Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- 5 (4.2.1926)
- Date
- 1926-02-04
- Page
- Seite 71 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5 Das Jüdische Echo 71 Der Israeliiisciie Frauen-Verein von 1906 und der Gesamt-UnO der Osljnden geben hiermit bekannt, daß am Sonntag, dem 13- Februar, pünktlich abends SlJ2 Uhr, in den oberen Sälen des ,,Hotels Bayern Hof“, Promenadeplatz, das WOHIIÄTIGKEITSFEST verbunden MIT GROSSEM BAU stattlindet. M. Bronstein vom Berliner Theater, Berlin Rezitationen Musikalische Darbietungen * Ueberraschungen Büfett Wie seinerzeit an dieser Stelle bereits angegeben, mußte unsere Veranstaltung durch den Trauerlall verschoben werden. Dies hatte nun zur Folge, daß uns nicht vor obigem Datum der Saal zur Verfügung stand. In Anbetracht dieses Umstandes nun, und im Hinblick auf die uneigennützigen Bestrebungen unserer Vereine, bitten wir ergebenst um zahlreiche Beteiligung. DIE VORSTANDSCHAFT Spenden für das Büfett dringend erbeten und werden auf Wunsch auch abgeholt. Abzugeben bei Fr. Tuchmann, Auenstr. 13/o, Telephonruf 26153 und D. Horn, Karlstr. 54, Telephonruf 53 7 33. Eintrittskarten M. 2.—. Im Vorverkauf erhältlich bei: Fr. Tuchmann, Auenstr. 13/o, Tel 26153; D. Horn, Karlstr. 54, Tel. 537 33; Goldfarb, Weinstr.l4,Tel. 21552; Kornhauser, Isartorplatz|8, Tel. 24 5 08; Schumer, Josefspitalstr. 13, Tel. 56041; Orljansky, Neuhauser Str. 29, T. 545 61, und an der Abendkasse. Dr. Weizmann und Kenworthy beim Präsidenten Coolidge Washington, 13.. Januar. (JTA.) Über den zweiten Besuch des Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation, Dr. Chaim Weizmann, beim Präsidenten der Vereinigten Staaten, Calvin Coolidge, wird mitgeteilt: Dr. Weizmann erschien diesmal in Begleitung des britischen Oberstleutnants und Mitglied des Unterhauses J. M. Kenworthy. Beide wurden dem Präsidenten Coolidge durch den britischen Botschafter in Washington, Sir Esme Hojrward, vorgestelit. Kenworthy drückte im Verlauf des Gesprächs die Hoffnung aus, daß die amerikanische Judenschaft einig sein wird in der Unterstützung des Aufbauwerks in Palästina. Präsident Coolidge erwiderte, er hege die gleiche Hoffnung. Nach der Audienz gab der englische Botschafter zu Ehren Dr. Weizmanns und Kenworthys im Botschaftsgebäude ein Frühstück. Am Abend desselben Tages gab Mrs. Medill Mc Cormick, die Witwe des verstorbenen Senators Mc Cormick, in ihrem Hause ein Diner zu Ehren Dr. Weizmanns und Kenworthys, zu welchem sich die führenden politischen und diplomatischen Kreise Washingtons eingefunden haben. Konferenzen Dr. Weizmanns mit Handelsminister Hoover und Kongreßpräsidenten Longworth Washington, 16. Januar. (JTA.) Der Präsident der Zionistischen Weltorganisation Dr. Chaim Weizmann pflog hier Besprechungen mit prominenten Mitgliedern der Regierung. Eine längere Besprechung hatte er mit dem Handelsminister Hoover und dem Vorsitzenden des amerikanischen Kongresses Nicolas Longworth. Dr. Weizmann informierte sie über die letzte Entwicklung des Zionismus und des Aufbauwerks in Palästina. Dr., Weizmann kam auch mit dem Vorsitzenden des Finanzkomitees der Regierung Eugen Meyer zusammen, der bekanntlich einmal der Zionistischen Organisation sehr nahe stand, als diese noch unter der Führung von Brandeis war. Er konferierte auch mit dem bekannten amerikanischen Agrikultur-Sachverständigen Prof. Mead über verschiedene Kolonisationsprobleme Palästinas. Georg Brandes 85 Jahre alt Kopenhagen, L Februar. (JTA.) Am 4. Februar begeht Georg Brandes, der berühmte dänische Kritiker und Denker, seinen 85. Geburtstag. Da Georg Brandes seit Wochen ernstlich krank darniederliegt, wurde von den Ehrungen, die aus Anlaß seines Geburtstages geplant waren, abgesehen. Personalia Am 1. Februar beging im jüdischen Schwesternheim Schwester Laura Hahn ihr 20jähriges Dienstjubiläum. Aus diesem Anlaß wurden ihr nebst zahlreichen Gratulationen eine Fülle von Blumen und namhaften Geschenken von Freunden und ehemaligen Patienten aus jüdischen und nichtjüdischen Kreisen gewidmet. Seit 18 Jahren ist Schwester Laura alljährlich im Sommer auch als Kinderpflegeschwester in der jüdischen Ferienkolonie in Krumbach tätig; zum Zeichen ihres Dankes führten die Kinder der Ferienkolonie am Dienstagnachmittag in der Klinik für sie ein gelungenes Spiel auf. Schwester Laura erfreut sich allgemeiner Beliebtheit, Möge es ihr vergönnt sein, noch viele Jahre zum Segen der Mitmenschen und zu ihrer eigenen Befriedigung tätig zu sein.