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Das jüdische Echo · 1929-10-11 · 41 (11.10.1929) · p. Seite 619

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
41 (11.10.1929)
Date
1929-10-11
Page
Seite 619 (sequence 18)
Language
German
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Nr. 41 Das Jüdische Echo 619 abend in diesem Winterhalbjahr. Herr Dr. Rudolf Liebstädter sprach über „Die Ereignisse in Palästina und ihre Lehren“. Er gedachte zunächst der während der Massakers gefallenen Juden, die von den Erschienenen durch Erheben von den Plätzen geehrt wurden. Sonach skizzierte er kurz die Vorfälle, erörterte die Schuldfrage und kam zu dem Ergebnis, daß die Juden keine Schuld treffe, wohl aber die verhetzenden Effendis. Die moralische Verantwortung habe die englische Regierung zu tragen. Zu Weizmanns Politik könne man auch weiter Vertrauen haben; durch stetige, intensive Arbeit hätten wir uns die Sympathien der Welt gewonnen, nicht aber durch laute Proteste, Demonstrationen und Proklamationen, wie sie die Revisionisten fordern. Er kritisierte kurz die Haltung der „Jüdischen Rundschau“ und vertrat den Standpunkt, daß sie ihre Erziehungsarbeit in diesen Wochen etwas zurückstellen und dagegen die politischen Forderungen nach außen hin deutlicher hätte vertreten müssen. Die Leitung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, deren Politik durchaus mit der der Exekutive konform gehe, könne nicht für jede Unterlassung nach dieser Richtung hin verantwortlich gemacht werden. Redner schloß mit der Feststellung, jeder Zionist müsse sich in diesen ereignisschweren Wochen mit den Sorgen Palästinas beschäftigen, teilnahmslos beiseite zu stehen, sei verurteilenswert. An der Diskussion beteiligten sich die Herren Dr. Max Buchmann aus Tiberias, Nathan Nußbaum und Sigmund Hamburger. Herr Dr. Buchmann, der in einigen Wochen wieder zu seinem Wirkungskreis in Palästina zurückkehren wird, erörterte ziemlich ausführlich die Frage, die den Jischuw in Palästina in erster Reihe berührt: Wie können wir unser Verhältnis zu den Arabern gestalten, damit sich in der Zukunft ähnliche Zusammenstöße nicht wiederholen können. Es wurde beschlossen, Herrn Dr. Buchmann aufzufordern, über diese Frage und ihre Konsequenzen ein ausführliches Referat für den nächsten Ortsgruppenabend auszuarbeiten. — Geschäftliches ASMÜ-Preisfrage! Wann fällt der erste Schnee? Die Firma Sporthaus Schuster, das große und führende Fachgeschäft für Berg- und Wintersport in München 2 C 7, Rosenstraße 6, verteilt 10 Paar ASMÜ-Hikory- Ski komplett mit ASMÜ-, Schuster¬ oder Cilbindung umsonst an 10 Preisträger, die den Tag erraten, an welchem vor dem Geschäftshause der Firma Sporthaus Schuster in München, Rosenstraße 6, der erste frisch gefallene Schnee liegt, oder die diesem Tag am nächsten kommen. Damen, Herren und die Jugend sind zur Beteiligung am Wettbewerb eingeladen. Bedingungen: Jeder Bewerber verwende eine richtig frankierte Postkarte. Die Postkarte soll nur enthalten!