Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- 5 (29.1.1926)
- Date
- 1926-01-29
- Page
- Seite 81 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5 Das Jüdische Echo 81 Die Dekoration schufen die Herren Dipl.-Ing. Gustav Mayerstein und David Schn euer. In einem Saal war ein veritables Karussell aufgestellt, geleitet von einem Karussellbesitzer, wie er urwüchsiger weder in Tel-Awiw noch auf der Okloberwiese in München zu finden ist (Herr Dr. Heinrich F e u c h t w anger). Von der Galerie führte in die Säle eine Rutschbahn und bei diesen beiden „Jahrmarktsunternehmungen“ gab es ebenso wie bei der in einem anderen Nebensaal untergebrachten Schießbude viel Hailoh. Die Säle waren gefüllt von einer vergnügten Menschenmenge, und man war überrascht von der Fülle größtenteils wirklich schöner Kostüme. Offenbar hat die Aussicht auf eine Prämiierung aneifernd gewirkt. Die Preisrichter hatten ein schweres Amt, aus der Fülle des Schönen die Würdigsten h erau sz u f in d en. Den ersten Damenpreis erhielt Frl. Rifka Müller für ein besonders schönes Kostüm als Rebekka; den zweiten Preis Frl. Sommer, die ein echt ägyptisches Frauengewand trug; den dritten Preis Frl. Berta Spiel mann mit einem künstlerisch hervorragenden Kostüm in alt-ägyptischem Stil. Den ersten Herrenpreis erhielt Herr Keller mit einem prachtvollen Beduinengewand; den zweiten Preis Herr Dr. Etting er, der ein wirklich origineller palästinischer Dienstmann war, und den dritten Preis die Gebrüder Kornhauser als Teppichhändler mit gediegenen orientalischen Kostümen. Aufsehen erregte eine Zirkusgruppe mit einem Tanzbären, einer Negertänzerin und dem Anführer. Es dauerte ziemlich lange, bis man allmählich herausbrachte, wer hinter diesen Masken steckte. Diese Gruppe ,,H e benstrei t“ erhielt einen Sonderpreis^. Stürmische Heiterkeit erntete der Zirkus, als dessen Direktor Herr Mayerstein glänzend wirkte und dessen urkomisch graziöse Seiltänzerin Herr Ernst H e u m a n n war. Außer dem Seilakt dieser beiden brachte der Zirkus noch Darbietungen von vier Tiller Girls. Ein vorbereitetes Pferderennen mußte unterbleiben, weil es einfach nicht möglich war, bei der Menschenmenge den Saal dafür freizumachen. Zwischen und über all diesen Nebenveranstaltungen war natürlich der Tanz die Hauptsache und die Stimmung hielt über den durch die Polizeistunde bedingten Schluß hinaus an. Alles in allem, — ein Stimmungserfolg sondergleichen; ein Beweis, daß es möglich ist, auch in dieser äußerst schwierigen Zeit, für einige Stunden frohe Stimmung zu erzeugen. Zionistische Ortsgruppe München. Um den persönlichen Kontakt innerhalb der Ortsgruppe enger zu gestalten, treffen wir uns jeden Donnerstag gegen halb neun Uhr abends im Spielzimmer des Cafes Orlando di Lasso am Platzt zu zwangloser, gemütlicher Aussprache. Wir hoffen, daß alle Gesinnungsgenossen, Damen und Herren, regelmäßig und zahlreich am Stammtisch der Ortsgruppe erscheinen. Die Vorstandschaft. KEREN KAJEMETH LEJISRAEL (Jüdischer Nationalfonds) snonaD PtllJNU rifR DIM T KfFtfM Htuimm Zentrale für Postscheckkonto München 10442 Nürnberg 24565 Fernsprecher München 56199 N ürnberg 9226 Deutschland 100000 tu* nt h 1 HllUh KriJIt'f «fl t» IIS*(111 Berlin W 15 Meinekestraße Nr. io Nürnberger Spendenausweis vom 25. Januar 1926. Chanukka-Aktion: Frau Vorhaus, Dr. Löwenlhal, Dr. Steckelmacher je M. 10.—; Frau Dr. Weiner-Löffler M. 5.— — M. 35.—. Allgemeine Spenden: H. Th. —.50. Spendenbuch: Frl. Lotte Bernstein anläßlich ihrer Verlobung M. 20.—. Büchsen: durch Mauri Gorski: Grünspecht M. 7.15; Arndt M. 2.72; Grünbaum M. 2.—; Stock- Limmer M. 3.10; Geiringer M. 1.—; Kahn M. 3.50; Jacoby M. 1.20; Reutlinger M. 2.85. Summa M. 79.02. Gesamtausweis seit 1. Oktober 1925 M. 2128.23. Die jüd. Stellenvermittlung und Berufsberatungs-Stelle München ■ Herzog-Max-Straße 7/o vermittelt unentgeltlich Stellen jeder Art Zu Ostern suchen wir für eine Änzahl Jungens u. Mädchen Lehrstellen Jüdische Stellenvermittlung und Bernlsberatungsstelle München, Herzog-Max-Straße 7/o. Bayerstraße 25 am Hauptbahnhof Das Haus für feine Tabakerzeugnisse Zigarren / Zigaretten Rauchtabake MÜNCHEN Pfisterstraße 6 am Platzl