwartet hatte, ist eingetroffen: sie haben es geschafft, die wackeren Spieler der 1. Mannschaft, denen Dank und Anerkennung gebührt. Meister sein verpflichtet, das möge sich die Mannschaft immer vor Augen führen und alles daransetzen, um auch die kommenden Privatspiele siegreich zu beenden. Die Meistermannschaft: Kornhauser (7 Spiele), Orljansky (7), Spielmann (7), Fleischer (7), Breit (7), Jericho (6), Felix (6), Schuster (7), Goldstern (7), Goldmann (7), Schapira (6), Gröbel (3), Eisenrnann (2) und Felsen (1). Alle haben sie ihr Bestes gegeben und stehen mit 48:13 Toren und ungeschlagen mit Abstand an der Spitze der A-Klasse. Der Meistertitel ist also verdient. Ließ die Mannschaft durch den großen Sieg über 1860 Res. mit 9:2 Toren aufhorchen, so erstaunte man noch mehr bei den großen Erfolgen über Jahn Res. mit 14:1 und Milbertshofen 10:2. Schließlich wurde nach beinahe heroischem Kampfe der A-Klassen Turnermeister T.-V Laim 4:2 geschlagen. Auch das Ergebnis 7:2 iiiiuuinmiminiiiiimiiummiiiiimiiinniiiuMimiiiimnnmiiinniimnumiinniuuiniiuiiiiiti)ini Der vornehme Aufenthalt Gaststätten Preysing<Palais miiimimiimiiiiiiiiiiiiiiiiiimimiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiitimmiKiiiuiiiiiiiiiiimmiinmniiiiiiiiinil v «ÄT 1 DAS preiswürdige MÜNCHNER TÜCHHAUS SONNENSTRASSE 8 IM PHÖBUSPALAST