- 1. Angabe des Tages für den ersten Schneefall (wie oben), 2. vollständige und genaue Adresse des Bewerbers. Die Lösung der ASMÜ-Preisfrage muß längstens 24 Stunden vor dem ersten Schneefall bei der Firma Sporthaus Schuster eingelaufen sein. Annahmeschluß für Einsendungen 31. Oktober 1929, 19 Uhr. Überprüfung und Entscheidung durch führende Sportleute. Jeder Teilnehmer erhält außerdem kostenlos eine lustige illustrierte Widmung. Speitden-Ausweis Münchener Spendenausweis Nr. 2 vom 2. bis 8. Oktober 1929 R o s c h-H a s c h o n o h-S p e n d e n: Gesammelt durch die Damen der Jüdischen Frauengemeinschaft: Dr. W. Eliasberg RM. 50.—; Farn. Julius Eisen 50.—; Herr und Frau Markus Eisen 50.—; M. Lieber 30.—; Frau Paula Lustig 30.—; N. N. 20.—; Frau Else Haimann 20.—; Frau Fritz Feuchtwanger 20.—; Dr. Sigbert Feuchtwanger 10.—; Frau Elsa Amanyi 10.—; Norbert Sturm 10?—; Herr und Frau Gottfried Hirsch 10.—; Frau Emilie Adler 10.—; Herr und Frau Paul Grünbaum 5.—; Norbert Gittler 5.—; Frau Lise Regensteiner 5.—; Herr und Frau Jakob Kluger 5.—; Z. Kreschower 3.—; N. N. 3.—; Berger 2.— — RM. 348.—. E i n z e 1 s p e n d e n: Farn. M. Schaller RM. 5.—; Farn. Dr. Erich Kretschmer 10.—; N. Kurzmantel 10.—; Hans Machol 3.—; Th. Sufrin 2.—; S. Barber 2.— — RM. 32.—. Gesammelt durch Fräulein Erna Holzmann: Schülein RM. 2.—; M. Philipson 1. —; W. Mechlies 1.—; Otto Basch 1.— — RM. 5.—. Gesammelt durch Herrn Salo Sehenirer: J. Fleischer RM. 2.—; O. Saß 2.—; Frau Schnapp 1.— — RM. 5.—. Gesammelt durch Herrn Willi Levi: Rosenberger RM. 3.—; B. Holzapfel 2.—; L. Renkazischok 1.— — RM. 6.—. Gesammelt durch Herrn Ludwig Schenirer, 2. Rate: Farn. Knoblauch RM. 5.—; R. Minikes-Simann 5.—; Hans Lehmann 5.—; Farn. Heinrich Bober 3.—; Farn. M. Kohn 3.—; D. Levite 2.—; A. Frieser 2.—; A. Wertheimer 2.—; Farn. H. Mendler 2.— — RM. 29.—. Gesammelt durch Fräulein Liesl Koschland: Jonas Heß RM. 30.—; Frl. Dr. Steinfeld 5.—; Thormann 5.—; S. Penzak 5.—; N. N. 5.—; N. N. 4.—; E. Reichner 3.—; E. Cahn 2. —; Kronheimer 2.— — RM. 61.—. Gesammelt durch Herrn Leo Holzmann: S. Weil RM. 5.—; N. Adler 5.—: Drechsler 1.— RM. 11.—. Gesammelt durch HerrnSimonSchenirer: N. N. RM. 10.—; N. N. 5.—; Gebrüder Schild 5.—; Frau Ernestine Mayer 3.—; Dr. Kurt Bettsack 3.—; E. Löwenherz 3.—; N. N. 2.—; N. N. 1.—; N. N. 1.—; N. N. 1.—; N. N. 1.— RM. 35.—. Goldenes Buch, Zionistische Ortsgruppe München: Farn. JR. Dr. E. Straus grat. zur Vermählung Ettinger-Himmelreich RM. 3. —. Herr und Frau Paul Grünbaum grat. zur Vermählung Ettinger-Himmelreich, Herrn Gidalewitsch zum 50. Geburtstag, Herrn Kleinhaus zum 70. Geburtstag und kond. Herrn Dr. M. J. Gutmann RM. 8.—. Materialverkauf: N.-F.-Telegramm RM. RM. 0.50. Summa: RM. 540.50. Gesamtsumme seit 1. Oktober 1929: RM. 1470.89. Spenden für Rosch-Haschonoh aus Würzburg Kommerzienrat Rosenthal, Bernhard Bamberger, Ernestine Seligsberger, Justin Kleemann RM. 20.—; Frau Ostrach, M. Rosenbusch, Oberlehrer Stoll, N. N., Max Meyer, Frau Hirsch (München) zum Andenken an ihren sei. Sohn Otto je 10.—; gesammelt durch Frau Lina Morgenroth bei der Synagogen-Einweihung in Heidingsfeld 15.—; Adolf Cohen, Imi 5.—; E. Nüßbaum (Kitzingen) Büchse 4.—; Dr. Groß (Kitzingen) Büchse 3.— —; Summa: RM. 168.24.

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