Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 10 (6.3.1925)
- Date
- 1925-03-06
- Page
- Seite 159 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 10 Das Jüdische Echo 159 Asch und Masehtow von Scholem Alejchem. Die Spielleitung liegt in den Händen des Herrn Jos. L ö w y. In den Hauptrollen sind die Herren Kluger und Eisen beschäftigt. Näheres siehe Annonce. München. P u r i m f e i e r. Der jüdische Gesangverein in Verbindung mit dem jüdischen Jugendverein veranstaltet eine Purimfeier in den Räumen der Schwabinger Brauerei am Mittwoch, den 18. März. Juden aller Richtungen können hier auf neutralem Boden Purim-Stunden verbringen; verschiedene Überraschungen werden Stimmung bringen, zum Tanz ist genügend Gelegenheit, erstklassige Musik spielt dazu auf. Näheres Annonce. M ii n c h e n. Purimfeier des B 1 a u - W e i ß. Donnerstag, 12. März veranstaltet der jüdische Wanderbund Blau-Weiß eine Purimfeier im Steineckesaal, Adalbertstr. 15, für Eltern und Freunde des Blau-Weiß und für die jüdische Jugend Münchens. Siehe auch das Inserat in dieser Nummer. München. Am 1. März fand die alljährliche Generalversammlung von O h e 1 Jakob (Isr. Religionsges.) statt. Der Vorsitzende konnte mit Befriedigung feststellen, daß die Opferwilligkeit der Mitglieder auch im abgelaufenen Jahre nicht erlahmte. Die im Mai v. J. errichtete jüdische Volksschule entwickelt sich in befriedigender Weise; staatliche und städtische Behörden lassen der Anstalt ihre wohlwollende Unterstützung zuteil werden. Zur Schonung der Gesundheit des Herrn Rabbiners der Gemeinde soll demselben eine Hilfskraft beigegeben werden und hat die Kultusgemeinde in dankenswerter Weise deren Anstellung bewilligt. Die Neuwahl der Vorstandsmitglieder ergab die Wiederwahl der bisherigen mit Ausnahme des Herrn S. Rothschild, welcher eine Wiederwahl ablehnte. An dessen Stelle tritt Herr Victor Löwe nstein. Stuttgart. Fahrtenzettel des jüdischen Wanderbundes „Blau-Weiß“. 1. März: Zug 1 u. 2 Fahrt nach Markgröningen, Treffpunkt 9 Uhr Schloßplatz. 4. März: Korporation bei Edek Januar, Eßlingerstraße 25, 8 Uhr. 7. März: Zug 2 Heimabend, 5 Uhr, bei Albert Schlesinger, Karlstraße 11; Zug 1 Heimabend, 8 Uhr, bei David Warscher, Hauptstätterstraße 48. 8. März: Beide Züge Tagesfahrt nach Marbach. 11. März: Korporation bei Leo Pinkus, Marktstraße 17. 14. März: Zug 2, 5 Uhr, Moriz Nowytarger, Gymnasiumstraße 17; Zug 1, 8 Uhr, Erich Laub, Eßlingerstraße 13. 15. März: Purimaktion. 18. März: Korporation bei Edek Januar. 21. März: Probe. 22. März: Purimfeier. 25. März: Korporation bei Leo Pinkus, 29. März: Zug 1 u. 2, getrennte Fahrt. Näheres wird im Heimabend bekanntgegeben. Jeden Donnerstag Turnen. Forstturnhalle. Stuttgart. Treffahrt jüd. Jugendbünde Süddeutschlands. Der Einladung des Stuttgarter „Blau -Wei ß“ hatten am Sonntag etwa 120 junge jüdische Menschen Folge geleistet. Sie waren mit der Absicht auf den Burgberg bei Crailsheim gekommen, sich näher kennen zu lernen und um Gedankenaustausch zu pflegen. „Erziehung zur Gemeinschaft“ war als Leitmotiv gegeben und über die Gemeinschaft als solche und deren verschiedene Begriffe referierte in kurzen, knappen Sätzen Leo Rosenfeld (Stuttgart). Rudolf Liebstädter (Nürnberg) sprach anschließend darüber, was uns eigentlich bindet, trotz der äußeren Gegensätze, stets als Juden zusammen* führe und daß trotz aller Verschiedenheiten und der gegenseitigen Bekämpfung ein Zusammengehörigkeitsgefühl in uns lebe. