Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 18 (1931)
- Issue
- 9 (27.2.1931)
- Date
- 1931-02-27
- Page
- Seite 141 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 9 Das Jüdische Echo 141 Es wirken mit der jüdische Gesangverein, die dramatische Gruppe des Kulturvereins Perez und Herr M. Bronstein, Berlin, als Gast. Näheres siehe Inserat. Es ist Pflicht eines Jeden durch sein Erscheinen den Dichter zu ehren. Verband jüdischer Frauen für Palästinaarbeit, Ortsgruppe Nürnberg Donnerstag, den 19. Februar, veranstaltete die Ortsgruppe des „Verbandes jüdischer Frauen für Palästinaarbeit“ einen sehr interessanten Nachmittag für Mitglieder und Gäste, an dem Frau R. S i e f f aus London, Mitglied der Exekutive der „Wizo“ (Womcn’s International Zionist Organisation) und Erl. Dr. L. Ha ne mann aus Jerusalem sprachen. Frau R. Sieff, eine der prominentesten Führerinnen der jüdischen Frauenbewegung, die Mitbegründerin der Wizo, erzählte in besonders fesselnder Weise über die Arbeit, Entstehung der Wizo. In den 10 Jahren seit ihrer Gründung entwickelte sich die „Wizo“ aus einer kleinen Gruppe jüdischer Frauen in England zu einer Weltorganisation, die alle Frauen, ungeachtet ihrer politischen Einstellung zur gemeinsamen Kulturarbeit in und für Palästina zusammenschließt. Hand in Hand, so führte Frau R. Sieff aus, arbeitet die „Wizo“ in Palästina mit den anderen Frauenorganisationen und ist ein wichtiger Faktor im Aufbau Erez Israels geworden. In China, Südafrika, Kairo, Marokko, Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, England, in den Randstaaten — überall hat die „Wizo“ Fuß gefaßt und die Frauen für die Palästinaarbeit organisiert. Wenn die Frauen in den verschiedenen Ländern sich auch oft in den Lebensgewohnheiten, in den Sitten und in der Sprache voneinander unterscheiden, so verbindet und einigt sie alle der eine Gedanke „Zion“, denn, rief die Rednerin aus, „so lange es in der Welt Juden geben wird, so lange wird der Zionsgedanke in ihren Herzen leben“. Nicht weniger packend und interessant verstand es Frl. Dr. Hanemann über die Leistungen und die gegenwärtige Arbeit der „Wizo“, an der Frl. Dr. Hanemann in Palästina selbst führend teilnimmt, zu berichten. Die Erziehung der Frau zur Landarbeit in der Lehrfarm Neß Ziona oder in der Landwirtschaftsschule Nahalal, die Ausbildung der Mädchen für die Hauswirtschaft in den speziellen Anstalten und Küchen, die Kinderfürsorge, die Mutterschulen, die Mütterberatungsstellen, um nur einiges aus der „Wizo“~Tätigkeit in Palästina herauszugreifen, sind nicht nur von größtem Nutzen für die Frau und das Kind in Palästina, sondern haben viel zum Aufbau und zur Gesundung des ganzen Landes beigetragen. Mit Recht kann man hier, wie es Frl. Dr. Hanemann ausführte, „von einer staatsbürgerlichen Tätigkeit“ der Frau in Palästina sprechen. Mit großem Interesse verfolgten die zahlreich erschienenen Zuhörerinnen die eingehenden Ausführungen der beiden Rednerinnen. Der reichliche Beifall und eine Anzahl neuer Mitglieder in der Nürnberger Gruppe des „Verbandes Jüdischer Frauen für Palästinaarbeit“ sprechen von' dem großen Erfolg, den die beiden Führerinnen bei uns zu verzeichnen hatten. Am Abend desselben Tages fand im Hause von Frau Hilda Kronacher eine Zusammenkunft im allerengsten Rahmen statt, wo die beiden prominenten Gäste noch sehr interessant über die Aufgaben der „Wizo“. über das Leben und die Sitten in Palästina berichteten. . G. Hillmann Maskieren werden Sie sich zu Purim diesmal nicht; dazu sind die Zeiten zu ernst; deshalb dürfen Sie aber doch nicht übersehen, ihren jugendlichen Freunden eine Freude zu machen. Mit einem gebundenen Jahrgang des „Zelt“ (Preis RM. 6.—, Verlag B. Heller, München, Plinganserstraße 64) bringen Sie das am leichtesten fertig! Erhältlich auch in der Ewer-Buchhandlung, Ottostraße 2. (Ähnliche Veranstaltungen mit Frau Sieff und Frl. Dr. Hanemann fanden am Mittwoch, 18. Februar im Hause von Frau Lustig und von Frau Dr. Straus in München statt.) Der „Verband Jüdischer Frauen für Palästina- Arbeit“, teilt uns mit, daß in den nächsten Wochen neue, besonders schöne Palästina-Handarbeiten (Kinder- und Frauenarbeiten usw.) eintreffen. Zwanglose Besichtigung bei Frau G. Hillmann, Adam-Kraft-Straße 15. Dortselbst liegen Muster und Journale zum Nachbestellen auf. Jafforange. Wir möchten unsere Leser auf die Ankündigung der Jafforange, einer ausgezeichneten, aus Jaffa-Orangen hergestellten Palästinaorangeade aufmerksam machen, deren Alleinvertrieb für München die Firma Louis Müller., Rumordstraße 42, übernommen hat. Die Jafforange ist auch an den Pessachtagen zu verwenden. Keren Kajemeth Lejisrael Jüdischer Naftionalfonds Postscheck-Konto München 10442, Nürnberg 24565 Fernsprecher München 297449, Nürnberg 21912 Zentrale für Deutschland, Berlin W 15 Meinekestraße 10 Münchener Spendenausweis Nr. 19 vom 17. Februar bis 23. Februar 1931. Goldenes Buch ZOG, München. Es gratulieren Familie Schaclmo herzlich zur Vermählung ihrer Tochter; Theo und Meta Harburger 1.—, Herr und Frau Gottfried Hirsch 1.—, Herr und Frau Justizrat Dr. E. Straus 3.—, Herr und Frau Dr. H. Feuchtwanger 2.—, Tina und Schlojme Monheit 1.—, Herr und Frau Paul Grünbaum 1.—, Jakob Reich 2.—, Herr und Frau Justin Lichtenauer 1.— — 12.—. Herr und Frau Jakob Kluger gratulieren herzlich zur Vermählung Neu-Schachno und Herrn und Frau Karl Wiesel zur Bar Mizwah ihres Sohnes 2.—. Büchsen geleert durch Frl. Eva Eliasberg; Dr. W. Eliasberg 7.47, Karl Adler 4.33, Fritz Gorodisky 4.40 16.20. Geleert durch Manfred Schönwetter: N. N. 15.50, Dr. S. Koschland 3.78, S. Schmickler 1.—, Max Ries 2.60, N. N. 4.24, Louis Teilheimer 1.54, Zeilberger —.50, M. Fleischer —.20', N. N. —.10 29.46. Geleert durch Herrn Erich Hirsch: Frl. Ida Gutmann 7.—, Dir. M. Apfel —.40 7.40. Geleert durch Herrn Fritz Lewin: Hermann Knoblauch 3.85, Dr. Jul. Siegel 3.45, Frau H. Kleinmann 2.25 9.55. Geleert durch Frl. Liselotte Ruth Kahn: Frau Gertrude Weil 11.23, Moses Blum 2.—■, Justin