Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 2 (13.1.1928)
- Date
- 1928-01-13
- Page
- Seite 29 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2 29 Das Jüdische Echo Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Heute, Samstag, den 14. Januar 1928, findet im Lessingsaale, Herzog-Rudolf-Straße 1, Parterre, der bereits angekündigte Jubiläums- Gedächtnis-Abend für Mendele Moicher Sfurim statt. Beginn pünktlich 8.30 Uhr abends. Eintritt frei. Garderobe 10 Pf. Gäste sind herzlich willkommen. Die Vorstandschaft. Schachklub „Lasker“. Unsere Spielabende finden regelmäßig jeden Mittwoch ab 8 Uhr im Restaurant „Herzog Heinrich“, Ecke Landwehr- und Mathildenstraße, statt. Ende Januar veranstalten wir ,ein Turnier. Anmeldung hierzu kann bis 18. Januar 1928 erfolgen. Gäste sind jederzeit willkommen. Die Vorstandschaft. Jüdisches Kammerorchester München. Anschrift: Max Kupfer, Fraunhoferstraße 5, Telephon 26 6 67. — Die Proben finden regelmäßig jeweils Mittwoch abends um 8 Uhr im Jüdischen Kindergarten (Herzog-Rudolf-Straße 3) statt. — Um pünktliches Erscheinen wird hiermit ausdrücklich gebeten. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß morgen Sonntag, den 15. Januar, vormittags 10.30 Uhr, die Hauptprobe und abends 8 Uhr die Aufführung stattfindet. Beides im Konzertsaale „Bayerischer Hof“. Die Leitung. Gesamtausschuß der Ostjuden München. Familie Schmikler gratuliert zur Vermählung Grostinsky- Tonkus und Kluger-Edel RM. 2.—, Familie Löwenherz desgl. 5.—. Geschäftliches Deutsches Theater Für die Bai pares und Feste im Karneval 1928 hat Hans Gruß als Ballmusik das berühmteste aller europäischen Tanzorchester, Bernard Ette, engagiert. Bernard Ette war in diesem Jahr einige Monate in Amerika; seine Musik ist ebenfalls im Rundfunk die populärste und die beliebteste Unterbrechung. Während seines 40tägigen Gastspiels in München wird Bernard Ette außer seiner Ballmusik verschiedene Konzerte in München geben. Der erste Bai pare fand Mittwoch, den 11. Januar, abends 9 Uhr, im Deutschen Theater mit vielen Neuerungen statt. KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Jüdischer Nationalfonds Tozeretb Haarez Die wenigsten der für die Sache des Palästina- Aufbaus sich Interessierenden kennen die Bedeutung dieser Worte. „Tozereth Haarez“ heißt wörtlich übersetzt „Produkte des Landes“. Als Schlagwort der Werbung für die von jüdischen Kolonisten und Arbeitern erzeugten Produkte, ursprünglich im Lande selbst als Parole ausgegeben, hat sich eine Bewegung dieses Namens gebildet, die durch ihre Bedeutung für den Aufbau Palästinas sich ihren Weg in alle Länder bahnt, in denen Juden wohnen und die durch die hervorragende Qualität der Erzeugnisse immer größeren Umfang annimmt. Die zur Ausfuhr nach Deutschland bestimmten Produkte bestehen hauptsächlich aus Weinen, Orangen und Honig. Die Werberin für „Tozereth Haarez“ in Deutschland, die „Import- Gesellschaft Palästina“ in Berlin, ist dauernd bemüht, dem Absatz aller wichtigen Produkte, die von Juden erzeugt und verarbeitet werden, den Weg zu bahnen. Gleichzeitig ist sie mit Erfolg bemüht, den Gedanken „jüdischer Arbeit“ bei den Kolonisten durch Unterstützung seiner Bemühung zu propagieren. Vom rein volkswirtschaftlichen Standpunkt aus ist „Tozereth Haarez“ für Palästina von sehr großer Bedeutung als Mittel, die Handelsbilanz aktiv zu machen, den Wohlstand der Kolonisten zu heben, den Anbau rentabel zu machen und kapitalkräftige Interessenten zur Anlage ihres Kapitals in produktiven Betrieben zu veranlassen. Welchen Standpunkt man zur Palästinasache auch einnimmt, so muß es doch jedem eine Freude sein, diejenigen, die in harter, unermüdlicher Arbeit in Palästina für eine Erneuerung des jüdischen,Lebens sich einsetzen, zu unterstützen, zumal dies ja nur durch Konsum ihrer Erzeugnisse geschehen soll, die immer vollwertig sind und die zu kaufen „Rachmones“ kein Anlaß zu sein braucht. Es besteht leider noch in weiten Kreisen die nicht im mindesten begründete Sitte, palästinische Produkte, hauptsächlich Weine, nur zur Ausführung ritueller Gebräuche zu verwenden, so, als wären diese Erzeugnisse nicht auch gut genug zu jedem anderen Gebrauch und etwa zum täglichen Genuß, zu Geschenkzwecken und als Stärkungs¬ und Krankenwein. Jeder, der für Palästina etwas übrig hat, decke einen Teil seines, wenn auch kleinsten Konsums durch Palästina-Erzeugnisse und fördere damit förderungswürdige Bestrebungen. Norbert Schächter (Wiesbaden). Auskünfte über Lieferungsmöglichkeit erteilt das Büro des Jüdischen Nationalfonds in München, Herzog-Rudolph-Straße 1 (Tel. 297 449). Münchner Spendenausweis Nr. 9 vom 27. Dezember 1927 bis 10. Januar 1928 Allgemeine Spenden: L. Iram u. Frau grat. z. Hochzeit Kluger-Edel RM. 2.—; Jak. Goldmann u. Frau grat. Farn. Kluger z. Hochzeit ihres Sohnes 2.—; Henny u. Jakob Reich grat. Herrn u. Frau Dr. Bacharach z. Geburt ihrer Tochter Kaiser-Borax das hygicnifche Hautpflegemittel macht das Waffcr weich und aiitifcptifch. Dictäijlichen Wafchungcnwrlcfhen der Haut Zartheit und CJugcndfrifche. i \\ jf £ Heinrich Mack Nach! Uim a, D.