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Das jüdische Echo · 1929-07-19 · 29 (19.7.1929) · p. Seite 450

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
29 (19.7.1929)
Date
1929-07-19
Page
Seite 450 (sequence 19)
Language
German
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450 Das Jüdische Echo Nr. 29 bei Festsetzung der Budgetteile für Arbeit und Unterricht. Die Exekutive wird diese Posten dem Budgetkomitee des Kongresses zur Beratung und Vorlage an den Kongreß unterbreiten. Die Sanierung der Stadtverwaltung von Tel-Awiw Jerusalem, 8. Juli. (JTA.) Wie die Jüdische Telegraphenagentur erfährt, hat die Regierung Palästinas vorläufig zugestimmt, außer den 29 000 Pfund, die vor kurzem aus der Schuld der Stadtverwaltung in Tel-Awiw abgeschrieben wurden, weitere fällige 45 000 Pfund abzuschreiben. Der Entschluß der Regierung ist auf einen Antrag der Zion. Exekutive zurückzuführen, die sich ihrerseits bereit erklärte, 30 000 Pfund, die die Stadt Tel- Awiw der Zionistischen Organisation schuldet, zu löschen. Der Rest der Gesamtschuld der Stadt Tel-Awiw wirdt wie es heißt, für eine zehnjährige Dauer bei Zahlung von jährlich 25 000 Pfund amortisiert werden. Die jüdischen Ingenieure organisieren sich Unter dem Namen „Verband Jüdischer Ingenieure und Chemiker in Deutschland E. V.“ hat sich am 2. Juli 1929 in Berlin eine Berufsorganisation Angehöriger technisch-naturwissenschaftlicher Berufe konstituiert. Die berufliche Notlage des angestellten Mittelstandes ist allgemein bekannt, findet aber für die jüdischen Ingenieure und Chemiker, die auf einen vorwiegend antisemitischen Arbeitgeberkreis angewiesen sind, noch eine besondere Verschärfung. Den Übelständen, die sich hinsichtlich Arbeitsvermittlung und Berufsberatung eingestellt haben,, will der Verband, der den ersten Versuch einer jüdischen Organisation des Mittelstandes in Deutschland mit wirtschaftlichen Zielen darstellt, durch seine Tätigkeit abhelfen. Es dürfte für alle jüdischen Ingenieure und Chemiker ratsam sein, durch ihre Mitgliedschaft die Stoßkraft des Verbandes zu stärken. Die Anschrift des Verbandes ist: „Verband Jüdischer Ingenieure und Chemiker in Deutschland E. V.“, Berlin N 24, Auguststraße 17 Gemeinden-u.Vereins-Echo Herzl-Feier der Zionistischen Organisation München Die Herzl-Feier der Zionistischen Ortsgruppe München am 10. Juli im Steinickesaal erhielt ihr besonderes Gepräge nicht nur dadurch, daß 25 Jahre seit Herzls Tod verflossen sind, so daß die Erinnerung an ihn — wie immer an solchen Jubiläumstagen — sich besonders feierlich und' andächtig gestaltete, sondern auch durch die Gedanken an den bevorstehenden Kongreß, durch das Bewußtsein vor einem bedeutungsvollen Wendepunkt in der Geschichte des Zionismus zu stehen. Dieses Bewußtsein, das alle zionistische Arbeit der letzten Zeit durchdringt, weist auf die Zukunft und ihre Aufgaben, gebietet aber nicht minder, sich der Vergangenheit zu erinnern, um von ihr aus die Gegenwart zu verstehen und die rechten Wege nach vorwärts finden zu können. In diesem Sinne gedachte der Referent des Abends, Herr Jakob Reich, Herzls, des Führers und Erweckers, der in weit schnellerem Tempo ans Ziel zu kommen hoffte, als es möglich ist, der mit ungeheurem Mut und unerschütterlicher Zuversicht sein Werk begann und für uns vorbereitete und der schließlich den Weg, den heute der Zionismus zu gehen im Begriffe ist, nicht mißbilligt hätte, ja, der ihn im Prinzip schon selbst gegangen ist. Als vortrefflicher Interpret rezitierte Bernhard Renka aus Herzls Schriften. Heinrich Schabt begann und schloß die Feier aufs würdigste mit dem Vortrag eigener Kompositionen. L. K. Zionistische Ortsgruppe München. Zu einem Ausspracheabend mit Herrn Leopold von Weisl, dem bekannten Revisionistenführer, der sich auf der Durchreise in München aufhielt, hatte sich trotz sehr später Benachrichtigung ein zionistischer Kreis am Dienstag, 16. Juli im K.J.V.er- Heim eingefunden. Herr von Weisl versuchte in Antworten auf Fragen, die man ihm gestellt hatte, die Grundsätze des revisionistischen Programms darzulegen. An der recht angeregten Aussprache beteiligten sich die Herren Berger, Reich, Emrich und Stern. Gemeinsame Fahrt München—Zürich zum Kongreß. Bei einer Beteiligung von 20 Personen zum Kongreß wird Vom Reisebüro eine Ermäßigung von 25 Prozent gewährt. Sämtliche Interessenten, die Freitag, den 27. Juli, den Morgenschnellzug 8.20 Uhr (Ankunft in Zürich 3.20 Uhr nachmittags) benützen wollen, werden gebeten, dem Büro der Zionistischen Ortsgruppe München, Herzog-Rudolf-Straße 1, umgehende Mitteilung zukommen zu lassen. Fußballwettspiel Bar-Kochba (Schüler) gegen F. C. Stern (Schüler) 3:2. Die erstmals spielende Schülermannschaft des Bar-Kochba konnte über die Schülermannschaft des Kreisligavereins einen schönen Sieg erringen. Während in der ersten Halbzeit die Mannschaften ausgeglichen spielten, gewann Bar-Kochba in der zweiten immer mehr die Oberhand und konnte schließlich durch Felix und öünzburger in Führung gehen. Erst als zeitweise Bar-Kochba infolge Verletzung eines Spielers nur mit 10 Mann spielen konnte, glich der Gegner aus, konnte aber nicht verhindern, daß die Bar-Kochbaner durch ihre immer wiederkehrenden Kombinationsangriffe ein drittes Tor schossen und damit den Sieg sicherstellten. Bar-Kochba, L.-A. Das Handball- und Leichtathletiktraining wird jeden Dienstag und Donnerstag halb 8 Uhr, und Sonntag vorm, halb 10 Uhr fortgesetzt. Die Spieler der 1. Handballmannschaft werden schon jetzt darauf aufmerksam gemacht, daß die Verbandsspiele Mitte August beginnen. Die Leitung. Bar-Kochba, München. Unsere Jugend der L.-A. macht große Fortschritte. Durch ihre enorme Leistung beim Großstaffellauf Grünwald—München setzte sie sich an die erste Stelle der Münchener Vereine und vergangenen Sonntag fügten Jackie Goldfarb und Jacob Kutten dem Ruhme ihrer Abteilung neuen Glanz hinzu. Die Jugendleitung des Sportvereines München von 1860 veranstaltete vorigen Sonntag nationale Wettkämpfe, welche insbesondere von den besten, auswärtigen Vereinen beschickt wurden, so daß es oft schwerere Konkurrenz gab wie bei manchen Seniorenkämpfen. Um so mehr verdienen daher die Resultate unserer beiden Jugendlichen Beachtung, für die das Prädikat „Ausgezeichnet“ vollkommen am Platze ist. Beim Weitsprung konnte Goldfarb 5,34 Meter erreichen und sich als einziger unter sämtlichen Münchnern placieren. Ebenso verdient der

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