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß auch uns bisher fernstehende Jugendbünde erschienen waren. In der darauf folgenden Sitzung der Alteren diskutierten wir über die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit der Jungen im Gegensatz zu den Alten, die überall da, wo sie es machen können, sich den Fuß zu stellen versuchen. Felix Munk (Karlsruhe) sprach über die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit den zionistisch eingestellten Bünden im Sinne positiver Palästina-Arbeit und kam zu dem Resultat, daß positiv jüdische Arbeit nur im Aufbauwerk bestehen kann. Allerdings nur auf gesetzestreuem Boden. (Er brachte zum Ausdruck, daß er die Konsequenz aus seinen Anschauungen ziehe und in allernächster Zeit nach Erez Jisrael übersiedle.) Die sich an seine Ausführungen anschließende Aussprache ergab, daß es doch selbstverständlich sei, daß es keinem Juden im eigenen Lande einfallen dürfte, etwa am Sabbath zu arbeiten und am Sonntag zu feiern, so daß also für die Orthodoxen kein Grund für eine Nichtbeteiligung an der gemeinsamen Palästina-Arbeit vorhanden sei. Der Gesamteindruck war, daß in allen Anwesenden der Wille zur Einheit in starkem Maße vorhanden ist. Die Anregung von Julius U 11 m a n n (Würzburg), die Jugend von den verderblichen Einflüssen des sie umgebenden gesellschaftlichen Milieus zu befreien, soll das Thema für die nächste Treffahrt bilden. Bedauerlicherweise hatten es die „K a m e r a d e n“ unterlassen, sich an dieser ersten Zu sammenkunft zu beteiligen und es ist nur zu hoffen, daß sie sich bei der nächsten Treffahrt einfinden. Völkerballwettspiele, Tänze und Singen gaben der Fahrt ihr jugendliches Gepräge. Edek J a n u a r. Berlin. Auf Anregung den Z e n t r a 1 wohlf a h r t s s t e 11 e der deutschen Juden ist nunmehr der Provinzialverband für jüdische Wohlfahrtspflege in Ostpreußen begründet worden. Mit der vorläufigen Vertretung wurde Herr Gemeinderabbiner Dr. L e w i n , Königsberg, beauftragt. Die Gründungsversammlung wird bei Anwesenheit eines Vertreters der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden Mitte April in Königsberg stattfinden. Spendenausweis Münchener Spendenausweis vom 24. Februar bis 3. März 1925. Allgemeine Spenden. Gostinsky anl. der Verlobung seiner Tochter 5.—, ges. durch B. Karfiol bei der Hochzeit seiner Nichte 30.—, Fa. M. Schuster grat. z. Silberhochzeit B. Diamand, z. Verlobg. Sachsenhaus-Goldmann u. Schapira-Sigall 2.—, A. Schindler grat. Holzapfel und Blum 1.— 38. . Gold. Buch Max Stiefel s. A. Walter und Alfred Goldstern 40.—. Büchsen. Geleert durch W. Hönigstein: E Brader 1.—, Fritz Weißbarth 3.40, M. Brym 5.— , Neue Galerie 10.—, Gebr. Eisen 7.20, N. Nußbaum 3—, Frl. M. Falk 5.—, J. Barber Nachf. 3.03, J. Singer 12.35, F. Ernst 1.—;= 50.98. Geleert durch E. Elias: S. Sternberger 3.—, Di. R. Straus 1.—, Silbermann 5.—, Pilpel 1.—, Dr. L. Ambrunn 5.—, Leo Stern 2.—, Rudi Kestler 2.95, J. Bach 5.57 — 25.52. Geleert durch A. Goldstern: A. Kahn 10.—, U. Ascher 5.—, S. Eichengrün 10.—, B. Lustig 5.—,