Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- 48 (29.11.1929)
- Date
- 1929-11-29
- Page
- Seite 716 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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716 Das Jüdische Echo Nr. 48 München. Am Donnerstag, dem 5. Dezember, abends 8.15 Uhr, findet im Mathildensaal, Mathildenstraße 5, ein Kunst- und Bildungsabend der München-Loge U.O.B.B. statt. Alles Nähere siehe Inserat im Inseratenteil dieser Nummer. Wochenprogramm des V.J.St. „Jordania“ im K..I.V. Dienstag, 3. Dezember: Vortrag Goetz im Jugendverein. Mittwoch, 4. Dezember, 8 Uhr: Turnen, off. 10.15 Uhr: Tendenzkurs im Heim. Donnerstag, 5. Dezember, 8.30 Uhr: Burschenkurs, off. Freitag, 6. Dezember: Geselliges Beisammensein. Näheres wird noch bekanntgegeben. Samstag, 7. Dezember, 13 Uhr: Gemeinsames Mittagessen bei Weiß. Jüdischer Jugendverein I. Vortragsabende. Am Dienstag, dem 3. Dezember, 20.30 Uhr, spricht der Generalsekretär der Vereinigung für das liberale Judentum, Herr George Goetz (Berlin), im Bibliotheksaal (ausnahmsweise nicht Lessingsaalü) über: „Die Stellung des religiösen Liberalismus im Judentum.“ Wir sind gewiß, daß außer unseren Mitgliedern, deren vollzähliges Erscheinen eine Selbstverständlichkeit bedeutet, auch weitere Kreise der Kultusgemeinde gerne diese Gelegenheit benutzen werden, sich über den jüdischen Liberalismus in Deutschland zu informieren. II. Arbeitsgemeinschaften. Bibliotheksaal. 20.30 Uhr. 1. Bibelkurs. Leiter: Präparandenlehrer H i r n h e i m e r. „Der Prophet Hosea.“ Alle 14 Tage. 2. Diskussionsabende. Leiter: Dr. Siegfr. Keßler. „Das Judentum und seine Umwelt.“ Alle 14 Tage. III. Freitagabendfeiern. Die Freitagabendfeiern finden regelmäßig in der Herzog-Max-Straße 3/1 um 20.30 Uhr statt. (Leitung: Abwechselnd die Herren: Lehrer Adler, Oberlehrer Dr. Keß- 1 e r, Prof. Dr. Klugman n, Studienrat S c h a a 1mann, Präparandenlehrer Hirnheimer.) Alle jungen Juden Münchens, denen die Weihe eines häuslichen Freitagabends versagt ist, sind wie immer herzlichst eingeladen. IV. Junggruppe des J.J.V. Heimnachmittage jeden Samstag, Herzog-Max-Straße 3/1. a) für die Jüngere n um 15 Uhr. b) für die Ä 11 e r e n um 17 Uhr. Bar-Kochba, Sportabteilung. Das Training findet jeweils Mittwoch abends von 8 bis 10 Uhr in der Jahnturnhalle statt. Anschließend Waldlauf und verschiedene Besprechungen im Kneipzimmer. Wir erwarten, daß alle Aktiven den Übungsstunden beiwohnen. — Die Herbstspiele des Verbandes sind zu Ende. Wir stehen in der Tabelle an vierter Stelle von A.S.V., Jahn usw. Ebenso ist unsere Plazierung in der Vereinsmeisterschaft eine sehr gute. Unter 95 C-Klassenvereinen findet man uns an siebenter Stelle in Süddeutschland. — Für das gute Abschneiden bei den verschiedenen Jugendwaldläufen, hat der süddeutsche F. u. L.V. unsere Jugendlichen Goldfarb, Koschland und Schwager durch Verleihung von Siegerkränzen geehrt. Die Leitung. Konzert des Jüdischen Gesangvereins: Samstag, 7. Dezember, im Odeon. Der Verein hat. für sein Konzert ein sehr interessantes Programm zusammengestellt. Nach einem Orgelpräludium folgt Keduschah von Rossi, komponiert um 1600. Dieses Werk wurde von Rothschild in Paris entdeckt und von dem Musiker Vincent dTndy neu bearbeitet. Das darauffolgende Werk von Heinrich Schalit: „Israel lo jischbot mih’ jot goy“ ist im hebräischen Text eine Uraufführung für München; bei seiner Erstaufführung in deutscher Sprache durch den Domchor unter Direktion von Domkapellmeister Berberich fand es sehr großen Beifall. Es ist ein Hymnus für fünfstimmigen Chor, Orgel, Harfe, Solo-Violine, (Op. 23), Dichtung von Jehuda Halevi. Ein „Lecho dodi“ von Almon, dem Londoner Oberkantor, ist eine nach uralten Melodien verfaßte Komposition. Als Solisten wurden gewonnen: Herma Studeny, die die Solis in dem Chor ausführt; außerdem drei Solis von Ernest Bloch: Baal Schein, drei chassidische Stimmungen für Violine und Klavier. 1. Zerknirschung (Widui); 2. Improvisation (Nigun); 3. Jubel (Simchas Thora). Herr Kantor Neu singt die Solis in den Chören; außerdem ostjüdische Melodien und Motive und tritt damit zum erstenmal hier in die Öffentlichkeit. Den Harfenpart führt Kammermusiker Büttner aus. Am Klavier Heinr. Schalit. Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde München werden in diesem Konzert äußerst interessante Kompositionen hören. Der Vorverkauf hat begonnen, und zwar bei der Ewer- Buchhandlung, Ottostraße 2; im Sekretariat der Kultusgemeinde; Goldberg, Schwanthalerstraße 24; Bacharach, Frauenstraße 6. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez und Gesamtausschuß der Ostjuden, München. Wir weisen nochmals darauf hin, daß unser diesjähriger Chanukah-Theaterabend Sonntag, den 29. Dezember, im Goethesaal, Leopoldstraße 46a, stattfindet und ersuchen die Vereine bei geplanten Veranstaltungen dieses Datum zu berücksichtigen. Samstag, den 3 0. November, fällt unser Vereinsabend aus und findet im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße, um 8.30 Uhr, Probe nur zum Theaterstück statt. Alle Mitwirkenden werden ersucht, sich pünktlich einzufinden. Gesamtausschuß der Ostjuden, München. Familie Löwy gratuliert zur Verlobung Goldberg 2.—; Ida Erteschik gratuliert zur Verlobung Goldberg 1.—; Familie Königsberg gratuliert zur Vermählung Schlang 1.—; Familie Tennenbaum gratuliert zur Vermählung Schlang 1.—; Familien Hecht, Teitel, Stechler gratulieren zur Verlobung Goldberg RM. 3.—. Irvn EDITH SACHS ARTHUR DE BEER VERLOBTE ( November S'/-in TIBTI / MÜNCHEN 1 1 v Herzog-Wilhelmstr. 28 EMDEN, FRANKFURT a. M. ) Besuchstage: 7. und 8. Dez. 1929 Jüngere Kontoristin mit guter Handschrift, perfekt in Stenographie und Schreibmaschine, praktisch erfahren in allen Büroarbeiten einschließlich Buchführung per bald gesucht! Offerte mit Zeugnisabschriften unter Nr. 4624 a. d. Anzeigen-Abteilung des „Jüdischen Echos“ erbeten.